Bewerbungsstrategien als Erfolgsfaktor - die Zweite

_Ti... 16.05.03 09:48

Hallo zusammen,

habt ersteinmal herzlichen Dank für die sehr informativen Einträge -insb. großen Dank an Dich Tom für Deine Mühe-. Hab mich noch nicht eher wieder gemeldet, da irgendwie das einloggen nicht klappte...
So, "nun bin ich aber drin" und wollte Euch kurz mal auf den Stand der aktuellen Dinge bringen:
Das Thema hat sich nocheinmal ein wenig gedreht: ich glaub es läßt sich am besten mit einem drangehängten "?" bezeichnen: "Bewerbungsstrategien als Erfolgsfaktor?". Das heißt also, die zentrale Frage soll beantwortet werden, ob Bewerbungsstrategien (insb. bei Nicht-High-Potentials) etwaige "Mängel" (gegenüber den High-Potentials) ausgleichen. Sehr interessant, aber um das wissenschaftlich exakt abzubilden müssten sicherlich alle Einflussfaktoren auf eine Bewerbung genau betrachten werden: das hieße ich müsste eine (ausgeschriebene) Stelle mir genauer betrachten, dann jeweils Informationen über den akzeptierten Bewerber, aber auch über die gesamte Bewerbungskonkurrenz erhalten. Zudem bräuchte ich sicherlich Informationen von den auswählenden Personen. Und das nicht nur von einer betrachteten Stelle, sondern von mind. x (die eine repräsentative Gesamtheit darstellen). Mit diesen Daten ließe sich dann ein vorher aufgestelltes Kausalmodell mittels der Kausalanalyse prüfen.

Problem bei der Sache: es wird schwierig werden alle Informationen zu erhalten, insb. unter der Gegebenheit, dass ich insg. nicht mehr als 12 Wochen zur Bearbeitung des Themas Zeit habe.

Ok, was werde ich nun tun: ich werde Absolventen, die bereits einen Job haben, befragen. Aus den Daten herausfinden, welche Strategie bei Ihnen insb. zum Erfolg geführt hat, so dass evtl. Rückschluss darauf zulässt, zu sagen ob die Beachtung einer Bewerbungsstrategie zum Erfolg führt. Dabei werde ich 2 Gruppen betrachten: einmal die High-Potentials und die Nicht-High-Potentials. Zudem werde ich versuchen erfolgreichere von nicht-ganz so erfolgreichen Bewerbungen zu unterscheiden. Insgesamt gehe ich bei meiner Betrachtung einmal auf den jeweiligen Weg in den Bewerbungsphasen und zum anderen auf phasenübergreifende Merkmale (z.B. Netzwerk, persönlicher Kontakt etc.) ein.

Mache mir momentan insb. über 2 Frage Gedanken:
1. An welchen Kriterien lassen sich High-Potentials von Nicht-High-Potentials unterscheiden? Das ist nicht immer einfach zu sagen, insb. weil ich nur ca. 5 Kriterien betrachten möchte. Denke aber, dass hinsichtlich der High-Potential-Auswahl viele Unternehmen auf ähnliche Kriterien wert legen, z.B. Note, Mobilität, Fremdsprachen etc.
2. Wie läßt sich Erfolg einer Bewerbung definieren? Bzw. lassen sich Erfolgsindizes entwickeln? Sicherlich ist auf den ersten Blick klar, dass der Arbeitsvertrag ein Primärziel ist - und wenn das erreicht ist, sich ersteinmal Erfolg einstellt. Trotzdem gibt es aber noch weitere mögliche Faktoren, die auf den subjektiven Erfolg Einfluß nehmen könnten: z.B. die Frage, ob derjenige vorher Gehaltswünsche hatte und die jetzt auch so erreicht hat. Oder wollte er z.B. eine kurze Suchdauer?

Also, wenn Ihr Ideen dazu habt, was für Euch eine "erfolgreiche Bewerbung" bedeutet - bzw. welche Ziele Ihr mit einer Bewerbung verfolgen würdet neben dem Arbeitsvertragsangebot) würde ich mich über eine Diskussion sehr freuen. Vielleicht habt Ihr ja auch eine Idee, wie man einen High-Potential von einem Nicht-High-Potential unterscheiden kann oder aber auch generell zur oben Beschriebenen Vorgehensweise.


Also, wie Ihr seht gibt es einiges zu diskutieren - würde mich über Eure Meinung und über einen regen Austausch sehr freuen!

Sonnige Grüße
Tina

P.S.: weitere Informationen siehe Foreneintrag "Bewerbungsstrategien als Erfolgsfakotr"

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