Geteiltes Praktikum

mag... 05.04.02 21:13

Ich habe immer grosses Interesse ins Ausland zu gehen und andere Laender und Sitten kennenzulernen. Gleichzeitig versuche ich allerdings den Anschluss an den Heimatarbeitsmarkt nicht zu verlieren. Wuerde gerne im Sommer ein geteiltes Praktikum machen, d.h. 6 Wochen hier 6 Wochen im Ausland. Hat einer schon Erfahrung damit? Was halten die davon, die bisher noch keine Erfahrung gemacht haben? Meint Ihr, das ist sinnvoll?

  1. futurefunds 05.04.02 22:08

    hallo maggustr,
    die idee halte ich grundsätzlich sehr problematisch in der durchführung
    ich war auch schon länger im ausland und muss sagen, (auch ganz allgemein ist das meiner Erfahrung), dass ein Praktikum je kürzer es ist desto schwerer zu bekommen ist. (wobei sich hier auch immer die Frage nach der bezahlung stellt. ohne bezahlung steigen die chancen meiner Erfahrung nach doch deutlich bis hin zu exponentiell).
    ein anderer punkt der dagagen spricht ist, dass es fraglich ist ob du in 2 x 6 wochen einen wirklichen "benefit" für dein Unternehmen genrerieren kannst. (was wiederum überhaupt eine erfolgreiche Bewerbung sehr schwer machen dürfte) auch würde ich aus sicht eines personalers sagen, dass das nicht unbedingt sinnvoll ist. wenn du ein berufsziel hast, dann ist es sinnvoll hier sich auf ein paar themen und interessengebiete zu spezialisieren und qualifzieren. dies job rotation ist gut für eine orientierungsphase aber nicht für jemand der weiß was er will. denkst du wirklich dass du den anschluß an den heimarbeitsmarkt verlierst? würde ich persönlich nicht so sehen, den das ausland bzw der job dort ist nicht eine neuer planet sondern doch recht gleich vergleichbar. implementierung einer balanced socorcared ist in deutschland nicht viel anders als in indien?! ich würde wenn ich weiss was ich will unbedingt ein Praktikum machen und dort schauen dass ich so viel "verantwortung" bekommen kann wie nur möglich und das hat sehr viel mit dem zeitrahmen zu tun den du im Unternehmen bist. in einem 12 wochen Praktikum/projekt wirst du wesentlich besser eingebunden werden als bei nur 6wochen... auch würde ich letztendlich aufjedenfall versuchen so oft wie nur möglich ins ausland zu kommen, wobei ein "deutsches Praktikum" dann aber mit zur pflicht gehört (nur praktikas im ausland könnten sonst ja auch schon wieder missinterprätieren werden, wobei das mit der anzahl zusammenhängt. 5 praktikas nur im ausland, da sollte ein deutsches dabei sein. bei nur 2en denke ich dass es viel besser ist nur im ausland gewesen zu sein)
    BEST regards
    thomas

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  2. mag... 05.04.02 22:38

    Es aber halt so, dass man am besten ein Netzwerk zumindest in einem Land hat. Da ich jetzt bei drei Praktika bei zweien im ausland war, entsteht das Problem, dass ich zu der Branche, in die ich hinein moechte keinen wirklichen Kontakt in Deutschland habe. Es gilt allerdings zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: 1. will man viele Erfahrungen aus verschiedenen Laendern mitnehmen, andererseits versucht man aber auch irgendwann mal irgendwo ein Netzwerk aufzubauen. Wenn Du aber nur in verschiedenen Laendern warst, dann kann es Dir passieren, dass Du den Anschluss verlierst. Mal ganz davon abgesehen wuerde ich Dir zustimmen, dass 6 Wochen wenig sind. Aber auch in 6 Wochen kann man dem Unternehmen bei einem spaeteren Einstieg Mehrwert durch Erfahrung bringen.

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  3. futurefunds 05.04.02 23:17

    yup, das mit dem Networking ist eine "dimension" die an die ich nicht gedacht hatte und die auch aus meiner persönlichen Erfahrung eine große rolle spielt. es hängt hier wohl viel von der persönlichkeit ab. gute Networking kontakt bekommt man (so wie ich sie definiere) aber nur wenn man wirklcih auch länger "wo" ist und die leute "richtig" kennt. dieser punkt spricht auch eher mit für einen längeren aufenthalt (zumindest meiner ansicht nach)
    somit sind die parameter Networking/kontakte, auslandserfahrung und praxiserfahrung in einem spannungsdreieck zu sehen in dem man maximal zwei größen optimieren kann :-)
    eigentlich müßte man ja auch viel mehr über dich wissen um hierauf zu antworten zu dürfen :-)
    was studierst du denn? machst du einpraktikum in n.y. oder studierst du dort ?
    viele grüße
    thomas

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  4. Anonym 06.04.02 21:48

    Ich finde deine Idee ganz gut, aber das Problem mit dem kurzem Praktikum existiert wirklich. Um so länger du bleibst, um so länger bist du auch ein Benefit für das Unternehmen in nach der Einarbeitungsphase. Also bei meinem Arbeitgeber sollte ein Praktikum z.B. 2 Monate nicht unterschreiten.

    Da viele deutsche Unternehmen jedoch erst ein Praktikum in der Zentrale sehen wollen bevor du ins Ausland gehst wäre mein Vorschlag: Mache jetzt ein 2/3 monatiges Praktikum in der Deutschland unter der Bediengung, daß du in einem Jahr für 2 oder 3 Monate ins Ausland gehen kannst.

    So signalisierst Du auf jeden Fall, daß du dich für das Unternehmen, bei dem du das Ganze machst interessierst und du deine Chancen dort auch eingestellt zu werden sind m.E. extrem hoch.

    Was meinst Du dazu?

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  5. mag... 08.04.02 16:45

    Insgesamt habt Ihr schon recht, das 6 Wochen sehr kurz sind. Meiner Meinung nach kommt es allerdings auch auf das Vorwissen und die Anpassungsfaehigkeit einer jeden Person an, ab wann man einen Benefit bringt. Ich habe selbst schon 2 Jahre Ausbildung gemacht und 2 meiner 3 Praktika im Ausland verbracht. Ich kann auf jeden Fall auf einen soliden Background in Finanzen zurueckblicken. Ich denke, dass die Unternehmen ihre Praktikanten oftmals nicht genug einbinden. Deshalb heisst das ja auch immer, dass man schon 8 Wochen mindestens machen sollte. Wenn der Praktikant direkt Verantwortung bekommt, kann er gegebenenfalls auch dem Unternehmen direkt einen Benefit bringen. Habe selbst schon beides mitgemacht. Man kann sich, wenn man den Willen hat in kuerzester Zeit in ein Thema reinarbeiten! Wie Ihr seht bin ich nicht gerade unerfahren. Habe das Thema auch schon abgehakt. Vielen Dank fuer Eure Meinung, wuerde mich freuen, weiter mit Euch in Kontakt zu bleiben. Bis demnaechst.
    Gruss, Markus

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