Nicht erlaubt!

cha... 17.09.02 11:50

immer vor einem Bewerbungsgespräch macht man sich gedanken, was man vielleicht gefragt wird und was man antwortet. aber was ist mit den Fragen, die im Bewerbungsgespräch nicht gestellt werden dürfen, wie Fragen nach der religionszugehörigkeit oder der familienplanung, ect. Welche Fragen dürfen denn wirklich nicht gestellt werden und wie reagiere ich, wenn doch eine Frage (zum Beispiel zum privatleben)gestellt wird, bei der ich mich nicht verpflichtet fühle zu antworten oder die mir vielleicht sogar unangenehm ist? schliesslich soll es ja auch nicht so aussehen, als hätte ich etwas zu verbergen.

  1. dos... 17.09.02 12:33

    Entweder du lügst schlichtweg oder aber du antwortest das du auf die Frage nicht antworten möchtest. Allerdings ist die zweite Alternative nicht gerade klug, mir ist es in einem früheren Vorstellungsgespräch so ergangen das ich auf eine Frage nicht antworten wollte, daraufhin hat hat mich die Einladende Firma vor die Wahl gestellt: Wir wollen doch hier reden, wenn Sie dies nicht wünschen dort ist die Tür" Anstatt aufzustehen und zugehen, habe ich angefangen die Frage zubeantworten. Schitt happens, ich bekam eine Absage.

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  2. Glo... 17.09.02 13:23

    Ein Bewerbungsgespräch ist doch immer ein Geben und Nehmen, oder? Also, wie anwortest Du nicht einfach im Sinne von, "Sie wissen schon, dass diese Frage nicht zulässig ist?" - und wenn dann eine solche Antwort kommt wie "wir wollen doch reden" nett lächeln, drüberhinweggehen oder eben Konsequenzen ziehen! Ein guter Personaler kennt seine Grenzen!!!

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  3. dos... 17.09.02 14:16

    Dieses Ereignis war auch eine Lehre und ist auch bereits 8 Jahre her, im nachhinein dachte ich mir: Wäre ich bloss aufgestanden, hätte mich freundlich verabschiedest und wäre gegangen. Denn letzendlich sollte man auch als Jobsuchender sich nicht alles gefallen lassen und einen guten Personaler erkennt man auch daran, das er solche Fragen erst gar nicht stellt und die betreffenden Gesetze kennt.

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  4. panam 18.09.02 15:10

    Eine geeignete kurze Antwort auf Fragen, die dir zu intim erscheinen ist z.B. : "Ich denke diese Frage schiesst über das eigentliche Thema (nämlich die Eignung für den Job) hinaus und tut nichts zur Sache."

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  5. Glo... 19.09.02 11:38

    Jaja, dass sind die Hamburger ;-)

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  6. meydo 17.09.02 19:37

    Bin der meinung, dass du aus rechtlicher sicht sogar lügen darfst, wenn dir unzulässige Fragen gestellt werden.

    jedoch nur, wenn es sich hierbei nicht um eine wesentliche infomation handelt, die im bezug auf die anstellung von bedeutung sein könnte (auch wenn die Frage unzulässig ist).

    deswegen könnten z.b. Frauen immer sagen, dass sie keine kinder mehr bekommen möchten, egal ob es stimmt oder nicht...

    vg
    meydo

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  7. Suesse 18.09.02 00:08

    Richtig, bei unzulässigen Fragen hat man das Recht zu lügen. Das gilt aber nicht nur für Frauen bei der Frage nach ihrer Familienplanung, sondern allgemein z.B. für Fragen nach Religion, Parteimitgliedschaft, Gewerkschaftszugehörigkeit, Erkrankungen, Körperbehinderungen, Heiratsabsicht, sexueller Orientierung, ... Bedingt gilt es auch für Fragen nach Vorstrafen, früherem Gehalt und der Dinge mehr.

    Ich hoffe, ich konnte die Spekulationen damit ein wenig beruhigen.

    Zu GP: Gute Personaler mögen ihre Grenzen kennen, aber es gibt auch genügend, die einem gerne mal eine Falle stellen - beliebter Gag z.B. bei Vorstellungsgesprächen von Juristinnen bzw. Akademikerinnen generell...

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  8. Glo... 18.09.02 09:19

    Bei der Frage nach Erkrankungen darfst du lügen? Kann ich mir nicht vorstellen ... dh ich stelle evtl jmd ein, der todkrank ist???

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  9. You... 18.09.02 12:39

    Warum soll ich den erzählen das ich todkrank bin. Soll das etwa bedeuten, dass Todkranke kein Recht mehr auf Arbeit haben. UNSINN!!!
    Wenn es sein muß, dann lüge was das Zeug hält. "Nein, ich bin nicht schwanger und war noch nie im Betriebsrat."

    Das sind einfach Sachen die ich nicht erzähle. Wer es tut und so ehrlich ist - Selbst schuld.

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  10. Glo... 19.09.02 11:37

    Du würdest also als Unternehmer todkranke MA einstellen? Verstehe ich das richtig?

    Bzgl der Schwangerschaft könntest Du ;-) es sicherlich einige Wochen kaschieren, doch dann auch nicht mehr und bzgl des BR wäre ich vorsichtig, nicht wirklich der big deal, eine solche Zugehörigkeit herauszufinden!

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  11. dos... 20.09.02 07:51

    Ob man Betriebsrat war/ist kann in einem Vorstellungsgespräch absolut nicht zur Debatte stehen. Denn gemäss Betriebsverfassungsgesetz können ab einer Miitarbeiteranzahl von 5 in einem Unternehmen, können sich 3 Mitarbeiter zusammenfinden und sagen wir gründen einen Betriebsrat. Da ist jede! Geschäftsleitung machtlos, denn hier gilt gemäss Betriebsverfassungsgesetz der Minderheitenschutz.

    Zu dem Todkranken MA, wie definierst du Todkrank? Ist für dich schon jemand todkrank der HIV positiv ist?

    Schwangerschaft, wie auch politischeEinstellung sollte ebenfalls als Frage im Vorstellungsgespräch tabu sein, es gibt auch soetwaswie eine privatsphäre. Oder erzählst du jedem auf Frage deine pol. Orientierung, sexuelle Vorlieben?

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  12. Glo... 20.09.02 09:45

    Mr - danke für die Aufklärung bzgl des BetrVG - den Rest sollten wir dann wohl lieber mal offline besprechen!

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  13. LegalIT 19.09.02 11:40

    Man kann so etwas nicht verallgemeinern. Sucht bspw. ein Arbeitgeber jemanden, der gefährliche Chemikalien abfüllen soll, darf er schon nach einer bestehenden Schwangerschaft Fragen. Wer hier lügt kann fristlos entlassen werden. Ich würde im Übrigen nicht bei einem Vorstellungsgespräch lügen. Das schafft eine blöde Atmosphäre. Die Lüge schleppt man sich die ganze Zeit mit sich rum.

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  14. dos... 20.09.02 07:55

    Mit dem Lügen schafft sicherlich eine komische Atmosphäre, aber ist der Verursacher nicht der Fragende?
    Was dann in eine Frage noch alles vom Personaler hineininterpretiert werden kann, bsp. in meinem Falle denke ich es war die Loyalität zum Arbeitgeber die hier in Frage gestellt wurde.

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  15. cha... 20.09.02 10:03

    Natürlich gibt es Jobs oder situationen, in denen nach pivaten dingen gefragt werden muss wie zum Beispiel bei gesundheitsgefährdenden arbeiten. aber trotzdem Frage ich mich, was beispielsweise meine politische einstellung mit einem job bei meinetwegen einem chemielabor zu tun. und hier wüsste ich auch nicht so konkret, was ich lügen sollte, denn eine lüge kann hier doch auch nach hinten losgehen, denn vielleicht schätze ich meinen gegenüber auf autofahrerpartei und dann ist das doch ein grüner ;-)

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  16. Suesse 20.09.02 19:58

    Das ist aber einfach eine Frage dessen, wie geschickt du mit so einer Situation umgehst. Im Zweifel würde ich es mit panam halten oder einfach grinsend entgegnen, der Interviewer wisse doch sicher, dass diese Frage eigentlich unzulässig sei (und dann genüßlich faustdick lügen) - damit bin ich selbst bisher sehr gut gefahren, im Nachhinein wurde sogar positiv hervorgehoben, dass ich auf diese Falle so cool reagierte.
    Doof ist natürlich, sich mit seiner Lüge selbst ein Kuckucksei ins Nest zu legen - dann doch besser eine ausweichende Antwort oder den Gegenüber auf ein Gespräch in der gemeinsamen (!) Mittagspause vertrösten...

    Und damit zu LegalIT: Ich denke nicht, dass eine Lüge die Atmosphäre belasten muss; mein Bsp. zeigt, dass das sogar gewinnbringend sein kann. Und, wie GP weiter oben schon sagte: Personaler wissen sehr genau, was sie Fragen dürfen und setzen unzulässige Fragen sicher schon mal gezielt ein, um jemand zu testen. Dann kann man auf seine Lüge eher stolz sein, denn: test bestanden und Charakter bewiesen! Im Zweifel sollte man jedenfalls selbst nicht mit schlechtem Gewissen wegen der Lüge herumlaufen - denn, wie dosie sagt: Verursacher ist der Fragende!

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  17. Suesse 20.09.02 19:41

    Du musstest natürlich gleich wieder mit Extrembeispielen auffahren... ;-) Natürlich darfst du lügen - was gehen deinen Arbeitgeber z.B. deine Plattfüße, deine Pollenallergie, deine krumme Wirbelsäule etc. pp. an? Anders mag es aussehen, wenn die Erkrankung es dir faktisch unmöglich macht, in dem Job zu arbeiten, etwa eine Chemikalienallergie in dem vielzitierten Chemielabor.

    Mit den Vorstrafen übrigens das gleiche: Finanzbuchhalter, die wegen Veruntreuung von Geldern vorbestraft sind, machen sich eben nicht so gut... Aber auch hier: nur jobrelevante Aspekte!

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  18. log... 25.11.02 15:34

    einst ist sicher, dass nichts sicher ist.
    Ich bin in diversen Bewerbungsgesprächen mit Fragen von Familienplanung bis "Lesen Sie Liebesromane?" schon alles gefragt worden.... meine Reaktion hängt eigentlich immer von meinem Gegenüber ab. Bei vielen kann man sich um eine Antwort drücken... bei besonders Hartnäckigen, gebe ich auch mal eine Antwort, wie... sie wissen dass ich darauf nicht wahrheitsgetreu antworten muss, was wollen sie hören?

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