Großkanzleien mit 125.000 Einstiegsgehalt

Idefix1000 14.06.11 12:50

Bei allgemeinen Gehaltsdiskussionen fliegen Juristen meist unter dem Radar der öffentlichen Wahrnehmung. In den Medien werden in erster Linie Vorstände und Investmentbanker als Top-Verdiener zitiert, im privaten Uni-Umfeld gelten oft auch Berater als "reich". Doch wieso interessieren sich nur wenige für Juristengehälter?

In Deutschland zahlen die meisten Großkanzleien 100.000 Euro im ersten Jahr, manche amerikanische Kanzleien, wie Milbank Tweed Hadley & McCloy, gar 125.000 Euro. Das ist fast doppelt so viel, wie die Top-Beratungen in den Vertrag schreiben.

Eine Grund könnte sein, dass sich die Gehälter nach 3-5 Jahren flacher entwickeln, als bei Beratungen oder Ibankern. Laut Azur liegt man als Top-Jurist dann bei 130-180.000 (http://www.azur-online.de/azhtml/mag_akt_2011-100_gehaltk.html#vierbissechs). Das sind Höhen, die man auch als BWLer zu diesem Zeitpunkt erreichen und gar übertreffen kann. Wie seht ihr das?

  1. Anonym 16.06.11 14:54

    Bei Juristen sollte man beachten, dass sie durch Studium, Referendariat und häufig Promotion beim Berufseinstieg schon älter sind. Daher ist ein höheres Einstiegsgehalt eher gerechtfertigt. Außerdem gekommen die von dir genannten Gehälter auch nur Top-Juristen mit Prädikatsexamina. Der Großteil der Juristen verdient deutlich weniger.

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  2. maringer 23.06.11 18:20

    Ich möchte hier ml kurz meine Sicht der Dinge darstellen. Meine Ex-Freundin ist Juristin, hatte ein Prädikatsexamen und ist zu einer Kanzlei mit besserem Namen gegangen. Damals lag' ihr Einstiegsgehalt bei 84.000 (6 Jahre her), dafür wurden auch 12-13 Stunden pro Tag plus regelmäßig Samstagarbeit verlangt. Wenn ich mir die Gesamtstunden aufs Monat ausrechne und damit den Stundenlohn ausrechne, das mal 169 h/Monat (Regelarbeitszeit), dann hat sie auch nicht so viel verdient. Man sollte in diesem Fällen vielleicht nicht von Einstiegsgehältern sondern von Einstiegsstundenlöhnen reden, denn dann wird es vergleichbar. Und bitte Reisezeit nicht vergessen mit zurechnen.
    Normale Juristen-Einstiegsgehälter liegen, was ich so in meinem Freundeskreis mitbekomme bei um die 40.000. Dafür kommt man da auch oft mit 40 Stunden in der Woche aus ;-)

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