Die Intelligenz der Menschheit – Eine Wahl der Frauen?

Jan... 23.06.02 23:59

Die Intelligenz der Menschheit – Eine Wahl der Frauen?

Verdanken wir Leonardo da Vincis Meisterwerke und andere Höchstleistungen menschlichen Geistes den Frauen? Indizien dafür liefern Genetiker der Universität Ulm, die damit die umstrittene Theorie des amerikanischen Evolutionsbiologen Geoffrey Miller unterstützen. Er glaubt, dass die Frauen im Lauf der Evolution immer wieder eine kluge Wahl trafen und bei der Auswahl ihrer Männer den hellen Kopf dem tumben Muskelmann vorzogen. So konnten wir uns vom affenartigen Wesen zum intelligenten Menschen entwickeln.

Die urzeitlichen Männer, denen eine genetische Veränderung zu einem besseren Gehirn verhalf, nutzten ihre geistigen Fähigkeiten, um den Frauen zu imponieren – so wie der Pfau mit seinem bunten Federkleid, führt Miller in seinem Buch "The Mating Mind" ("Die sexuelle Evolution. Partnerwahl und die Entstehung des Geistes") aus. Was sich heute in Gestalt kunstvoller Rapsongs niederschlagen mag, hatte damals vermutlich eine andere Form. Jedenfalls sprach es die Frauen an und gab den schlaueren Männern den entscheidenden Vorteil bei der sexuellen Auslese.

Millers kühne Theorie haben die Ulmer Wissenschaftler um Horst Hameister und Ulrich Zechner genetisch untermauert. Sie glauben, dass intelligenzfördernde Veränderungen auf dem X-Chromosom – jenem Chromosom, das über unser Geschlecht bestimmt – die Evolution des Geistes vorantrieben.

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Kam es nun bei einem unserer Vorfahren auf dem X-Chromosom zu einer Mutation, die der Intelligenz zuträglich war, konnte diese sich bei Männern daher besonders gut durchsetzen. Die Frauen zogen die daraus resultierenden geistreichen Schlauköpfe ihren dümmeren Geschlechtsgenossen vor und zeugten mit ihnen Nachwuchs [*GRINS*]. So verleibten sie die Erbanlage dem genetischen Repertoire des Menschen ein. In den nächsten Generationen profitierten dann auch die Frauen von der neuen Erbanlage.

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Auch ältere Befunde aus der Intelligenzforschung legen nahe, dass viele Erbanlagen für geistige Fähigkeiten auf dem X-Chromosom liegen. Der mittlere Intelligenzquotient von Männern und Frauen ist zwar gleich – der Mann aber neigt mehr zu Extremen. Es gibt mehr hochbegabte Männer als hochbegabte Frauen, gleichzeitig aber leiden mehr Männer an einer geistigen Behinderung. Dies lässt sich wieder damit erklären, dass sich beim Mann Mutationen auf dem X-Chromosom stärker auswirken. Die Ergebnisse der deutschen Wissenschaftler erweiterten diesen Befund und stützen damit Millers Thesen.

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Gute geistige Fähigkeiten hingen [aber] auch mit einer Reihe anderer Eigenschaften zusammen, die bei der natürlichen Auslese von Vorteil seien – zum Beispiel mit einer höheren Potenz, erläutert er gegenüber der Nachrichtenagentur ddp. Wir verwendeten zwar über die Hälfte unserer Gene für die Entwicklung unseres Gehirns. Doch die meisten Gene seien gleichzeitig auch für viele andere körperliche Eigenschaften verantwortlich. Gute geistige Fähigkeiten würden somit vermutlich auf eine insgesamt gute Kombination der Gene hinweisen.

So ist die Wahl der Frauen vielleicht noch einfacher gewesen: Sie wählten nicht nur den schlauesten, sondern auch den gesündesten und potentesten Partner.

Quelle: http://www.wissenschaft.de/sixcms/detail.php?id=124967

Jan

PRO HERZCHEN :)

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  1. Anonym 24.06.02 01:34


    Auweia, das wird wohl wieder auf eine "Mann-Frau" Diskussion herauslaufen. ;-)

    Tendenziell halte ich die These, daß Frauen sich eher die intelligenteren Männer heraussuchen für sehr fraglich. In mittlerweile 14jähriger Erfahrung im Kampf um das weibliche Geschlecht vermag ich das nicht zu bestätigen(Vielleicht liegt das natürlich auch daran, daß ich nicht zu der angesprochenen Zielgruppe gehöre? ;-) Auch die -für mich neuen- Erfahrungen in Berlin-Wedding können meine Meinung dazu nicht ändern. Gesucht werden attraktive (biologisch gesehen: gesunde) Männer, Geist und Verstand wird als nette Dreingabe gesehen.

    Davon abgesehen müssten, damit aus dem Bericht ein Schuh wird, ja auch die Männer intelligentere Frauen bevorzugen. Zu diesem Thema dürfen sich aber jetzt gerne die Damen zu Wort melden ;-)

    Viele Grüße,
    Markus

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  2. Pin... 24.06.02 01:43

    Wenn wie besagt das die Frauen für die Auslese der Männlichen Intelligenz, oder Dummheit verantwortlich sind, warum sollten wir dann noch an unseren Genen Manipulieren wollen, verlassen, wir uns doch auf das Gefühl der Frau;)
    So haben sie endlich die Verantwortung die sie immer haben wollen und wir Männer sind fein raus, )
    Allerdings stell ich mir da die Frage warum soviele des weiblichen Geschlechts rum laufen, heulen und sich beschweren das die Männer solche schweine sind, na ich meine bei diesen überlegenden Gefühl der richtigen Auslese, geraten sie doch relativ oft an denn falschen;))
    Nun gut mir soll es recht sein, dann würd ich sagen hat meine Mom denn richtigen Mann gefunden, und ich dies BESTätigte;)
    Also, mädels viel erfolg bei der suche, ihr habt die zukunft der Menschheit in der Hand, dann viel glück;))

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  3. Anonym 24.06.02 18:54

    Ich bin der Meinung, so schmeichelhaft die Theorie Millers auch sein mag - muss man (oder hier : frau) auch sagen, dass weder das eine noch das andere Extrem wirklich der Knüller sind. Sprich, ich finde weder den hübschen, aber dummen Muskelmann, noch den intelligenten, aber optisch benachteiligten Spongo anziehend. Ein gesundes Mittelding wäre da doch die Lösung. Schwer ist nur, ob frau den auch findet...

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  4. Anonym 25.06.02 09:53

    Toll, Melanie, Danke. Jetzt zerstörst Du auch noch die letzte Hoffnung eines optisch Benachtteiligten auf die Masche: "Du, hab' ich Dir eigentlich schonmal erzählt, daß ich garnichtmal so dumm bin?" ;-))))

    Mann, jetzt muß ich mir schon wieder was neues ausdenken. "Du, eigentlich bin ich ich schwul, aber für Dich würde ich eine Ausnahme machen" hat nichtmal auf dem CSD funktioniert. Hätte mir auch gleich jemand sagen können, daß sowas bei Lesben nicht zieht......

    Viele Grüße,
    Markus

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  5. Anonym 25.06.02 15:14

    Lieber Markus,
    sei frohen Muts - denn wer will schon eine blenden aussehende Begleitung die aber nur nach dem Motto "tais-toi et sois belle/beau" neben Dir stehen kann. Letztendlich geht es doch darum, dass man und frau sich mit dem jeweiligen Partner wohlfühlen - was nicht heisst, dass beim ersten, also dem allerersten Eindruck die Optik unwichtig ist.
    Kennst Du das, wenn Du jemanden kennenlernst, und sie dich vom Aussehen her nicht umhaut, aber mit jedem Wort dass sie sagt im Gespräch, sie immer schöner wird (glaichzeitig ansteigenden Alkoholgenuss mal aussen vor)?
    Viele Grüße,
    Melanie

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  6. runaway 25.06.02 18:14

    also ich kenne das nicht!

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  7. mac... 25.06.02 21:38

    Viel zu illusorisch, Melanie !

    Da kriege ich ja einen Hals von hier bis Meppen - latuernich achten Frauen mit steigendem Alter (der Reifeprozess erfindet sich bei ihnen immer wieder aufs neue selbst) auf das intellektuelle Gegengewicht Ihres potentiellen Partners, aber der darf sie nicht in ihrer weiblichen Disziplin (Cleverness und Gerissenheit) uebertreffen.

    D'rum postuliere ich, dass fortan der gefragteste Typus schnieke aussieht und keine erkenntnistheoretischen Ansprueche hat, auf dass er die Frauen dieser Welt nur dann versteht, wenn sie sprechen.

    Ich falle da klar heraus ;-)

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  8. ann... 25.06.02 23:21

    Na da bleibt ja nur das Fazit: Männer und Frauen passen eben nicht zusammen!
    Warum es beide Geschlechter dann doch immer wieder miteinader versuchen, muß entweder mit mangelnder Einsicht (oder auch Intelligenz) auf beiden Seiten zu tun haben oder es macht eben trotzdem immer wieder Spass hinzufliegen und wieder aufzustehen- solange man/frau noch kann. Mir ist völlig wurscht wie der Mensch-völlig geschlechtsneutral- aussieht, den ich mag oder auch liebe. Hauptsache, er stinkt nicht, denn wenn man//frau wen nicht riechen kann nützt die größte Intelligenz und das beste Aussehen absolut nix.

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  9. Hen... 08.10.02 15:42

    ...und ob man/frau den Geruch des Partners mag, haengt von der Unetschiedlickeit des Immunsystems ab, d.h. je gleicher desto "unsympathischer". Also Intelligenz - wenn die Frau gereift ist und langsam Kinder will(?), Muskelmänner, wenn die Frau jung ist , und immer das Immunsystem.

    So damit haben wir die Probleme der Beziehungswelt strukturiert und können eine 2x2 Matrix zur Handlungsanleitung bauen.

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