Nettoumlaufvermögen berechnen

Chris912 21.03.07 22:30

Hallo,

ich hätte eine kleine Frage an die squeaker community?

Bei der Berechnung des FCF kommt ja ein Anstieg des Nettoumlaufvermögens zum Abzug.

Nettoumlaufvermögen = Umlaufvermögen - kurzfr. VB (so zumindest meine Definition)

Ein Anstieg der FO kommt zum Abzug
Ein Anstieg der VB wird hinzuaddiert
Ein Anstieg der liquiden Mittel wird wohl subtrahiert ??
Was passiert mit einem Anstieg bei den Vorräten?
Und warum? Kann mir vielleicht jemand auch gute Litertur dazu empfehlen? oder slebst eine schlüssige Erklärung dazu abgeben?

Zudem die Frage:
Wenn ich den FCF berechne mittels WACC - Ansatz.

-- Stimmt es, dass ich dann auch die Unternehmenssteuerersparnis noch abziehen muss? Wäre dann also die Rechnung: EBIT - Unternehmenssteuer (auf das EBIT bezogen) - Unternehmenssteuerersparnis (ggü. der Bezugsgröße EBT)?

Und muss ich wenn ich die Unternehmenssteuerersparnis beim FCF berücksichtige, das Tax shield dann immer noch bei den Fremdkapitalzinsen zum Abzug bringen?

Welche Empfehlung habt ihr für die Berechnung des FCF mit dem WACC - Ansatz?

Grüße

Christian

  1. dej... 21.03.07 23:15

    Also Vorräte und liquide Mittel werden abgezogen! Anstiege des net working cap werden abgezogen, weil sie lediglich in der Bilanz zur Geltung, aber nicht den Kapitalgebern zur Verfügung gestellt werden können.
    Ferner wird nicht die Steuerersparnis subtrahiert sondern Adaptive Steuern, fiktive Steuern, die das Unternehmen zahlen müsste, wenn es kein FK und keine nicht-betriebsnotwendigen Aufw. & Erträge hätte. Deshalb findet das tax shield nur im WACC eine Berücksichtigung. Man kann den Steuersatz durch Division des Ertragssteueraufwands durch das Ergebnis vor Ertragssteuern (und Goodwill-Abschreibung) berechnen.

    Eine Empfehlung gibt es leider nicht, zumal jede IB oder WP andere Grundsätze anwendet.

    Ich kann nur die Valuation-Bibel von Copeland/Koller empfehlen oder deutschsprachig auch Drukarczyk (Branchenorientierte Unternehmensbewertung)

    Cheers

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  2. Chris912 22.03.07 00:10

    Bin mir nicht sicher ob ich es richtig verstanden habe....

    Meinst du das ein Anstieg bei Vorräten oder liquiden Mitteln vom FCF abgezogen wird?

    Die fiktiven Steuern die du ansprichst verwirren mich etwas. Laut IDW wird vom Handelsrechtliche Ergebnis doch die Unternehmenssteuerersparnis infolge der Abzugsfähigkeit der FK-Zinsen abgezogen! Denn wenn ein Unternehmen Zinsen zahlt verringert sich ja damit die Besteuerungsgrundlage und damit muss das U. weniger Steuern bezahlen. Ich dachte bei der Berechnung des FCF wird diese Differenz zwischen der 1.Steuerbelastung wenn FK-Zinsen die Besteuerungsgrundlage absenken und 2. Steuerbelastung wenn das Unternehmen eine Besteuerung auf das EBIT (also vor Zinsen) vornimmt und dementsprechend höhere Steuern

    Gruß

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  3. Chris912 22.03.07 00:11

    ....zahlt berücksichtigt (zu obiger Frage)

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  4. son... 22.03.07 13:35

    Ja, das meint er. Ist ja auch klar, da bei einer Erhöhung der Vorräte zwar das EBIT sich erhöht, das Unternehmen aber kein "Cash" eingenommen hat. Der Cash Flow darf also durch eine Erhöhung der Vorräte nicht beeinflusst werden.

    Anders bei liquiden Mitteln: diese werden in der Berechnung des Net Working Capitals nicht berücksichtigt, da ja hier immer ein "Cash Flow" vorliegt.

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