vom Auslandspraktikum / Auslandsstudium lernen

Anonym 21.01.02 18:25

Wenn man im Ausland arbeitet oder studiert kommt man u.a. auch mit voellig anderen Lebens- und Arbeitseinstellungen in Kontakt.

Was habt ihr vom eurem Auslandsaufenthalt zurueck nach Deutschland gebracht? Wie hat das Ausland euch veraendert?

(Ich sitze gerade hier in reflektiere mein Semester in Sevilla, dass leider in 24 Tagen vorbei seien wird!)

  1. Glo... 22.01.02 12:40

    Ich hatte die Ehre, ein Semester in Californien, in der Nähe der UCLA zu studieren und würd es immer wieder machen. Allein die Tatsache, für eine gewissen Zeit raus aus dem "Normalen", ein neues (soziales) Umfeld, einen zu erobernden Ort/ Bundesstaat und ein völlig anderes "Leben" kennenzulernen, lassen mich zu diesem Fazit gelangen. Auch wenn ich zugeben muß, daß es fachlich nicht gerade zu anspruchsvoll gewesen ist, kann ich nur jedem zu einem solchen Schritt raten und wenn ich nochmal die Möglichkeit hätte, würde ich sogar 2 Semester im Ausland verbringen - 2 Sprachen lernen und vor allem 2 völlig neue Umgebungen kennenlernen, versuchene zu verstehen, sich zurechtfinden und nach einer Weile dann auch wohlfühlen.
    Meine Zeit drüben war die "BEST time of my life". In diesem Sinne ...

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  2. Anonym 22.01.02 13:39

    Kann mich den Worten von Global Player nur anschliessen! War im Sommer 2000 für 3 Monate in der genialen Stadt London. Habe dort ein Praktikum in der DG Bank gemacht und hatte auch "the BEST time of my life". Würde auch jederzeit wieder für ein Praktikum oder auch studien- oder jobtechnisch ins Ausland gehen. Die Zeit hat mir enorm viel gebracht und ich zeere quasi immernoch davon! Suche gerade wieder einen Praktikumsplatz für diesen Sommer in London! Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen??
    So long....

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  3. Lan... 22.01.02 15:09

    Mir geht es ähnlich. Habe ein Jahr in Prag (Karlsuniversität) und London (LSE) verbracht und muss sagen, dass diese Zeit einfach sehr prägend war und man im Ausland nochmal ein Stück reifer und selbstständiger wird. Das tägliche Leben in einer fremden Gesellschaft macht sicher und selbstbewusst, wenn man sich beruflich auf internationalem Parkett bewegt.
    Ich kann es jedem empfehlen und würde und werde wieder ins Ausland gehen, denn die Gelegenheiten werden immer seltener, da die Verpflichtungen zunehmen.

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  4. runaway 22.01.02 17:28

    von, zusammengerechnet, ca. 8 Monaten und den Städten San Diego, San Francisco, Boston und New York (kurz: zwei Aufenthalte an den beiden Küsten) bin ich mehr als nur fasziniert von den USA...selbst wenn die Qualifikation (Jura) nicht so sehr dazu geeignet ist, könnte ich mir sogar eine Auswanderung dorthin vorstellen....wenn man von dem durchpatriotisierten Mob (den gibt's mittlerweile überall) und dem etwas komischen Gesundheitssystem absieht, so ist das Leben und Arbeiten dort recht angenehm...über die Freizeit braucht erst garnicht geredet zu werden...bei soviel Ozean und teils gigantischer Natur..
    Was mir an den Leuten sehr gefällt, ist, dass nicht jeder sich zu einem Sprachlehrer berufen fühlt und auch sonst das Gefühl des Fremdseins nicht vermittelt wird....wo sonst bekommt man Gelegenheit, innerhalb von Wochen bei Chinesen, Persern und Schweden eingeladen zu sein und sich über Gott und die Welt zu unterhalten..

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  5. Glo... 22.01.02 18:19

    wow factor - Du sprichst mir aus der Seele - haben genau das Gleiche während meiner Zeit drüben empfunden! Hast Dir natürlich auch sehr nette Städte (SD,Frisco, NYC & BOS) ausgesucht. Hast Du da nen favourite entwickelt? [Ich weiß, der Vergleich hinkt, aber ist ähnlich wie beim Benchmarking ;-)]

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  6. runaway 22.01.02 19:41

    wirklich nette Frage: ich würde gerne in Boston leben (am liebsten in einem Altbau), die anderen Städte aber stets aufsuchen...New York ist einfach nur cool, Frisco eine Welt für sich und in San Diego ist La Jolla Beach so ziemlich der beste Strand, wo man sich mit Wein+Toast+Sonne+Meer zusammen mit der Freundin ganztags am schönen (spanisch-romantischen) Leben berauschen kann.... für Surfer nur so ein Tipp: passt mit den Hai-warnungen auf...die sollten ernst genommen werden..

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  7. Ham... 22.01.02 19:20

    In Sevilla bist du Björn? Ich war jetzt 1 Jahr in Paris und dann ein halbes in Lissabon. Sehr nett, doch! Ich überlege gerade, nach meinem Examen für längere Zeit nach Spanien zu gehen.

    Wie gefällt's dir dort und welche Unis/Städte kannst du (für Jura) empfehlen?

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  8. Suesse 23.01.02 14:43

    Ein Bekannter von mir hat 1 Jahr in Cordoba Jura studiert und war sehr begeistert, v.a. von der Stadt (ist auch traumhaft!) Allerdings soll das Jurastudium in Spanien extrem verschult sein.

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  9. Anonym 23.01.02 17:32

    cordoba muss super sein...naechste woche (nach meinen klausuren) geht es mal dorthin!

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  10. Anonym 23.01.02 17:31

    das Studium in spanien ist sehr verschult. wie Jura ist weiss ich nicht. aber ich bin nicht in sevilla um mein Studium voranzutreiben (ist ja sowieso obligatorisch fuer mich!), sondern hier um die sprache zu lernen...kultur, essen, menschen...ein super Erfahrung....

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  11. Anonym 22.01.02 21:58

    Mich haben die 26 Wochen Praktikum in Mexiko bei VW Total verändert. Ich habe gelernt das Leben zu genießen so wie es ist und einfach mal alles ein bißchen lockerer zu nehmen. Außerdem bin ich jetzt totaler Mexiko-Fan und werde meinen MBA an der besten MBA School Lateinamerikas in Monterrey im Norden von Mexiko machen ! VIVA México...

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  12. Suesse 23.01.02 15:00

    Mit 1 Monat jobben in Irland kann ich hier nicht so ganz mithalten ;-) (war insgesamt 3 Monate dort) Kann mich euch nur anschließen! Ich fand es sehr faszinierend, mich auf die völlig andere Lebens- und Arbeitseinstellung einzulassen. Das eröffnet einen völlig anderen Blick auf die Alltagsgewohnheiten der Deutschen (wer bleibt schon an einer roten Ampel stehen, wenn weit und breit kein Auto zu sehen ist? *grins*) - und lehrt, gelassener zu sein. Besonders beeindruckend war es aber, den Nordirlandkonflikt aus der Perspektive der Betroffenen zu erleben - ich war in einer ziemlich grenznahen Stadt im Nordwesten der Republik, aber auch 1 Monat bei Freunden in Belfast... Eine etwas befremdliche Erfahrung war es dagegen, wegen meines irischen Akzents dann in London blöde angemacht oder in Läden nicht bedient zu werden (Nordirklandkonflikt...)

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  13. Anonym 23.01.02 17:41

    Also will auch mal verraten wo ich so alles war. Mit 16 bin ich ein Jahr in Northern Virginia vor den Toren D.C. zur High School gegangen, nach dem Abi war ich 3 Monate an der Ostkueste der USA und Kanada getuemmelt. War ne laengere Zeit bei meiner Gastschwester in NYC.
    USA war ne gute Erfahrung. Ich habe Deutschland richtig zu schaetzen gelernt und erfahren was Freundschaft bedeutet. Danach habe ich gelernt was Kamaradschaft heisst...;-)
    War ne Zeit waerend der Ausbildung in Luxemburg...zaehlt aber nicht als Ausland!
    3 Monate Hong Kong und jetzt ein halbes Jahr Sevilla.

    Ach ja ausserdem noch Frankfurt...fuer einen echten Koelner ist alles suedlich von Bonn Ausland!!!! (und Bergheim erst recht!)

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  14. Pin... 04.04.02 04:08

    Also, ich im Ausland geht nicht, aber ich bin in Deutsch´land schon 12 mal Umgezogen;)

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  15. bubbelbine 09.05.02 17:45

    Ich habe ein Jahr nach dem Abi auf Long Island, NY gejobbt und war im letzten Sommer dort, um in den Semesterferien ein Praktikum zu machen. Möchte diese Zeit nicht missen, had the time of my life. Vor allem kann einen in zuhause so schnell nichts mehr umhauen, wenn man sich im Ausland mal allein durch Behördenkram, Kulturprobleme und anderes durchbeissen mußte. Und man lernt tolle Menschen kennen, die man immer wieder besuchen kann ;)

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  16. bubbelbine 09.05.02 17:49

    ...in zuhause...? sorry, hab heute wohl 'n bissel viel sonne abgekriegt ;)

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  17. Hen... 07.11.02 15:32

    Kann ich nur BESTätigen, in USA war es interessant wie bürokratieverssesn die Amis am Telefon oder auf dem Papierweg sind, und wie einfach und informell an den SOPs vorbei es dann auf der persönlichen Ebene in einem face-to-face Treffen funktionieren kann.

    Frankreich: ähnlich bürokratisch, aber mit der richtigen Protektion (in unseren Fall Austauschbüro) geht dann doch einiges. In persönlichen Beziehungen finde ich die Franzosen angenehmer als die Amerikaner, würde aber in beiden Ländern länger leben wollen - solange es eine region mit genug Sonne ist!

    Belgien: sehr oft informell, und auf perönlichen Beziehungen aufabuend. Mich hat im flämischen beeindruckt wie effizient sie die Gemeindeverwaltung organisiert haben und wie kundenfreundlich Energie, Gas und Wasser-Betriebe sein können. Persönliche Beziehungen: einfach zu knüpfen und sehr freundschaftlich.

    Das war schon schwerer in den Niederlanden, da hat die Vergangenheit halt immer noch eine Rolle gespielt. Dafür war die (Uni-)Verwaltung ziemlich chaotisch, was man dann gegen sie ausspielen konnte.

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