Rolle der Universität im 21. Jahrhundert

Hen... 08.04.02 14:35

Hat die staatliche Universität eine Rolle in der Ausbildung von Technikern und Managern zu spielen? Und wenn ja welche?
Die Qualität der Ausbildung ist oft schlecht oder zumindest nicht auf die Anforderungen von Unternehmen ausgerichtet.
Geld ist knapp und sollte vielleicht besser auf Forschung und Ausbildung von Forschern konzentriert werden. Damit könnte man möglicherweise ein höheres Wirtschaftswachstum erreichen und gleichzeitig vielen "fehlgeleiteten" Studenten die für sie unpassende Uni ersparen.
Die Ausbildung für "die Wirtschaft" könnte in einem ausgebauten Dualen System stattfinden. Das wäre gesamtwirtschaftlich fairer, würde aber auch bedeuten, dass "die Wirtschaft" höhere direkte Kosten für die Ausbildung übernehmen müsste.

  1. cpo... 10.04.02 12:37

    Das Duale System ist grundsätzlich nicht schlecht, jedoch würde bei diesem System die Wissenschaft bzw. Forschung zu stark auf der Strecke bleiben. Daher finde ich den Sinn und Zweck der Universitäten/Fachhochschulen sicherlich weiter hingegeben auch wenn über die Art und Weise sicherlich nachgedacht werden muß.

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  2. Suesse 10.04.02 14:53

    Es stellt sich aber schon prinzipiell die Frage, ob die universitäre Ausbildung überhaupt auf Unternehmen ausgerichtet sein sollte. An sich ist Wissenschaft / Forschung etwas Unabhängiges und das sollte auch so bleiben - eine zu große Einflussnahme von Unternehmen auf Forschungs-/Lehrinhalte ist denke ich eher gefährlich, das alte humanistische Bildungsideal dagegen sehr wertvoll. Studieren, nur um hinterher für ein bestimmtes Unternehmen optimal verwertbar zu sein, kann es jedenfalls nicht sein! Zudem: es gibt nicht schlicht "die Wirtschaft", an der sich die Uni orientieren könnte, sondern tausende verschiedener Belange - welche sind dann so wichtig, dass sie berücksichtigt werden?

    Was auf jeden Fall fehlt, ist eine theoretische Rückbindung der jetzt schon abzuleistenden Praktika - momentan macht man die eben einfach so, wird aber nichtzu einer Reflexion darüber angehalten. Aber das würde ich nicht unter "Ausbildung für die Wirtschaft" subsumieren, sondern unter sinnvolle praktische Vertiefung der Lehrinhalte.

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  3. Hen... 10.04.02 16:44

    Gibt's hier ein Missverständnis? Ich wollte die Konzentration auf die Forschung an der Uni vorschlagen, damit dort "unbelasteter" gearbeitet weden kann. Denn momentan muss die Uni -insbesondere die staatliche - 2 Herren dienen: einerseits der Aus(!)bildung für die Wirtschaft und andererseits der Bildung für Forschung (und Gesellschaft als Ganzes). Die Anforderungen in beiden Bereichen schliessen sich aber - teilweise - gegenseitig aus. Forschung/Wissenschaft als langwieriges, pingeliges, selbstkritisches Suchen nach Ursachen und Methoden - Wirtschaftsausbildung mit dem Ziel abrufbaren Wissens, (selbst-)vermarktungsorientiertem Denken, Erkennen und Machen von Trends.
    Die Ausbildung koennte dann an Private - oder von mir aus auch staatliche, aber getrennt finanzierte - Institutionen ausgelagert werden. Auf das bestehende duale System muessten dann noch weitere levels - wie z.B. in der Bankwirtschaft mit diversen Bankberiebswirtschaftprogrammen aufgesetzt werden. Dazu kommt die Entstehung von wirtschaftsorientierten BA's, FH's.

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  4. Hen... 10.04.02 17:05

    Nachtrag: was wir mit den BA's und FH's sehen ist vielleicht die Folge der Erkenntnis, dass ein Uni-Studium für eine Wirtschaftskarriere nicht unbedingt zielführend ist oder zumindest ineffizient (längere Studiendauer, überfüllt). Haben das die Unternehmen im Gegensatz zu den Studenten noch nicht so ganz realisiert? - Gesucht werden oft genug Akademiker - egal og Uni oder FH - oder glauben Personaler das sie tatsächlich nur mit Unileuten glücklich werden? ... weil: die Anforderungen auf Sachbearbeiter / Gruppenleiterebene rechtfertigen ein Uni- oder FH-Studium definitiv nicht... und darüber ist es auch oft genug nicht wirklich nötig.

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  5. Hen... 10.04.02 17:13

    Nachtrag: was wir mit den BA's und FH's sehen ist vielleicht die Folge der Erkenntnis, dass ein Uni-Studium für eine Wirtschaftskarriere nicht unbedingt zielführend ist oder zumindest ineffizient (längere Studiendauer, überfüllt). Haben das die Unternehmen im Gegensatz zu den Studenten noch nicht so ganz realisiert? - Gesucht werden oft genug Akademiker - egal og Uni oder FH - oder glauben Personaler das sie tatsächlich nur mit Unileuten glücklich werden? ... weil: die Anforderungen auf Sachbearbeiter / Gruppenleiterebene rechtfertigen ein Uni- oder FH-Studium definitiv nicht... und darüber ist es auch oft genug nicht wirklich nötig.

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  6. Hen... 10.04.02 17:24

    Nachtrag: was wir mit den BA's und FH's sehen ist vielleicht die Folge der Erkenntnis, dass ein Uni-Studium für eine Wirtschaftskarriere nicht unbedingt zielführend ist oder zumindest ineffizient (längere Studiendauer, überfüllt). Haben das die Unternehmen im Gegensatz zu den Studenten noch nicht so ganz realisiert? - Gesucht werden oft genug Akademiker - egal og Uni oder FH - oder glauben Personaler das sie tatsächlich nur mit Unileuten glücklich werden? ... weil: die Anforderungen auf Sachbearbeiter / Gruppenleiterebene rechtfertigen ein Uni- oder FH-Studium definitiv nicht... und darüber ist es auch oft genug nicht wirklich nötig.

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  7. Hen... 10.04.02 17:34

    Nachtrag: was wir mit den BA's und FH's sehen ist vielleicht die Folge der Erkenntnis, dass ein Uni-Studium für eine Wirtschaftskarriere nicht unbedingt zielführend ist oder zumindest ineffizient (längere Studiendauer, überfüllt). Haben das die Unternehmen im Gegensatz zu den Studenten noch nicht so ganz realisiert? - Gesucht werden oft genug Akademiker - egal og Uni oder FH - oder glauben Personaler das sie tatsächlich nur mit Unileuten glücklich werden? ... weil: die Anforderungen auf Sachbearbeiter / Gruppenleiterebene rechtfertigen ein Uni- oder FH-Studium definitiv nicht... und darüber ist es auch oft genug nicht wirklich nötig.

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