Deutsche Postbank

squ... 04.07.01 18:18

Langweiliger Laden oder Highflyer mit Perspektive für Absolventen?

  1. oro... 04.07.01 21:22

    was heisst für dich "langweilig"? deine Frage kann man weder eindeutig mit ja noch eindeutig mit nein beantworten....

    wie dem auch sei, die Deutsche Postbank gehört zu einer der grössten deutschen Geschäftsbanken und hat z.b. wegen seines dichten filialennetzes gute möglichkeiten sich zu entwickeln. allerdings bin ich der meinung, dass eine "positive" geschäftsentwicklung aus profitgesichtspunkten von einer erfolgreichen umstrukturierung von beamtenladen zu moderner Geschäftsbank gelingt. ich bin jedoch nicht in der lage mir ein urteil darüber zu bilden. dennoch würde ich aus studentensicht sagen, dass die Postbank ein eher nicht so bevorzugter Arbeitgeber ist. dies liegt daran, dass vor allem für alle bankinteressierte meistens ein job im investment bank die "cream of the crop" ist. da kann die Deutsche Postbank leider nicht mit den angloamerikanischen investmentbanken mithalten. vielleicht kommt dies ja noch, wenn sie es schafft eine moderne, karriereorientierte, nach zielen gerichtete struktur sich zulegt......

    genug geschwafelt, nun ein bisschen feedback von anderer seite bitte

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  2. sclper 07.07.01 00:33

    im Hinblick auf die Beliebtheit der Postbank bei Studenten kann ich Dir nur beipflichten. Auch ich habe sie nicht ganz oben auf meiner Liste.
    Aber ich glaube, dass sich da in Sachen Investmentbanking was tut. Seit April sucht die Postbank eine(n) Eigenhändler(in) in Aktienderivaten oder seit neuestem eine(n) Spezialist(in) für Asset-Swaps. Dies sind sicherlich nicht die uninteressantesten Jobs in einer Bank. Ausserdem sollte man sich überlegen, ob man bei einer großen Bank die Nummer 227 auf dem Handelsfloor sein möchte oder vielleicht schon in jungen Jahren zu den Verantwortungsträgern in einer Bank "aus der zweiten Reihe" zählen will.

    Im Übrigen halte ich die Lebensqualität im Köln-Bonner-Raum (Hauptsitz der Postbank) für bedeutend höher als in Frankfurt, wo eigentlich alle Banken (bis auf die HVB) ihren Hauptsitz haben. Auch dieser Vorteil ist nicht von der Hand zu weisen.

    Trotzdem gibt es noch einen großen Nachholbedarf bei der Postbank um für junge banker interessant zu werden.
    Bis dahin planen die meisten wohl eher mit einer deutschen GroßBank.

    Auch ich tue das und hoffe auf eine baldige Fertigstellung der ICE-Hochgeschwindigkeitstrasse zwischen Frankfurt und Köln ;-)

    cheers

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  3. oro... 08.07.01 22:23

    also, für mich ist die entscheidung nicht zwischen bonn oder frankfurt zu treffen, sondern abhängig davon, was ein Arbeitgeber so international zu bieten hat. auch wenn man als deutscher in 70% der fälle in frankfurt anfangen darf, wäre für mich entscheidend, wann ich nach London, nyc oder tokyo dürfte. die internationale perspektive muss stimmen und dies vor allem im banking sektor. da hat die ehrwürdige Postbank trotz der möglichkeit schnell verantwortung zu erlangen, noch einen grossen nachholbedarf.

    a propos ice-schnelltrasse: du hast recht, bald ist diese fertig und dann kann man ins vermaledeite frankfurt wirklich in einer stunde fahren, nur zu was für einen preis?

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  4. Anonym 13.07.01 15:36

    Meiner Meinung nach zeigt Euer Gespräch genau die Stärken und Schwächen der Postbank auf. Auf der einen Seite, hat man Angst, vieles im Vergleich zu Großbanken zu verpassen (sei es die fehlende internationale Ausrichtung oder eher das enge Geschäftsfeld, daß sich vorallem auf das Retailbanking konzentriert), auf der anderen Seite denkt man aber auch das man in den jungen Abteilungen schnelle Aufstiegsmöglichkeiten hat.

    Ich denke, der Standort der Postbank spielt schon eine große Rolle, solange das Investmentbanking in Bonn angesiedelt ist, wird die Postbank niemals gute Handelsergebnisse erzielen, weil einfach die Besten in Frankfurt ihren Arbeitgeber suchen. Vorallem im IB wird man wahrscheinlich nur ca. 3 Jahre bei einem Arbeitgeber bleiben, und ob jemand Lust hat dann ständig umzuziehen, das ist die Frage.

    Damit die Postbank ein aktraktiver Arbeitgeber wird, muß Sie meiner Meinung nach noch viel an Ihren Strukturen ändern, denn der Wandel von der Beamtenbank zu einer hocheffizienten Privatbank hat erst 1995 begonnen, in 6 Jahren kann man einfach die Personalstruktur nicht völlig umkrempeln und deshalb wird dies noch eine geraume Zeit dauern

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  5. oro... 08.07.01 22:23

    also, für mich ist die entscheidung nicht zwischen bonn oder frankfurt zu treffen, sondern abhängig davon, was ein Arbeitgeber so international zu bieten hat. auch wenn man als deutscher in 70% der fälle in frankfurt anfangen darf, wäre für mich entscheidend, wann ich nach London, nyc oder tokyo dürfte. die internationale perspektive muss stimmen und dies vor allem im banking sektor. da hat die ehrwürdige Postbank trotz der möglichkeit schnell verantwortung zu erlangen, noch einen grossen nachholbedarf.

    a propos ice-schnelltrasse: du hast recht, bald ist diese fertig und dann kann man ins vermaledeite frankfurt wirklich in einer stunde fahren, nur zu was für einen preis?

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  6. Anonym 13.07.01 15:38

    Bald ist sicherlich auch ein Arbeitsplatz im Ausland bei der Postbank möglich, erstens hat sie schon eine Tochter in Luxemburg, zweitens hat sie gerade die BHW-Holding USA aufgekauft...

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  7. Anonym 14.08.01 08:50

    Hallo!
    So jetat wird sich mal ein echte Postbaenker in die Diskussion einmischen.
    Ich fange mal bei der Attraktivitaet der Jobs an. Die Postbank (auch die Toechter) bieten sehr interessante Jobs im Bereich IB oder Assetmanagement an. Der klare Vorteil der Postbank liegt in der Bereite der Taetigkeit. Waehrend man in Frankfurt im Assetmanagement einen Bereich oder Land abdeckt, muss man bei der Postbank ein recht breites Wissen in Aktien, Renten, Derivaten und Devisen mitbringen, bzw. als Junior kann man es aufbauen. Wenn man gut ist hat man die Moeglichkeit innerhalb von 2 Jahren PM zu werden. Im Financial Market der Postbank in Bonn gibt es vielfaelltige und sehr interessan Aufgaben. Und fuer Uniabsolventen ist es sehr interessant mit 5 Leuten die Liquiditaet der Postbank zu steuern oder im AssetSwap Team zu arbeiten. Man kann viel lernen und das sollte am Anfang vor dem Verdienst stehen. Als 290 Super-Hero-Haendler verdient man auch nicht die Welt! Ausserdem sollte man bei amerikanischen Banken bedenken, dass neben dem guten Geld auch das Risiko und der Druck hoeher ist.
    Kurz wollte ich noch auf das Argument von meinem Freund von Kleinwort Wasserstein eingehen. Viel Postbaenker, die an der HfB studieren kehren der Bank den Ruecken. Dies liegt primaer an 2 Gruenden. An der Personalabteilung, die es nicht schafft einen genuegenden Vorlauf zu geben und es nicht geschafft hat ein Image fuer uns aufzubauen. (ich gehoere zum ersten Jahrgang, im Financial Market kennt man dieses Modell aber in keinem anderen Bereich)
    ausserdem gibt es das Problem mit Bonn und Frankfurt. Es ist stressig jeden Dienstag nach der Vorlseung noch 2 Stunden nach Bonn zu fahren und Freitags wieder zurueck zu kommen.

    Ich wuerde sagen, dass es sehr gute Chancen bei der Postbank gibt und das diese Bank leider immernoch an ihrem Image scheitert.

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