Erfahrungsbericht

Katholieke Universiteit Brabant (Rechtswissenschaften)

Hochschule

Katholieke Universiteit Brabant

Titel des Studiengangs

Rechtswissenschaften

Standort

Tilburg

Zeitraum

September 1997 - Mai 1998

Fachrichtung

Jura, Rechtswissenschaften

Bewertung von

Chris...

Gesamtbewertung

5

Gesamtbewertung

5

Ausstattung der Universität

5

Career Services

2

Qualität der Studienberatung

5

Qualität der Professoren

5

Unterkunft

4

PRO:

  • die zentrale Lage, in den Copyshops kann man ganze Bücher abgeben und bekommt sie für den gleichen Preis bis zum nächsten Tag kopiert und gebunden.

CONTRA:

  • größere Biergläser einführen

Erfahrungsbericht Zusammenfassung

Gesamtfazit

Auf alle Fälle wieder. Vielleicht würde ich eher mit Holländern zusammenwohnen - aber dann hat man vielleicht nicht so gut Anschluss an die Erasmus-Leute....

Förderprogramm

Erasmus

Die Hochschule

Studienbedingungen und Ausstattung der Hochschule

Im Vergleich zu Heidelberg phänomenal: mehrere 100 PCs in der Bibliothek, auch am SO geöffnet, Bücher konnte man selbst an einem Automaten entleihen. Die juristische Fakultät war erst neu gegründet worden, so dass alle Räume nagelneu waren: alles in Seminargröße, mit breiten Sesseln in einem halbrunden Plenum: erste Sahne.

Services und Angebote

Karriere-Service

Nichts von alldem. Ich habe mich selbst um ein Praktikum bemüht und bin dann noch drei Monate länger in Rotterdam geblieben.

Kosten und Gebühren

Preise sind eigentlich mit unseren vergleichbar. Die Holländer sind ganz wild auf das Sammeln von puntjes. Auf fast allen Lebensmittelpackungen und beim Einkaufen bekommt man solche Punkte, die man sammeln kann, um dann irgendwann was geschenkt zu bekommen.
Kleine Anekdote: ich bin von einer alten Frau einmal im Supermarkt bis vor die Tür verfolgt worden, um mich zu fragen, ob sie meine Punkte zum Aufkleben bekommt, weil sie gesehen hatte, dass ich die wegschmeissen wollte.

Studienberatung

Betreuung war hervorragend. Dafür gibt es speziell eine Studentenorganisation, deren einzige Aufgabe darin besteht, sich um die Erasmus-Leute zu kümmern. Dazu gibt es ein Mentorsystem: man trifft sich einmal pro Woche mit seiner Mentorgruppe und jeder muss reihum mal für alle kochen. Sehr lustig und super, um Leute, Kulturen und Gerichte kennenzulernen. Hinterher gab es immer Riesenparty für alle Erasmus-Leute in einer Kneipe in der Stadt.
Anmeldung erfolgt an zwei Tagen alles in einem Durchgang. Sogar die Polizei kommt auf den Campus für die Aufenthaltsgenehmigung.

Das Studienangebot

Weitere Einblicke

Verkehrsmittel

Am besten mit dem Zug (wenn man nicht sowieso ein Auto hat).
In der Stadt braucht man selbstverständlich wie jeder Holländer ein Fahrrad. Denn es ist wirklich unglaublich, aber es gibt ein eigenes Radwegnetz mit eigenen Ampeln, kleinen Verkehrsschildern usw. Dort patroulliert die Polizei auch auf Mountainbikes. Auf gar keinen Fall Fahrrad selbst mitbringen. Erstens sehr stillos mit einem Trekking- oder Mountainbike rumzufahren und ausserdem viel zu gefährlich. Denn Fahrräder werden permanent geklaut. Also am besten vor Ort ein möglichst billiges, schwarzes (sind sie eh alle) und unauffälliges Fahrrad kaufen. Dazu ein Schloss, das mindestens genauso teuer sein sollte.

Das sollte man mitbringen

Bankkonto sollte man haben. Aber auf keinen Fall sagen, dass man nur ein Jahr hier ist. Denn davon sind die Banken nicht sehr begeistert. Es regnet relativ häufig, was sich auf die Kleiderwahl auswirken könnte.

Unterkunft

Ich habe mich für das Studentenwohnheim entschieden. Vorteil: direkt an der (Campus-) Uni und ausserdem zusammen mit allen Erasmus-Leuten, was natürlich viel Spass garantiert. Nachteil: man lernt kein Niederländisch. Ist zwar keine Weltsprache, aber wenn man dort schon ein Jahr wohnt, wäre es ganz nett gewesen auch die Sprache zu können. War zwar kein Problem, weil alle dort sehr gut Englisch sprechen, aber als Deutscher kann man die Sprache eigentlich recht schnell lernen und kommt dann auch besser mit Holländern in Kontakt. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Erasmusleute, die ganze Zeit unter sich und ziemlich abgeschottet leben. Also ran an die Holländer. (Auch wenn man sich als Deutscher - zumindest am Anfang - noch ziemlich viele Witze und Vergleiche über das Dritte Reich anhören muss.)
Noch ein Vorteil: Putzfrau für Küche und Klo ist im Studiheim inklusive.

Interessante Information

Jobs gibts viele, weil Zeitarbeitsfirmen dort weiter verbreitet sind als bei uns.

Websites

Die Stadt

Stadtbericht

Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung gibts jeden SA. Paris, Amsterdam, Brüssel, Rotterdem, Den Haag und London sind eigentlich alle nicht weit.
Kneipen gibts wirklich genug

Bewertung Stadt
 

Das Interview

Ablauf des Interviews

Ein Bewerbungsgespräch im eigentlichen Sinne gab es nicht. Ich habe mich mit den entsprechenden Unterlagen bei meiner Uni für den Erasmus-Austausch beworben. Die Entscheidung wird dann immer anhand der schriftlichen Unterlagen getroffen. Wichtig: rechtzeitig alles erledigen und sich informieren. Weil dieser ganze Entscheidungsprozess ziemlich undurchsichtig ist, auf alle Fälle zum Erasmus-Beauftragten in die Sprechstunde, Fragen stellen, sein Interesse bekunden.

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