Erfahrungsbericht

EY Consulting (Advisory Risk)

Unternehmen

EY Consulting

Job-Titel

Unternehmen/ Praktikum

Standort

Düsseldorf

Zeitraum

August 2009

Position

Praktikant

Bewertung von

Anonym

Gesamtbewertung

4

Lernerfahrung und persönliche Entwicklung

3

Sallary

4

Wie interessant waren die Aufgaben?

3

Kooperation untereinander

5

Karrieremöglichkeiten

3

Spaß

5

Unternehmenskultur

4

Environment

5

PRO:

  • Die technische Ausstattung und der Ablauf am ersten Tag waren gut. Man erhält sofort einen Laptop und hat bereits Email-Zugang und alle nötigen Programme. Sehr gut organisiert. Wenn man Glück hat, wird man in verschiedenen Projekten eingesetzt und lernt viel kennen, was ein weiterer Vorteil ist. Ganz wichtig ist sicherlich das Netzwerk, was man knüpft.

CONTRA:

  • Als hauptsächliches Verbesserungspotential sehe ich die Praktikantenbetreuung. Dadurch, dass diese meist durch Manager oder Senior Manager übernommen wird, kommt die persönliche Betreuung etwas zu kurz. Manager sind meist selbst sehr beschäftigt und hetzen von Meeting zu Meeting. Da bleibt oft keine Zeit für den Praktikanten, zumal meistens ein Manager für mehrere gleichzeitig verantwortlich ist. Wenn man dann mal ohne Arbeit ist oder eine Frage hat, fehlt der Ansprechpartner. Verbesserungsvorschlag: Betreuung durch einen Assistant oder Senior, da diese meistens mehr Zeit haben und konkretere Aufgaben geben können. Der Manager sollte eher die Rolle des Mentors übernehmen.

Gesamtfazit

Da ich ursprünglich in den Bereich Assurance wollte, dort aber nichts ausgeschrieben war, würde ich zu EY zurückkehren - in diesem Bereich. Die Advisory habe ich umfassend
kennengelernt.

Ein weiterer Bereich, den ich mir gern ansehen würde, wäre die Transaktionsberatung rund um Firmenbewertungen und M&A.

Beschreibung der Arbeit

Wahrscheinlich dadurch bedingt, dass ich mein Praktikum mitten in der Sommerzeit absolvierte und zudem weitere 3 Praktikanten im relativ kleinen Team beschäftigt werden mussten, sahen die Arbeitstage alles in allem recht entspannt aus. Gerüchten nach sollten 10-12h-Tage die Regel sein, bei mir waren sie jedoch die absolute Ausnahme. Meist gingen die Tage von 9 - 18 Uhr bei einer halben Std. Mittagspause. Die Aufgaben im Rahmen des 8-wöchigen Praktikums waren recht vielfältig. Aufgrund der relativ kurzen Dauer war es nicht möglich, ein Projekt eigenständig zu bearbeiten, sondern blieb es meist beim sogenannten "Zuarbeiten". Kleinere Hilfsjobs wie Internetrecherche, Korrekturlesen, Copy&Pasten etc. sind daher an der Tagesordnung. Dennoch habe ich die Grundabläufe in der Advisory kennengelernt und mir ein Bild davon machen können, wie der typische Ablauf eines prüfungsnahen Beratungsmandats aussieht. Teilnahmen
an Meetings mit dem Mandanten sowie an internen Status-Meetings und die anschließenden Anfertigung des Gesprächsprotokolls haben dazu ebenso beigetragen wie die Vorbereitung von Angeboten und die dazugehörige Unternehmensrecherche.

Konzeptionell arbeiten konnte ich leider eher wenig. Es blieb bei einer Aufgabe, in
der die Inhalte einer neuen Dienstleistung, welche von EY neu angeboten wird, weiterentwickelt werden sollten.

Der Großteil des Praktikums war geprägt von einem aktuellen Großprojekt, bei dem viele der Mitarbeiter eingespannt waren und das gerade in der Dokumentationsphase war. Von daher hatte ich viel zu tun mit dem Abgleichen der Dokumentationen nach vorgegebenen Standards und formale Anpassungen selbiger.

Durchschnittliche Arbeitszeit

40 - 45 h

Stunden pro Woche

Atmosphäre

Die Kooperation der Mitarbeiter und die Atmosphäre im Team waren sehr gut. Immer, wenn man Hilfe benötigte oder auf der Suche nach neuen Aufgaben war, wurde einem gerne geholfen.

Der Umgang untereinander war sehr locker, das "Du" gehörte teils sogar bis zur Partner-Ebene mit zur Unternehmenskultur und dies spiegelt auch die positive Atmosphäre wieder.

Trotzdem zählt natürlich auch bei EY am Ende die Leistung und die Erwartungen sind nicht gerade niedrig. Was aber gut ist, um sich selbst zu pushen.

Diese Persönlichkeit passt ins Unternehmen

Zukünftige Praktikanten sollten viel Eigeninitiative mitbringen, denn zu Beginn wird man eher ins kalte Wasser geworfen, anstatt seine Aufgaben auf dem Silberteller präsentiert zu bekommen. Man sollte auf Menschen zugehen können und bereit sein, viele Fragen zu stellen und selbst das Heft in die Hand zu nehmen.

Passive Charaktere, die geregelte und gewohnte Abläufe lieben, sind hier sicher falsch aufgehoben. Flexibilität und Initiative werden gefordert.

Empfehlung

Es gib ein Förderprogramm Xperience, für das man sich aber nicht bewerben kann, sondern für das man vom Partner des Bereichs vorgeschlagen wird. Ein Traineeship wird auch angeboten für Absolventen. Mehr Infos gibt es auf den Karriereseiten von EY. Für Düsseldorf ist die Ansprechpartnerin Frau Dr. Anne Karin Klein.

Branche

Wirtschaftsprüfung

Unternehmens-Bereich

Beratung

Die Stadt

Stadtbericht

Düsseldorf bietet in der Mittagspause zahlreiche Möglichkeiten, um etwas zu essen. Und das alles in der näheren Umgebung zum Graf-Adolf-Platz sowie zu humanen Preisen.

Wer abends noch gern ein Bierchen trinkt, ist auf der Ratinger Straße (ca. 10 Min. zu
Fuß) gut aufgehoben.

Bewertung Stadt
 

Das Interview

Beworben für

Praktikum

Erfolgreich?

Ja

Ablauf des Interviews

Das Gespräch war sehr angenehm. Zunächst war nur eine Dame aus der HR-Abteilung anwesend und hat einige Fragen zum Lebenslauf, zum Studium, zur eigenen Motivation gestellt. Natürlich gehören auch hier die klassischen Fragen "Warum EY?", "Was genau unterscheidet EY von den anderen Big4?" und "Was sind Ihre Stärken & Schwächen?" dazu. Im zweiten Teil des Gesprächs kam ein Senior Manager aus dem Fachbereich dazu und hat einige fachliche Fragen gestellt. Ich war eher überrascht, wie viel gefragt wurde ("Was ist eine GuV?", Was ist Funktionstrennung?"), denn von anderen Praktikanten hörte ich, dass sie nichts in diese Richtung gefragt wurden. Jedenfalls geht es bei all den Fragen nicht allein darum, sie alle richtig zu beantworten und mit geballtem Fachwissen zu prahlen. Es geht vielmehr darum, wie sich der Bewerber besonders in Hinblick auf Fragen verhält, auf die er keine Antwort weiß. Der Senior Manager sagte mir nachher, dass es nichts schlimmeres gibt, als solche Bewerber, die sich in diesen Situationen etwas aus den Fingern saugen, um einfach souverän zu wirken. Man sollte offen zugeben, was man nicht weiß und dann aber lösungsorientiert denken und Möglichkeiten aufzeigen, wie die Antwort lauten könnte.

Insgesamt ein angenehmes Gespräch.

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