Interview mit Siemens Management Consulting: Vertrauen und Verantwortung von Anfang an

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Arne Kleines

 

Arne Kleines studiert Wirtschaftsingenieurwesen an der RWTH Aachen und war Praktikant bei Siemens Management Consulting. 

Im Interview spricht er über den Bewerbungsprozess und seine Praktikumserfahrungen.   

Welchen Studienhintergrund bringen Sie mit?

Ich studiere Wirtschaftsingenieurwesen mit Fachrichtung Maschinenbau an der RWTH Aachen, wobei der Fokus eher im technischen Bereich liegt.

Wie sind Sie auf SMC aufmerksam geworden?

SMC bietet in Kooperation mit der RWTH den Siemens Venture Cup an, einen mehrwöchigen Case Workshop. 2013 habe ich daran teilgenommen und in einem realen Business Case selbstständig die Arbeitsweise von SMC erprobt. Hier ergaben sich auch erste Kontakte.

Wie haben Sie sich auf den Bewerbungsprozess vorbereitet?

Ich habe die Klassiker gewählt: aus dem Squeaker-Buch Antworten zu möglichen Fragen im Persönlichkeitsteil notiert und sowohl mit Freunden als auch in PrepLounge Cases geübt. Mein Tipp: Man sollte es nicht übertreiben. Eine gesunde Vertrautheit mit der Interviewsituation ist sinnvoll, mechanische Routine verstellt aber den Blick für wichtige Details.

Erzählen Sie von den Interviews. Gibt es etwas, was Sie anderen Interessierten mitgeben können?

Während meiner Interviews war die Atmosphäre immer sehr positiv. Natürlich war ich aufgeregt, sobald der Interviewer oder die Interviewerin durch die Tür kam. Doch schon nach den ersten Sätzen merkte ich: Vor mir sitzt eine bodenständige Person, die sich wirklich für mich interessiert. Besonders meine letzte Interviewerin hat sich sehr viel Zeit genommen, um all meine Fragen zu beantworten. Deshalb mein wichtigster Tipp: Man sollte das Interview nicht als Einbahnstraße betrachten. Es ist essenziell, herauszufinden, ob man gut zu SMC passt. Die entscheidende Frage ist doch: Kann ich mir vorstellen, nach einem Arbeitstag noch mit meinen Kollegen was trinken zu gehen?

In welchem Bereich war ihr Projekt angesiedelt?

Ich habe sogar zwei Projekte kennengelernt, im Bereich Digital Factory. Dabei ging es um komplett unterschiedliche Produkte, die in der Automatisierung der diversen Produktionsschritte Einsatz finden.  

Was waren ihre Aufgaben und Verantwortungsbereiche?

Meine Aufgaben waren sehr vielfältig. Sie umfassten alle möglichen Bereiche der Projektarbeit, von Datenanalysen über das Erstellen von Managementpräsentationen bis hin zur Vorbereitung und Durchführung von Workshops. 

Wie war die Konstellation ihres Projektteams, und wo haben Sie gearbeitet?

In beiden Projektteams kam der internationale Charakter der SMC zum Vorschein. Es waren Kolleginnen und Kollegen aus dem Pekinger Office an Bord, die teilweise in China und Deutschland gearbeitet haben. Ein Kollege war größtenteils in den USA tätig, andere flogen für Workshops nach England, Brasilien und Indonesien. Dabei gab es stets eine Konstante: die Nähe zu unseren Kunden. Wir saßen mit ihnen zusammen im Büro.   

Wie sieht ein typischer Arbeitstag eines Praktikanten bei SMC aus?

Einen typischen Arbeitstag gibt es nicht, zwischen morgens Laptop aufklappen und abends wieder zuklappen, ist man immer mit unterschiedlichen Situationen konfrontiert.

Was war das spannendste Erlebnis während ihres Praktikums?

Das spannendste Erlebnis war, die Präsentation von mehreren Wochen Projektarbeit „live“ vor dem Top-Management zu erleben. 

Was war die größte Herausforderung für Sie, und wie haben Sie sie gemeistert?

Im Rahmen einer Sales Channel Analyse waren verschiedene Kundeninterviews notwendig. Für ihre Vorbereitung und Durchführung trug ich die alleinige Verantwortung. Im Rückblick war diese Aufgabe meine größte Herausforderung, die mir zugegebenermaßen anfangs nicht leichtfiel. Der Schlüssel zum Erfolg war eine ehrliche Analyse meiner Performance nach jedem Interview – und die Ableitung von Verbesserungsmaßnahmen.

Was ist für Sie eines der Hauptmerkmale, das SMC ausmacht?

Das ist eindeutig der Office Friday. Für mich spiegelt er zwei wesentliche Elemente der SMC Philosophie wieder: die Vordenkerrolle und die Entwicklung der Mitarbeiter. Das Credo besagt: Freitags Kundenarbeit möglichst vermeiden. Stattdessen finden Trainings statt und die Mitarbeiter engagieren sich in einer Practice zu einem globalen Thema, wie z.B. die Zukunft der Digitalisierung.

Haben Sie sich ein Praktikum bei SMC so vorgestellt oder gab es Überraschungen?

Mich hat überrascht, dass mir von Anfang an großes Vertrauen entgegengebracht wurde – verbunden mit der entsprechenden Verantwortung. Ich wurde ab dem ersten Tag wie ein Festeinsteiger behandelt, der SMC vor dem Kunden repräsentiert – auch alleine.

Welches Fazit ziehen Sie – persönlich oder beruflich – nach ihrem Praktikum?

Die drei Monate mit SMC waren eine sehr intensive Erfahrung, aus der ich auf allen Ebenen ein positives Gesamtfazit ziehe. Beruflich habe ich SMC als hochprofessionellen und fördernden Arbeitgeber kennengelernt. Persönlich konnte ich eine breite Spanne an Kompetenzen innerhalb kurzer Zeit auf ein erstaunliches Level bringen.

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    Aly Zaazoua, Squeaker und angehender Praktikant bei Siemens Management Consulting
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