Einblicke

Risikomuster in der Automobilzulieferindustrie

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Asiatische Zulieferer und OEM haben die letzten Jahren Boden gutgemacht, während westliche Märkte vor allem durch Margendruck gezeichnet wurden. Deutsche Unternehmen mit ihrer Innovationskraft aber können Veränderungen für den eigenen Erfolg nutzen.

Oliver Wyman Wachstum chinesischer und koreanischer Automobil-Zulieferer

Die deutschen Automobilzulieferer haben sich sehr erfolgreich von der Krise 2009 erholt. Dennoch warten in den kommenden Jahren große Herausforderungen. Der globale Automobilmarkt dürfte zwar auf Wachstumskurs bleiben, ist aber auch im Umbruch. Durch die kontinuierliche Verschiebung hin zu neuen Märkten und Technologien, immer stärker werdende asiatische Player, zunehmende Konsolidierung und steigenden Kostendruck entstehen für die etablierten Supplier klare Risiken. Viele deutsche Zulieferer sind sehr gut positioniert, diese Entwicklungen als Chance zu nutzen, benötigen dafür aber ausreichende Finanzkraft. Angesichts der momentanen Verunsicherung in den Kapitalmärkten gilt es, mögliche Risiken gegenüber den Kapitalgebern proaktiv anzusprechen und eine überzeugende Strategie für die nächsten Jahre darzustellen. Dann können gerade innovative deutsche Zulieferer im internationalen Wettbewerb überaus erfolgreich sein. Das sind Ergebnisse der aktuellen Oliver Wyman-Studie „Risikomuster in der Automobilzulieferindustrie."

Überraschend schnell hat sich die globale Automobilindustrie von ihrem historischen Tief 2009 erholt. Weltweit wurden 2011 rund 76,8 Millionen Fahrzeuge produziert. Dies entspricht gegenüber den 70,4 Millionen des Vorkrisenjahrs 2007 einem Plus von knapp zehn Prozent. Der Weltmarkt indes hat sich verändert. So erfolgte eine klare Verschiebung hin zu China, Indien oder Indonesien und – damit einhergehend – hin zu einfacheren Fahrzeugzeugklassen. Insgesamt konnte Asien die Fahrzeugproduktion von 2007 bis 2011 um rund 31 Prozent auf 36,5 Millionen steigern. Im gleichen Zeitraum ist der Markt in Westeuropa und Nordamerika um 13 Prozent geschrumpft. Profitiert haben neben den deutschen Premiumherstellern vor allem chinesische und südkoreanische Autobauer. Sie legten auch während der Krise beim Umsatz zu. Zwischen 2007 und 2010 beliefen sich die jährlichen Wachstumsraten auf 23 beziehungsweise 17 Prozent. Im gleichen Zeitraum haben viele europäische Hersteller nach den massiven Umsatzverlusten im Jahr 2009 gerade erst das Niveau von 2007 wieder erreicht. OEMs aus USA und Japan liegen sogar noch rund neun Prozent darunter.

Vergleichbar ist die Entwicklung in der Zulieferindustrie. Chinesische und südkoreanische Wettbewerber sind inflationsbereinigt um 55 beziehungsweise 45 Prozent gegenüber 2007 gewachsen. Viele Zulieferer aus Europa, USA und Japan konnten im gleichen Zeitraum lediglich die Umsatzverluste aus 2009 ausgleichen oder liegen noch leicht unter dem Niveau von 2007. Zudem sind Zulieferer aus Asien im Schnitt mittlerweise deutlich profitabler. So realisierten beispielsweise chinesische Zulieferer 2010 im Schnitt eine EBIT-Marge von elf Prozent, während europäische Wettbewerber im Mittel nur sechs Prozent erzielen konnten. Doch die Erfolge der asiatischen Hersteller und Zulieferer sind nicht das einzige Problem der westlichen Supplier. Es droht eine Konjunkturabkühlung des Gesamtmarkts, und die Überkapazitäten bei den OEMs sind so hoch wie vor der Krise.

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