10 Tipps und Strategien für deine Gehaltsverhandlung

(4.53/5)   6 Votes

Jeder steht irgendwann vor der gleichen Herausforderung im Job, der Gehaltsverhandlung. In unseren 10 Tipps erfährst du, welche Strategie die richtige ist, um mehr Gehalt zu verlangen im Gespräch zu überzeugen.

Wer kennt das nicht? Es gibt Situationen im Job, die schiebt man immer wieder vor sich her und wenn es dann so weit ist, geht man mit einem Knoten im Bauch ins Büro und setzt sich mit feuchten Händen an den Platz. Warum eigentlich? Wir sagen zwar nicht, dass Gehaltsgespräche Spaß machen sollen, aber Panik, Sorgen oder Ängste gehören nun wirklich nicht an den Verhandlungstisch. Unsere Strategien verraten dir, worauf du achten solltest, um selbstsicher und erfolgreich durch das Gespräch zu gehen.

Facts & Fiction: 10 Tipps für deine Gehaltsverhandlung im Consulting

Du willst in eine Unternehmensberatung, die Consulting-Firma will dich. Die letzte Hürde: Die Gehaltsverhandlung im Consulting. In unseren Top 10 Tipps erfährst du, welche Strategie die richtige ist. 

Gehaltsverhandlung

1. Laissez-faire-Attitude versus Branchenwissen

Ohne jegliches Gespür und Wissen über den „Wert“ deiner Qualifikationen im entsprechenden Unternehmen und der Branche solltest du keine Gehaltsverhandlung antreten. Dabei gilt es, die Faktoren Unternehmensgröße, Unternehmensstandort, Ausbildung und Erfahrung im Blick zu behalten, um ein Gefühl für deinen Marktwert zu bekommen. Denn von der Großkanzlei über die Versicherungsbranche bis zur Wirtschaftsprüfung oder Unternehmensberatung gibt es Unterschiede. Zum Glück bist du dank der ausführlichen Erfahrungsberichte unserer Insider an der richtigen Quelle. Werde zum Gehaltsexperten für deine Position und überzeuge in deiner nächsten Gehaltsverhandlung!

Gehaltsangabe im Anschreiben deiner Bewerbung

Nicht nur im Gehaltsgespräch kommst du nicht drum herum, zu einem gewissen Zeitpunkt dein konkretes Wunschgehalt auf den Tisch zu legen. Immer öfter verlangen Unternehmen schon in der schriftlichen Bewerbung, dass Bewerber ihre Gehaltsvorstellungen angeben. An dieser Stelle bekommt der Personaler einen ersten Eindruck davon, ob du deinen Wert richtig einschätzen kannst, zu hoch pokerst (+/- 15-20% Abweichung von der internen Vorstellung gelten als zu viel) oder dich unter Wert verkaufst. Werden Gehaltsvorstellungen gefordert, solltest du das auf keinen Fall ignorieren. Informiere dich vor der Angabe in der schriftlichen Bewerbung über das branchenübliche Gehalt in deiner Position. Falls du als Young Professional aus einem anderen Beschäftigungsverhältnis kommst, kannst du auf dein altes Jahresgehalt bis zu 15% dazurechnen – schließlich möchtest du dich bei deiner Karriere auch beim Gehalt weiterentwickeln. Betrachte auch die mögliche Boni und geldwerte Vorteile als Teil deines Gehalts. Eventuell haben ehemalige Mitarbeiter das auch schon öffentlich (digital) geäußert? Unser Gehaltsvergleich hilft dir bestimmt weiter!

2. Ohne Übung keine Meister

Gehaltsgespräche laufen meist nach einem ähnlichen Muster ab. Wer während der Verhandlung keine stichhaltigen Argumente parat hat und sich und seine Qualifikationen weder präsentieren noch verkaufen kann, steht am Ende schlecht da. Zudem ist dein Gegenüber als Chef oder Personaler bestens vertraut mit solchen Verhandlungen und dir daher immer einen Schritt voraus. 1:0 für ihn! Um dieses Ungleichgewicht auszugleichen, solltest du dich gut vorbereiten. Frage dich im ersten Schritt, warum dir eine Gehaltserhöhung zusteht und welche gewinnbringenden Leistungen du für das Unternehmen vorweisen kannst (zum Beispiel in Form von guten Verkaufszahlen, Teilerfolgen in einem großen Projekt, mehr Verantwortung im Teams o.ä.). Vielleicht hast du im Verlauf der Zeit auch neue Kenntnisse erlangt, die der Firma zukünftig nutzen können? Schreibe dir die Ergebnisse auf und frage dich dabei auch, wie Kollegen dich in letzter Zeit wahrgenommen haben. In welchen Bereichen stecken deine Stärken? Wann hast du zuletzt Anerkennung und Lob erhalten?

Insider-Tipp: Der Joker

Falls du wertvolle Argumente für deine Selbstvermarktung aufgeschrieben und eingeübt hast, überlege dir auch, welche Gegenargumente dein Vorgesetzter im schlimmsten Fall erwidern könnten und bereite mögliche Antworten vor. Zu guter Letzt: Schaue dir deine Stichpunkte an: Welcher ragt als Hauptargument heraus? Dieses stärkste Argument solltest du dir als „Joker“ aufbewahren. 

3. Der richtige Zeitpunkt

Der wichtigste Kunde ist weggebrochen? Ein Projekt ist geplatzt, weil ein Auftraggeber unzufrieden war? Du bist gerade braungebrannt aus dem Urlaub zurück? Du willst die ausgelassene Stimmung auf der Firmenfeier nutzen und sprichst deinen Vorgesetzten zwischen Bier und Würstchen auf deine Gehaltserhöhung an? Bitte nicht! Egal wie gut du dich vorbereitet hast und wie berechtigt dir eine Gehaltserhöhung in deiner beruflichen Entwicklung erscheint – der Zeitpunkt nimmt dabei ebenfalls eine einflussreiche Rolle ein. Niemals solltest du eine Gehaltsverhandlung zwischen Tür und Angel führen. Ein offizieller Termin ist hier unumgänglich. Zudem ist es von Vorteil, wenn der Entscheider deine Leistung möglichst präsent hat. Was nicht der Fall ist, wenn du gerade erst aus dem Urlaub zurück bist.

Diskussion versus Machtkampf

4. Diskussion versus Machtkampf

Falsch! Kämpfen ist in Gehaltsgesprächen fehl am Platz. Das Stichwort lautet Verhandlung, nicht Streitgespräch oder verbaler Machtkampf zwischen dir und dem Vorgesetzten! Ziel des Gesprächs ist es also nicht, eine möglichst gute Summe rauszuschlagen, um dann als jubelnder Sieger durch die Tür zu gehen. Viel mehr möchtest du dich mit deinem Gegenüber einigen und langfristig dieselbe Sprache mit ihm sprechen. Eine authentische und sachliche Argumentation hilft dir dabei, dein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren sowie eine faire und harmonische Gesprächsatmosphäre aufrechtzuerhalten.

5. Authentizität ist der beste Begleiter

Natürlich sollst du für das Gehaltsgespräch wissen, was du und deine Arbeit wert sind. Arroganz und Selbstüberschätzung solltest du für die Gehaltsverhandlung aber ganz dringend vor der Tür lassen. Dick auftragen – sei es durch deinen Auftritt oder dein Äußeres – wirken auf den Personaler unnahbar und meist abschreckend. Sei selbstbewusst, aber authentisch!

  1. 1
  2. 2
  3. weiter »

Inhalt

  1. Einleitung: 10 Tipps und Strategien für deine Gehaltsverhandlung
  2. 6. Wer vergleicht, wird unglücklich

  • »Ehrliche, kontrollierte und anonyme Erfahrungsberichte auf squeaker.net sind eine wichtige und sinnvolle Hilfe im Bewerbungsprozess bzw. bei der Auswahl interessanter Arbeitgeber.«

    Was unsere Mitglieder über uns sagen
  • »squeaker.net’s eigener, authentischer Stil, hohe Qualität des Netzwerkes und die Infos sind das Beste.«

    Was unsere Mitglieder über uns sagen
  • »Man sollte sich ein genaues Bild von jeder Firma machen bevor man sich bewirbt. Deshalb habe ich mich auf www.squeaker.net angemeldet.«

    Was unsere Mitglieder über uns sagen
  • »squeaker.net hat mir bei meinem Bewerbungsprozess sehr geholfen, das Insider-Wissen zu den Interviews und Unternehmen ist Gold wert!«

    Aly Zaazoua, Squeaker und angehender Praktikant bei Siemens Management Consulting
  • »Unabhängige Bewertungen und Erfahrungsberichte wie auf squeaker.net sind unbezahlbar.«

    Was unsere Mitglieder über uns sagen