Die Bewerbung für das MBA-Studium an der IESE Business School

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Lenka Menden, ehemals im M&A bei Morgan Stanley in London, berichtet im Interview mit squeaker.net über ihre Motivation und Bewerbung für das MBA-Studium an der IESE Business School in Barcelona.

IESE Business School Barcelona Main Building
IESE Business School (Quelle: IESE)

Lenka, warum hast du dich für ein MBA-Studium entschieden?

Ich habe mir bereits relativ früh überlegt, einen zweiten Abschluss zu machen - entweder eine Doktorarbeit oder eben einen MBA. Nach meiner Diplomarbeit wusste ich, dass wissenschaftliches Arbeiten eher nicht zu mir passt. Zudem war ich drei Jahre lang bei Morgan Stanley angestellt und hätte für weitere drei Jahre den Titel Associate innegehabt, wäre nach weiteren drei Jahren vielleicht zum Vice-President aufgestiegen, um dann in weiteren drei Jahren Managing Director zu werden. Dazu bin ich aber nicht bereit. Ich möchte auch leben, eine Familie gründen. Die Frage war also, wie ich aus dieser Mühle herauskomme. Ein MBA-Studium ist für mich die optimale Möglichkeit. Ich konnte interessante Leute kennenlernen, neue Netzwerke knüpfen und mich auf neue Thematiken fokussieren.

Ein weiterer Punkt ist, dass ich aktuell berufstechnisch nichts verpasse. Zum Vergleich: Vor drei Jahren habe ich pro Jahr mit meinem Team 10 Transaktionen abgeschlossen, im letzten halben Jahr haben wir uns sehr bemüht, eine Transaktion zu bekommen. Es ist momentan auf dem Markt nicht so spannend - man kann nur sehr begrenzt dazulernen.

Bewerbung an der IESE Business School

Lenka - Studentin an der IESE

Lenka hat nach ihrem BWL-Studium in Prag und Köln drei Jahre als Analyst (Capital Markets und Mergers & Acquisitions) bei Morgan Stanley in London gearbeitet und hat sich 2009 für ihr MBA-Studium beworben. Seit Sommer 2009 studiert sie an der IESE in  Barcelona

Glaubst du, dass dir ein MBA hilft, die gerade beschriebenen 10 Jahre zu umgehen und schneller in der Unternehmenshierarchie aufzusteigen?

Das ist für mich nicht mehr ganz so relevant, da ich nicht in die großen Unternehmen zurück möchte. In diesen großen Unternehmen braucht man auch nicht zwingend den MBA. Und wenn man ihn brauchen sollte, wird man vom Unternehmen gefragt, ob man eine Doktorarbeit schreiben oder einen MBA machen möchte. Das sieht vor einem Kunden immer besser aus, wenn der Berater auch einen MBA vorweisen kann. Bei der Investment-Bank, für die ich gearbeitet habe, spielte das jedoch keine Rolle. Wenn du gut bist, benötigst du keinen zweiten Abschluss. 

Für karrierebewusste Frauen auch ein Thema: Schwangerschaft! Hast du die eingeplant?

Es ist geplant, aber der Plan verändert sich sehr oft. Wahrscheinlich möchte ich Kinder direkt nach dem MBA. Meiner Meinung nach wird unsere Generation wesentlich länger arbeiten, als dies heutzutage der Fall ist, so dass sich die Zeit der Schwangerschaft nicht negativ auf das investierte Geld für den MBA auswirken wird. Jeder möchte natürlich die Investition so schnell wie möglich wieder erwirtschaften, aber speziell Frauen müssen sich hier auf eine längere Zeit einstellen als Männer. 


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