Die Finanzierung des MBA-Studiums in St. Gallen

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Thema MBA-Finanzierung: Haben Sie das Studium selbst finanziert? Sie erwähnten ein Stipendium...

Richtig. Die Hochschule bot mir ein Stipendium an, das einen anständigen Teil der Kosten trug. Zudem habe ich die Möglichkeit, durch meine Selbstständigkeit alle weiteren Kosten selbst übernehmen zu können. Das war auch einer der Gründe, warum ich mich für ein Teilzeit-Studium entschieden habe. Die Belastung eines Teilzeit-Studiums ist natürlich hoch. In den ersten zehn Monaten musste man bis zu einer Woche pro Monat vor Ort sein. Ich persönlich habe zu Beginn meines MBA-Studiums meine eigene Firma gegründet, die es mir erlaubt mein Studium und meinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Viele meiner Kollegen erhalten durch ihre Arbeitgeber Unterstützung in Form von zusätzlichen Urlaubstagen und/oder Zuschüssen zu den Studiengebühren.

Wieviel kostet ihr MBA-Studium in St. Gallen?

Die Studiengebühr an der Hochschule St. Gallen beträgt 67.000 Schweizer Franken für das Part-Time MBA-Programm (~ 42.000 €). Unsere Seminare fanden abwechselnd in Berlin, München,  Barcelona  und St. Gallen statt. Nicht in den Gebühren enthalten waren die Kosten für Flüge, Übernachtungen und Hauptmahlzeiten. Für die ersten zehn Module muss man daher pro Monat noch einmal mit 400 bis 500 Euro rechnen. Danach verteilt es sich ein bisschen: Wir hatten z.B. drei Wochen lang Seminare in St. Gallen. Da ist es dann möglich, sich mit einem Kommilitonen eine Ferienwohnung zu teilen, um Kosten zu sparen. Abends genießt man das Leben als Student. Dann folgt wieder eine Phase längerer Abwesenheit - alles in allem würde ich sagen, man sollte für die Nebenkosten noch einmal mit ca. 8.000 Euro rechnen.

Wie kann ich mir einen typischen Tag an der Universität St. Gallen vorstellen?

Es geht morgens um 8.30 Uhr los und dauert offiziell bis ungefähr 18.30 Uhr, wobei es häufig vorkommt, dass man die Zeit bis 20 oder 21 Uhr noch nutzt, um gemeinsam an einer Präsentation zu arbeiten. Danach gehen nicht alle, aber viele zusammen und in immer wechselnden Gruppen aus. Tagsüber hat man eine entspannte, sehr sachliche Wettbewerbsatmosphäre, da jeder mal mit jedem zusammenarbeitet. Natürlich möchte jeder der Beste sein, aber man stellt die eigene Persönlichkeit nicht so sehr in den Vordergrund wie die Sache. Abends kann man zusammen ausgehen und sich auf eine andere Art austauschen. Wenn Sie mich fragen würden, was positiv und negativ an dem Studium ist, dann würde ich unter Positivem zwei Antworten geben. Erstens sind auf jeden Fall meine Kommilitonen großartig. Ich freue mich außerordentlich, so viele spannende Persönlichkeiten kennengelernt zu haben. Die Stimmung ist immer hervorragend und die Menschen einfach toll. Zweitens bin ich von den Inhalten begeistert. Sie sind sehr umfassend, die Professoren haben ohne Ausnahme Wirtschaftserfahrung, stehen für hohe Qualität und sind zudem gute Dozenten. Außerdem muss ich unsere Gastredner erwähnen, anfangend vom Vorsitzenden der Börsenaufsicht der Schweiz über verschiedene Direktoren der Credit Suisse bis zum Marketingchef von Mini. Ich kann der Uni St. Gallen auf jeden Fall eine hohe Qualität des Unterrichts und der Dozenten attestieren. Negativ ist mir nichts Besonderes in Erinnerung geblieben. Man kann natürlich immer etwas besser machen, aber jede Art des Jammerns würde hier auf sehr hohem Niveau stattfinden. Das MBA-Programm ist noch sehr jung. Das Part-Time-MBA-Programm gibt es seit 2008 und gerade im letzten Jahr wurde noch einmal mehr investiert, beispielsweise in Personal. Als Fazit kann ich nur sagen: Der MBA der HSG bietet eine hochwertige Ausbildung von einer renommierten Schule. Ich bin sehr glücklich, die Universität St. Gallen ausgewählt zu haben.


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