Internationalität, Networking & Insider-Tipps

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Aus welchen Nationalitäten setzt sich Ihre MBA-Klasse oder Ihr Jahrgang zusammen?

Der Unterricht und auch die Privatgespräche laufen auf Englisch ab. Wir haben natürlich Deutsche und Schweizer, aber auch Lateinamerikaner aus Brasilien und Paraguay sowie Leute aus Hong Kong und Korea sind vertreten. Wir haben einen Quotenengländer, der alles dafür tut, um das englische Ideal eines Gentleman in unserem Kurs zu kultivieren, einen Südafrikaner, Kroaten, Italiener, Spanier. Das Schönste in meiner Klasse war, dass kaum jemand versucht hat, sich in den Vordergrund zu spielen. Jeder war von Anfang an sehr authentisch, jeder ging davon aus, dass alle anderen aus bestimmten Gründen einen MBA absolvieren und dementsprechendes Know-How in den Kurs miteinfließen lassen. Das hat zu einer ganz tollen Arbeitsatmosphäre geführt. Es ging darum, gemeinsam eine Gruppenarbeit fertigzustellen und im Team am Erfolg teilzuhaben.

Würden Sie das Studium noch einmal machen?

Absolut!

Wie wird Ihnen das in St. Gallen geknüpfte Netzwerk weiterhelfen?

Ich finde das Wort Netzwerk etwas schwierig, da man die Beziehungen zwischen Menschen beschreiben möchte und das Wort Netzwerk technisch bzw. instrumental klingt. In erster Linie freue ich mich, die Menschen kennengelernt zu haben, weil jeder mit seiner Art die gesamte Gruppe bereichert hat. Ich schätze zunächst die Menschen für das, was sie sind. Ich gehe natürlich auch davon aus, dass sich in der Zukunft bei Fragen geschäftlicher Art ausgetauscht werden kann.

Sie haben ein zusätzliches Programm an der ESADE Business School absolviert. Was können Sie dazu sagen?

Das "Programme for Leadership Development" (PLD) wird von der ESADE und der HSG zusammen durchgeführt. Man bekommt ein Diplom, was im Endeffekt einer benoteten Teilnahmebescheinigung gleichkommt. Das Interessante jedoch ist, dass dieses Programm gleichzeitig von Senior Managern buchbar ist, die in unseren Kurs mitaufgenommen werden für diese Zeit und ihn dementsprechend bereichern. Wir, die wir ein Part-Time-MBA-Programm absolvieren, sind immer noch recht jung (30 bis 35). Wir hatten im PLD z.B. den Japan-Chef einer großen Versicherung und den General Counsel eines bekannten Energieunternehmens. Diese Leute  konnten natürlich sehr interessante Aspekte mit in die Diskussion einbringen. Es war ein Arbeiten über Altersgrenzen hinweg, das sehr fruchtbar war.

Können Sie Empfehlungen oder Tipps für die Squeaker aussprechen?

Zum MBA-Programm kann man sagen, dass hier die Marke zählt. Es ist häufig am wichtigsten, wo der MBA-Degree erlangt worden ist. Die formalen Mindestvoraussetzungen für eine positive Bewerbung in St. Gallen sind ein GMAT-Score von 650, ein TOEFL-Ergebnis von 110 und drei Jahre Berufserfahrung. Meiner Einschätzung nach legen die Bewerter besonderen Wert auf Internationalität und das Leadership-Potential. Außerdem ist mein Eindruck, dass sie versuchen, die Gruppe aufeinander abzustimmen.

Wie kamen Sie darauf, Japanologie zu studieren?

Ich habe mich dazu entschlossen einen kommunikationswissenschaftlichen Studiengang zu wählen. Daher war Allgemeine Rhetorik in Tübingen meine erste Wahl. Zudem hat mich das Studium der Psychologie sehr gereizt. Da man diese Fächerkombination nur in der Form eines Magisterstudiums mit zwei Nebenfächern studieren konnte, fehlte mir noch ein zweites Nebenfach. Hier entschied ich mich dann für die Japanologie, da mir das Arbeiten und die Beschäftigung mit Sprachen schon immer sehr viel Spaß gemacht hat. Meine Wahl fiel auf das Japanische, weil es mir als die Sprache erschien, die am weitesten weg ist vom mir bereits bekannten romanischen und angelsächsischen Sprachraum.


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