Networking im Praktikum

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Professional Networking und ein souveränes Auftreten als Praktikant steigern deine Karrierechancen bei Top-Unternehmen. Mit folgenden Hinweisen sicherst du dir ein hervorragendes Praktikumszeugnis und profitierst von den Kontakten aus dem Praktikum.

Networking, Karrierenetzwerk
Networking

Damit sich deine Erfahrungen im Praktikum nicht auf das berüchtigte Kaffeekochen beschränken, solltest du schon im Vorstellungsgespräch klären, welche Aufgaben und Inhalte Teil des Praktikums sein werden. Nutz von Anfang an die Chance, mit Kunden, Kollegen und Vorgesetzten in Kontakt zu treten. Sprich z. B. an, dass du gerne mit Kunden in direkten Kontakt treten willst. Dies ist besonders in großen Unternehmen keine Selbstverständlichkeit. Meist werden Werksstudenten und Praktikanten eher für Projektarbeit eingesetzt als für das Tagesgeschäft. Achte darauf, dass es sich in deinen Praktika um aussagekräftige Projekte handelt, die für deinen späteren Job und dein persönliches Netzwerk relevant sind.

Aufgaben und Auftreten im Praktikum

Jedes Unternehmen möchte als attraktiver Arbeitgeber in Erinnerung bleiben. Durch Erfahrungsberichte anderer Studenten und Absolventen, kannst du dich vorher über das angestrebte Praktikum bei deinem Wunschunternehmen schlau machen und bei ehemaligen Praktikanten direkt nachhaken. Erfrage auf diesem Weg etwa die Kontaktdaten eines Ansprechpartners für Praktika. Dieses Wissen kannst du auch für dein Anschreiben und als Grundlage für konkrete Fragen im Bewerbungsgespräch nutzen. Zeig ruhig, dass du intensive Recherche nach einem Praktikum betrieben hast  – das kommt bei Personalern gut an. Den meisten Unternehmen liegt ohnehin immer mehr daran, ihre Praktikanten nicht auszubeuten, sondern sie durch spezielle Förderprogramme und Weiterbildungsangebote zu unterstützen. Dies erleichtert zudem den Recruiting-Prozess. Gestaltet sich die Zusammenarbeit während des Praktikums erfolgreich und zeigst du Talent und Engagement, kriegst du vielleicht ein Angebot für eine spätere Festanstellung. 

Entscheidend ist, dass du Interesse und Engagement signalisierst. Stell Fragen und bring eigene Vorschläge ein. Eine schnelle Auffassungsgabe und die Bereitschaft, dir neue Kenntnisse und Fertigkeiten anzueignen, solltest du ebenfalls mitbringen. So lange du motiviert und glaubwürdig auftrittst, kannst du auch Fehler eingestehen, ohne dass sie dir als Schwäche ausgelegt werden. Gib lieber zu, dass du noch nicht weißt, wie etwas gemacht wird oder Hilfe brauchst, bevor du die Teamarbeit durch langes Herumprobieren auf eigene Faust behinderst.

Praktikumszeugnis

Wenn du die Chance hast, dein Praktikumszeugnis selbst zu schreiben, nutze sie, um dich bei deinem zukünftigen Arbeitgeber optimal zu vermarkten. Beachte dabei unsere Hinweise zum Verfassen von Arbeitszeugnissen. Wichtig ist vor allem eine umfassende Auflistung deiner Tätigkeiten und Verantwortungsbereiche. Notiere dir diese schon während deines Praktikums alle genau, damit du nichts vergisst und später mühsam zusammentragen musst. Wenn du das Zeugnis nicht selbst schreibst, gib deine Liste an den Beurteilenden weiter, der dir für diese Arbeitserleichterung dankbar sein wird.

Praktikanten-Programme & Alumni-Netzwerke

Um auch nach der Zeugnisübergabe von der Praktikumsstelle zu profitieren, musst du durch Networking die geknüpften Kontakte zu Kollegen und Vorgesetzten pflegen. Konkrete Anlässe wie bestandene Prüfungen, Auslandssemester, gewonnene Wettbewerbe dienen dir dabei als Aufhänger. Vielleicht kannst du mit deiner Diplomarbeit oder Master-Thesis an die Projekte im Praktikum anschließen. Manche Arbeitgeber unterhalten zu diesem Zweck ein Alumni-Netzwerk für ehemalige Mitarbeiter und Praktikanten. Informier dich noch während deines Praktikums bei deinem Ansprechpartner oder Kollegen über Möglichkeiten, als Praktikant und Alumni Kontakte zu knüpfen und aufrecht zu erhalten. Manchmal musst du dich für das Netzwerk des jeweiligen Unternehmens registrieren oder bewerben, um erfolgreiches Online-Networking zu betreiben.

Ohnehin nutzen viele Unternehmen ihren Praktikanten-Pool bereits, um daraus Nachwuchs zu rekrutieren und Talente langfristig an sich zu binden. Professionalisiert haben das einige größere Unternehmen, welche ihre besten Praktikanten durch hauseigene Förderprogramme unterstützen, wie das Talentbindungsprogramm von Strategy& (formerly Booz & Company), das Career Track Programm von Henkel oder highQ von KPMG. Die Vorteile der "Elite-Praktikanten" erinnern an die von Stipendiaten: Seminare und Workshops zur Weiterbildung, Förderung von Auslandspraktika und Studienarbeiten, Unterstützung bei Abschlussarbeiten, Mentoring und Hilfe bei Fach- und Karrierefragen, Empfehlung des Vorstandes im Falle einer Bewerbung, usw.

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