Der SQUEAKER Ratgeber

Motivation

Motivation macht Karriere im Consulting

Was ist Motivation? Wie kannst du Demotivation verhindern und dich motivieren? Motivation ist ein wichtiger Karrierefaktor. Führe dich zur Selbstverantwortung.

Motivation ist in gewisser Weise eine Abstraktion: Sie lässt sich nicht als eine fest umrissene und naturalistisch gegebene Erlebens- oder Verhaltenseinheit definieren. Motivation bezeichnet die aktivierende Ausrichtung des Lebens auf ein positiv bewertetes Ziel. 
Selbstverantwortung und Selbstverpflichtung sind wichtige Grundlagen für deine Motivation. Dies richtet sich nicht an dich als Führungskraft, sondern an dich als Individuum, unabhängig von deinem hierarchischen Rang. Bezieh diesen Artikel daher auf dich selbst, um ihn mit Gewinn zu lesen, und nutze ihn als selbstkritischen Impuls für deine Eigenverantwortung und Motivation.

Es ist unmöglich, Verantwortung zu delegieren.

Wenn von Selbstverantwortung im Unternehmen gesprochen wird, ist damit oft „Verantwortung delegieren“ gemeint. Zur Eigeninitiative kann aber nicht „ermächtigt“ werden. Eigeninitiative ermächtigt sich selbst. Sie fragt nicht nach Erlaubnis. Falls sie Erlaubnis braucht, ist sie keine mehr. Verantwortung zu delegieren ist genauso wenig möglich, wie Menschen dauerhaft dazu zu motivieren, etwas zu tun, was sie aus sich heraus eigentlich nicht tun wollen. Werden Aufgaben formal nach unten delegiert, wird damit unausgesprochen die Abhängigkeit gestärkt. Die unterschwellige Botschaft lautet: „Ich bestimme, wann du selbstverantwortlich sein darfst.“

Selbstverantwortung ist eine Einstellung. Sie ist nicht übertragbar.

Häufig heißt es, dass zusammen mit der Aufgabe auch die Verantwortung übertragen werden müsse. Damit ist häufig ein Sammelsurium aus freier Wahl des Mitteleinsatzes und der Umsetzung gemeint. Es ist jedoch nicht möglich, dir Verantwortung zu geben. Du hast sie automatisch, wenn du zu der Aufgabe „Ja“ gesagt hast. Erfüllst du die Aufgabe nicht zufriedenstellend, kannst du zur Verantwortung gezogen werden. Aber dir kann niemand Verantwortung geben, wenn du sie nicht nehmen willst. Wenn du nicht eigenaktiv Verantwortung übernehmen möchtest, tauchst du unter ihr weg. Aufgaben können delegiert werden, Verantwortung nicht. Verantwortung kannst du nur nehmen – wenn du willst, weil du es gewählt hast, wenn du deiner inneren Einstellung nach selbstverantwortlich bist, wie auch immer die juristische Ahndung aussehen mag. In diesem Sinne ist Verantwortung immer Selbstverantwortung. Sie ist deine Aktion. Sie ist eine Ermächtigung aus dir selbst heraus.

Bleib in der Verantwortung!

Führe dich zur Selbstverantwortung. Lass dir die Verantwortung möglichst nicht wegnehmen; zum Beispiel dann, wenn Fehler drohen oder du die Aufgabe auf eine Weise ausgeführt hast, die nicht den Erwartungen entspricht. Wenn es eng wird, neigen Führungskräfte traditionell dazu, unter Rückgriff auf die machtlogisch „höhere“ Verantwortung des Vorgesetzten, dich aus der Verantwortung herauszunehmen. Sie machen die Spielräume eng. Die ganze Angelegenheit wird letztlich zur „Chefsache“ erklärt. Der Chef sei ja schließlich in der Verantwortung, auch und gerade wenn Schwierigkeiten drohen. Genau in einer solchen Situation wird über das Thema „Selbstverantwortung“ im Unternehmen entschieden! Lass die Verantwortung dort, wo sie hingehört: bei dir, wenn du die Aufgabe gemacht hast. Eine große Herausforderung für manche.

Tu alles, was du selbst tun kannst.

Lass deine Probleme nicht von deinem Vorgesetzten lösen. Dies ist wichtig, wenn es dir darum geht, deine Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Bleib verantwortlich. Wenn du bei jeder Schwierigkeit Verantwortung abgibst, darfst du dich nicht wundern, wenn dein Vorgesetzter dich für unfähig und unverantwortlich hält. Viele Führungskräfte wollen das zwar so, aber aus deiner Sicht ist das nicht in Ordnung!

Lebe nicht unter deiner Verantwortung.

Es ist wichtig, deine Konflikte selbstverantwortlich zu lösen. Verwickele deinen Vorgesetzten nicht in einen deiner Streits! Lass die Verantwortung da, wo sie hingehört: bei dir und dem anderen Streitenden. Eine Ausnahme ist nur, wenn im äußersten Notfall der Streit nicht beigelegt werden kann. Vorgesetzte haben nicht das Recht, deine Verantwortung auf sich zu nehmen, noch dürfen sie die Folgen deines Handelns übernehmen. Das alles ist deine Sache. Lass dich möglichst nicht der Gelegenheit berauben, Konfliktkompetenz zu erwerben, nur weil dein Vorgesetzter sich in der Rolle des Retters, des Richters oder des Schlichters gefällt. Viele weitere Tipps findest du in dem Buch „Das Prinzip Selbstverantwortung: Wege zur Motivation“ von Reinhard K. Sprenger und auf seiner Website

 

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