Pace University in the City of New York and Westchester County (Finance)

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Erfahrungsbericht Zusammenfassung

Gesamtfazit

Auf jeden Fall! Allerdings würde ich sicher nicht ins St. George ziehen.

Pro

Kurse, Lektoren, Möglichkeiten, Einkaufsmöglichkeiten (vor allem Kleidung)

Contra

Kosten, Unterkunft

Gesamtbewertung
 

Allgemeine Informationen

Hochschule Pace University in the City of New York and Westchester County
Stadt New York
Studienbeginn September 2003
Studienende Dezember 2003
Titel des Studiengangs Finance
Fachrichtung Wirtschaftswissenschaften - BWL
Studiensprache Englisch

Die Hochschule

Studienbedingungen und Ausstattung der Hochschule

Wie es auf einer US Uni zu erwarten ist war die Ausstattung sehr gut. Es hat hunderte PCs mit Internetanschluss gegeben. Außerdem in den meisten Lehrsälen auch Internetanschlüsse oder zumindest WLAN.
Außerdem hat die Pace University eine riesige Bibliothek.

Es gibt jede Woche mehrere Events, insbesondere da es viele verschiedene Interessensgruppen gibt.

Ausstattung der Universität
 

Services und Angebote

Karriere-Service

Es gibt ein Career Office, ich habe mich aber nicht sonderlich darum gekümmert, da ich ja nur für ein Semester in NY war.
Ansonsten gab es eine große Recruiting Veranstaltung, aber da die Pace keine Ivy League Uni ist waren die Firmen, die mich interessiert hätten nicht vertreten.

Kosten und Gebühren

Das Leben in NY ist sehr teuer. Und das, obwohl der Euro während meines Aufenthaltes ziemlich stark war.
Lebensmittel und alltägliche Sachen sind am schlimmsten. Billig ist eigentlich nur Cola und Doughnuts. Essen selber kochen ist sinnlos, es ist meist billiger in Restaurants essen zu gehen.
Wie wahrscheinlich jeder hatten wir auch mit Fast Food begonnen, aber es schon nach kurzer Zeit sein lassen. Es geht einem sehr schnell auf die Nerven. Chinesische Restaurants sind meist ziemlich günstig. Oft auch thailändische. Andere sind zirka auf europäischem Preisniveau.
Billig hingegen sind Kleidung (zumindest die US Marken) und Elektrosachen (zB Notebooks, Computerspiele, usw.).

Das Fortgehen in NY ist auch ziemlich teuer. Eintritte liegen meist zwischen $15-25. Unsere Benchmark bei den Getränkepreisen war immer das Heineken. In Bars/Pubs zahlt man $4-5, in Clubs $7-8.

Studienberatung

Es gibt ein International Office, die in der ersten Woche eine Einführungsveranstaltung hatte. Wenn man irgendwelche Probleme hat, kann man immer zu ihnen hingehen und es wird einem schnell weitergeholfen.
Ansonsten hatten wir noch Kontakt zu einem Dean for International Students, diese Dame regelte für uns, dass wir auch Graduate Kurse machen dürfen. Bzw. in der zweiten Woche, dass wir einen Kurs wechseln dürfen.

Qualität der Studienberatung
 
Qualität der Professoren
 

Das Studienangebot

Options, Futures & Swaps
 
Einer unserer zwei Undergraduate Kurse. Nichtsdestotrotz unser anspruchsvollster Kurs und bester Kurs. Vor allem dank unseres Lektors. Wirklich ein super Typ. Unterricht diesen Kurs auch als Graduate Kurs - er hat uns versichert, dass er dort das gleiche unterrichtet wie bei uns. Außerdem lehrt er auch an der Stern (NYU).
Am besten war, dass er sich auf Institutional Applications und nicht auf Retail Applications konzentriert hat.
Student Managed Investment Portfolio
 
Undergraduate. Wir waren 14 Studenten in diesem Kurs und durften $200.000 verwalten. Echtes Geld!
Kleingruppen oder einzelne Studenten mussten Investmentideen entwickeln und diese präsentieren (inkl. Bewertungen). Leider konnten wir nur in Aktien investieren, aber das sind auch die normalen Restriktionen von Fondsmanagern.
Das tolle an diesem Kurs war die Realitätsnähe. Man fühlte sich tatsächlich mit dem Portfolio verbunden und man freute sich über Gewinne und Verluste schmerzten tatsächlich (auch wenn es nicht unser eigenes Geld war).
Mergers, Acquisitions & Restructurings
 
Graduate. Dies war der Kurs, den ich unbedingt in NY machen wollte. Leider wurde ich durch ihn enttäuscht.
Unser Lektor hatte zwar unheimlich viel Erfahrung und auch seine Lehrmethoden waren ok, aber sein Fokus hat nicht wirklich meinem Geschmack entsprochen. Seine Betrachtungsweise war, dass wir bei Industrieunternehmen oder ähnlichem unterkommen werden und dann das Unternehmen irgendwelche kleineren Deals macht. Oder, dass wir uns selbständig machen und wiederum nur kleine Deals machen.
Für mich hingegen ist M&A aber das, was sich zur Jahrtausendwende abgespielt hat - Milliardendeals, die in jeder Zeitung stehen. Und vor allem betrachte ich M&A von Investmentbanker-Seite.
Daher dachte ich auch, dass wir uns hauptsächlich mit speziellen Bewertungsfragen auseinandersetzen werden und nicht mit Sachen, wie Nachfolgeregelung oder wen ich im Fall eines Kauf-/Verkaufsbegehren ansprechen kann.
Gefallen haben mir allerdings die drei Seminararbeiten (Financing, Tax, Valuation).
Advanced Topics in Financial Management
 
Graduate. Dies war unser leichtester Kurs, da wir feststellen mussten, dass wir fast alles, was hier gelehrt wurde bereits in Wien gelernt hatten. Der Lektor war sehr geht, obwohl er manchmal etwas verwirrend erklärt hat. In diesem Kurs ging es eigentlich nur um Unternehmensbewertung, aber eben nur in groben Zügen und nicht im Detail. Da ich hier nicht wirklich etwas Neues gelernt habe, nur ein eher gut.
Financial Analysis & Policy
 
Graduate. Ist der höchste Finance Kurs, den man auf der Lubin School of Business belegen kann. Hier kommt alles zusammen was man bis dahin in den Finance Kursen gelernt hat. In diesem Kurs muss man die Theorie, die man bis dahin gelernt hat anwenden. Er besteht daher hauptsächlich aus Case Studies zu verschiedenen Themengebieten(Financial Analysis, Financing, IPO, Investing, Valuation). Außerdem gab es praktischen Input zu Negotiation, Leadership, M&A, Derivatives und Leasing. Der Lektor war auch hier ausgezeichnet.

Weitere Einblicke

Verkehrsmittel

In NY ist man selbstverständlich am besten mit der U-Bahn unterwegs. Man kommt damit praktisch überall hin - natürlich auch zu der Uni, die direkt am Manhattaner Ende der Brooklyn Bridge liegt (ca. 5 min von der Wall Street bzw. vom Ground Zero).
Auch in der Nacht fährt man am besten mit der U-Bahn. NY Reiseführer warnen zwar alle davor, sich nachts in eine U-Bahn zu setzen, allerdings sagen alle New Yorker, man soll sich keine Sorgen machen und das Taxi-Geld sparen.

Das sollte man mitbringen

Ein Visum braucht man auf jeden Fall. Man sollte sich um den Uni-Platz so bald wie möglich kümmern, da sie die Papiere sowieso zunächst 3-4 Monate liegen lassen und dann erst das Antragsformular für das Visum schicken.

Im Staat NY ist es Gesetz (!), dass man eine Uni nur besuchen darf, wenn man eine MMR Impfung hat. Also wer sie nicht hat, sollte sich darum kümmern.

Bargeld sollte man trotz der allgemeinen Meinung, dass die Kreditkarte genügt trotzdem mitnehmen. Es stimmt zwar, dass man mit der Kreditkarte überall zahlen kann, aber insbesondere beim Fortgehen ist es bequemer bar zu zahlen. Aber generell ist der Bargeldbedarf weit geringer als in Europa.
Ein Konto bei der Deutschen Bank ist empfehlenswert, da man dann bei den Bank of America ATMs gratis Geld abheben kann. (Ich weiß nicht, ob andere Banken auch ähnliche Angebote haben, österreichische jedenfalls nicht.) Ein Studentenkonto ist sowieso gratis.

Steckdosenadapter kann man mitnehmen wenn man will, aber man kann sie auch um $1-2 kaufen. Handies funktionieren hier nur, wenn sie Tri-Band sind. Wenn man solch eines besitzt, dann kann man hier Prepaid Karten dazu kaufen.

Unterkunft

Ich habe in einem Studentenheim (St. George) gewohnt, welches wir unter www.studenthousing.org gefunden haben. Liegt ziemlich schön in Brooklyn - fast schon in Manhattan. Pro Kopf kostet das ganze ca. $1.000 für das Herbstsemester (etwas mehr im Frühling). Das Positive daran ist, dass es nur zwei U-Bahn Stationen von der Pace University entfernt ist.
Aber als wir einzogen waren wir geschockt, was uns da geboten wurde. Das St. George ist ein ehemaliges Hotel in dem die Zimmer vom Bad und von der Einrichtung her aussehen wie aus den 70-ern oder vielleicht 80-ern. Auch dass das Zweibettzimmer so groß ist wie das Einbettzimmer empfanden wir als Witz. War es aber leider nicht. Allerdings hatten wir uns nach 1-2 Wochen an das Studentenheim gewöhnt und mittlerweile ist es uns schon egal. Man sollte nur im Vorhinein darauf vorbereitet sein, was einen erwartet.

Unterkunft
 

Websites

Die Stadt

Stadtbericht

Die Freizeit ist in NY sehr teuer. Wenn man aber genug Geld zur Verfügung hat, dann hat man auch unendlich viele Möglichkeiten fortzugehen. Empfehlenswert ist East Village, welches vor allem wegen der NYU eine Studentengegend ist.
Auf der Uni bekommt man jede Woche Flyer für verschiedene Parties und Veranstaltungen. Einfach ausprobieren was gut klingt.

Als Ausflug kann ich eine Tour nach Canada empfehlen: Niagara Falls und Toronto anschauen. Ist beides genial. Und bei den Niagara Falls sollte man unbedingt auf die kanadische Seite gehen - man sieht viel mehr und viel besser. Es ist wirklich spektakulär.

Bewertung Stadt
 


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