Der SQUEAKER Ratgeber

Bewerbungsgespräch

Bewerbungsgespräch im Consulting

Bewerbungsgespräche in Unternehmensberatungen bestehen aus mindestens zwei Elementen: Fallstudien – sogenannte Consulting Cases – und Personal Fit-Fragen, die testen, ob ein Bewerber zum Unternehmen passt.

Eine ausführlichere Beschreibung, was dich im Bewerbungsgespräch bei Unternehmensberatungen erwartet, sowie Erklärungen zu den wichtigsten Tools für die Bearbeitung von Fallstudien findest du im Insider Dossier: Bewerbung bei Unternehmensberatungen.

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Das Bewerbungsgespräch in der Unternehmensberatung

Wesentlich für den Erfolg beim Vorstellungsgespräch ist deine Einstellung. Nach einer erfolgreichen schriftlichen Bewerbung bzw. einem Telefoninterview erwartet dich kein Verhör, sondern im besten Fall ein Dialog, in dem sich Bewerber und Personaler austauschen. Dein Interviewpartner will dich als Menschen und potenziellen Mitarbeiter kennenlernen. Für viele Unternehmen ist der sogenannte Personal Fit eines der wichtigsten Einstellungskriterien. Dein Gegenüber wird daher jederzeit darauf achten, ob du im Vorstellungsgespräch kommunikativ bist, sachlich argumentierst, dich strukturiert ausdrückst und auf deinen Gesprächspartner eingehst.

Auch Logiktests, z. B. in Form eines Brainteasers oder einer Test-Präsentation, erwarten dich häufig im Bewerbungsprozess. Mithilfe dieser Tests und Cases wird überprüft, ob du dem Anforderungsprofil eines Beraters gerecht wirst: Probleme analytisch durchdringen, passende Lösungen entwickeln und diese dem Kunden angemessen präsentieren – diese Fähigkeiten sind für angehende Unternehmensberater unerlässlich.

Anders als in etwaig vorrangegangenen Telefoninterviews gehören deine Gesprächspartner bei persönlichen Bewerbungsgesprächen nicht mehr zum Recruiting-Personal – es sind meist Berater, Manager oder Partner. Bei dem Großteil der Beratungen kannst du pro Bewerbungsrunde mit 2 bis 4 Gesprächen rechnen, die jeweils ungefähr eine Stunde dauern. Die genaue Aufteilung zwischen Fallstudien, Personal Fit-Fragen und anderen Elementen im Bewerbungsgespräch ist von Beratung zu Beratung unterschiedlich – die Erfahrungsberichte anderer Squeaker geben dir jedoch einen guten Einblick in die Bewerbungsverfahren, die dich bei der von dir angestrebten Unternehmensberatung erwarten.

 

Wenn du vor und im Vorstellungsgespräch folgende Verhaltensregeln beachtest, wirst du beim Interview gut vorbereitet sein und souverän auftreten.

Im Folgenden stellen wir dir die unterschiedlichen Elemente des Bewerbungsgesprächs im Consulting genauer vor:

Personal Fit: Fragen zu Lebenslauf und Motivation

Personal Fit -Fragen sind der Teil des Bewerbungsprozesses bei Beratungen, der am ehesten dem klassischen Bewerbungsgespräch, wie man es aus der Industrie kennt, entspricht. Zu ihnen gehören Fragen zum Lebenslauf, Fragen zur Motivation hinsichtlich deiner Berufs- und Unternehmenswahl sowie Stressfragen, die deine Reaktion auf schwierige, persönliche Sachverhalte testen. Diese Fragen dienen dazu, dich als Person besser kennenzulernen und einschätzen zu können. In Unternehmensberatungen wird in kleinen Teams und unter großem Zeitdruck gearbeitet – daher ist es besonders wichtig, dass die Mitarbeiter auch unter starker Belastung gut zusammen funktionieren. Im Interview wird dein Gesprächspartner deswegen nicht nur deine fachliche Kompetenz prüfen, sondern auch versuchen herauszufinden, ob ihm die Zusammenarbeit mit dir persönlich Spaß machen würde. Mancher Interviewer wird sich auch überlegen, ob er es sich vorstellen kann, mit dir einmal über Nacht an einem Flughafen gestrandet zu sein („Airport-Test“).

Darüber hinaus testen diese Fragen Eigenschaften, die insbesondere aus Sicht des Klienten von einem Berater erwartet werden:

  • Kommunikationsfähigkeit

  • Energie & Begeisterungsfähigkeit

  • menschliche Reife

  • Führungsfähigkeit

  • Flexibilität

  • natürliche Neugierde

 Eine genauere Übersicht über mögliche Fragen und Tipps zur Vorbereitung auf das Interview findest du im Abschnitt Personal Fit-Fragen.

Das intensive Üben von Beispiel-Cases und typischen Fragen gibt dir Gelassenheit bei der Case-Bearbeitung im Bewerbungsgespräch und damit einen wichtigen Vorteil gegenüber deinen Mitbewerbern. Im Insider Dossier: Consulting Case Training findest du über 30 Beispiel-Fallstudien mit ausführlichen Lösungen.

Fallstudien

Während Personal Fit-Fragen auch in Industrieunternehmen und Banken üblich sind, bilden Fallstudien – auch „Consulting Cases“ oder schlicht „Cases“ genannt – die große Besonderheit im Bewerbungsprozess bei Unternehmensberatungen.

Eine Fallstudie ist die kritische Auseinandersetzung mit einer wirtschaftlichen Fragestellung – beispielsweise die Chancen oder Verbesserungspotentiale eines Unternehmens in einem bestimmten Markt. Der Interviewer wird dir im Gespräch eine solche Frage präsentieren und dich um eine Analyse bitten. Die Bearbeitung eines Cases entspricht einem interaktiven Frage- und Antwort-Prozess. Damit der Interviewer deine Leistung vollständig bewerten kann, ist es wichtig, dass du während der Bearbeitung laut denkst und deinem Gegenüber einen Einblick in deine Gedankenschritte gibst.

Bei der Bewertung deiner Arbeit zählt vor allem, wie du an das Problem herangehst – ob du strukturiert und auf logischem Wege eine Lösung entwickelst oder eher zufällig und willkürlich vorgehst. Außerdem prüft der Interviewer, ob du einzelne Themen und Unterpunkte sinnvoll und nacheinander abschließt oder zwischen Themen herumspringst und letztendlich zu keiner fundiert erarbeiteten Lösung kommst.

Mehr Informationen zum Bearbeiten von Fallstudien und ausgewählte Beispiele mit Lösungen findest du unter Consulting Cases.

Brainteaser

Brainteaser sind kleine Aufgaben, die analytisches Denkvermögen und Problemlösungsfähigkeit prüfen. Neben Logikrätseln und Schätzaufgaben werden auch Fragen, die Kreativität erfordern (z. B. „Warum sind Kanaldeckel rund?“), gerne von Interviewern gestellt. Oft erscheinen Brainteaser bei erster Betrachtung unlösbar – mit mathematischem Verständnis und unkonventionellem Denken findet sich aber immer eine Lösung.

Damit du dich auf diese kniffeligen Fragen richtig vorbereiten kannst, haben wir eine Übersicht über die verschiedenen Brainteaser-Typen zusammengestellt. Dort findest du auch wichtige Tipps zur Lösung von Brainteasern und einen Brainteaser-Übungstest, anhand dessen du deine Fähigkeiten überprüfen kannst.

Test-Präsentation

Ein wesentlicher Teil des Beraterjobs besteht aus Präsentationen beim Kunden. Bei manchen Unternehmensberatungen musst du im Bewerbungsprozess deshalb eine improvisierte Test-Präsentation vortragen. Oft wird dir ein Thema vorgegeben, teilweise kannst du aber auch frei wählen. Nach der Auswahl der Präsentationsmedien und einer kurze Vorbereitungszeit von 15 bis 30 Minuten musst du in der Lage sein, das Thema zu überzeugend zu präsentieren – oft auch in einer deiner Fremdsprachen. 

Deine Präsentation sollte gut strukturiert sein und eine logische und überzeugende Argumentationskette aufweisen. Außerdem ist ein sicheres und professionelles Auftreten wichtig. Falls du dich bei Präsentationen noch unsicher fühlst, empfiehlt es sich Präsentationen vor Freunden oder der Familie zu üben, bzw. eine Präsentationsschulung an deiner Uni zu besuchen.

Konfliktgespräch

In der Regel erhältst du ein allgemeines Thema zur knappen Vorbereitung und musst dazu eine Meinung oder einen Vorschlag entwickeln. Mit deinen Gesprächspartnern wird dann ein Konflikt simuliert – dabei wird getestet, ob du dich emotional und kognitiv in eine so komplexe Lage hinein versetzen kannst, und wie du dich in einer Situation mit Konfliktpotential verhältst. Bei solchen Aufgaben ist es wichtig in jedem Falle ruhig zu bleiben – wenn du die Beherrschung verlierst, hat dein Gesprächspartner sein Ziel erreicht. 
Du solltest deine Anliegen selbstbewusst und deutlich vortragen, aber gleichermaßen die Gesamtsituation im Hinterkopf behalten: Beratung ist eine Dienstleistung – Einfühlungsvermögen für die spezifischen Probleme des Kunden ist daher sehr wichtig. Bleibe immer höflich und zeige Kompromissbereitschaft, um die Situation im Interesse beider Parteien zu lösen.

5 Tipps für die Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch

  • Zwei Fragen musst du im Vorstellungsgespräch auf jeden Fall beantworten: 

    „Warum sollen wir gerade Sie einstellen?“ und „Warum wollen Sie ausgerechnet für unser Unternehmen arbeiten?“ 

    Setz dich dafür mit deiner Karriereplanung, deinen Fähigkeiten und Zielen und deiner Motivation auseinander. Auch auf die Standardfragen, etwa nach Stärken und Schwächen, und auf sogenannte Stressfragen kannst du dich vorbereiten, um im Vorstellungsgespräch ruhig zu bleiben. Überleg dir auch gezielt eigene Fragen ans Unternehmen und stell dich darauf ein, ggf. eine Anekdote überzeugend präsentieren zu müssen.

  • Recherchiere, wer dein Interviewpartner ist, seine bisherige Karriere und worauf er besonderen Wert legt. Ein Controller ist z. B. eher mit sachlichen Argumenten zu überzeugen, der Marketing-Chef achtet stärker auf dein Auftreten. Nutz die Homepage des Unternehmens und soziale Netzwerke für deine Recherche.

  • Informier dich über branchenübliche Gehälter und überleg dir einen konkreten Gehaltsvorschlag, um diese Frage im Vorstellungsgespräch ggf. selbstsicher beantworten zu können.

  • Spiel das Vorstellungsgespräch mit Kollegen, Freunden oder Familienmitgliedern durch und lass dir anschließend Feedback geben.

  • Ein paar Tage vor dem Termin sollest du eine Checkliste abhaken, um unnötigen Stress zu vermeiden: Hast du den Termin angemessen bestätigt? Ist die Anfahrt zum Treffpunkt klar? Sind alle erforderlichen Bewerbungsunterlagen auf dem neuesten Stand? Hast du den Kontakt zum Ansprechpartner dabei, für den Fall, dass du ihn spontan erreichen musst?

5 Tipps für das Vorstellungsgespräch

  •  Als ehemaliger Praktikant hast du bei Personalern häufig einen Vorsprung gegenüber Mitbewerbern, wenn es um einen Direkteinstieg oder eine Traineestelle geht. Denn immer mehr Top-Unternehmen nutzen ihr Praktikanten-Netzwerk als Recruiting-Pool für talentierten Nachwuchs. 

  • Diesen Vorsprung kannst du ausbauen, wenn du den Kontakt zum Unternehmen regelmäßig pflegst. 

  • Halte ehemalige Kollegen z. B. über dein Auslandssemester oder deine Abschlussarbeit auf dem Laufenden. 

  • Eine günstige Gelegenheit, sich mal wieder beim ehemaligen Vorgesetzten zu melden, bietet übrigens auch ein Hinweis auf einen bei squeaker.net verfassten Erfahrungsbericht zu deinem Praktikum.

  • Kannst du nicht auf Erfahrung im Unternehmen zurückblicken, nutze unsere Tipps zu den Themen Stressfragen und eigene Fragen.

Häufige Fehler im Bewerbungsgespräch

Fehler vor dem Bewerbungsgespräch: Nicht pünktlich sein

Du bist zum Vorstellungsgespräch eingeladen worden. Das ist dein erster Erfolg. Nun ist es wichtig, pünktlich zum Bewerbungsgespräch zu erscheinen. Personaler und andere Mitarbeiter haben sich extra einen Termin in ihrem vollen Kalender eingeplant, um sich mit dir zu treffen. Verspätungen können ein schwerer Fehler sein und du solltest sie deshalb tunlichst vermeiden, denn vielleicht wird es bei einer Viertelstunde Verspätung gar nicht mehr zu dem Termin kommen. Um Verspätungen durch Stau, Bahnprobleme oder Suchen des richtigen Büros zu vermeiden, solltest du als Richtwert eine halbe Stunde Puffer einplanen. Falls doch etwas Unerwartetes dazwischenkommt, sag auf jeden Fall rechtzeitig Bescheid.

Fehler bei der Wahl der Kleidung für das Bewerbungsgespräch

Bewerber können mit der falschen Kleidung ebenfalls schon beim ersten Eindruck einen Fehler machen. Im Zweifel ist die klassische Wahl – bei der Business-Kleidung für Männer der Anzug und bei der Business-Kleidung für Frauen das Kostüm mit dezentem Schmuck – für ein Bewerbungsgesprächangemessen. Die Kleidung sollte zum Unternehmen passen und auch die Wahl der Tasche für deine Unterlagen sollte angemessen sein: Eine schlichte Mappe ist einem bunten Rucksack immer vorzuziehen.

Verkauf dich beim Bewerbungsgespräch gut, aber bleib dabei authentisch

Eigenvermarktung ist ein wichtiger Teil eines Bewerbungsgesprächs. Trotzdem ist es ein Fehler bei einem Bewerbungsgesprächnur von deinen Stärken zu sprechen. Das wirkt unecht und vielleicht arrogant – jeder Mensch hat Stärken und Schwächen. Ein weiterer Fehler ist es, im Bewerbungsgespräch eine Rolle zu spielen und dabei seine Authentizität zu verlieren. Natürlich solltest du höflich und professionell sein, aber nicht jemanden verkörpern, der du nicht bist.

Bereite dich sorgfältig auf häufige Fragen im Bewerbungsgespräch vor

Es gibt Standardfragen, die Personaler bei Bewerbungsgesprächen gerne stellen. Wieso sollte sich das Unternehmen für dich entscheiden? Wieso bist gerade du der oder die Richtige für diese Stelle? Es ist ein Fehler, sich vor einem Bewerbungsgespräch nicht auf diese Fragen vorzubereiten. Das Durchspielen vor dem Bewerbungsgespräch hilft dir, beim Job Interview sicher aufzutreten.

Begründe im Bewerbungsgespräch deinen Lebenslauf authentisch und plausibel

Lücken oder Wechsel im Lebenslauf sind gerade bei berufserfahrenen Bewerbern nicht sehr problematisch. Du solltest Fragen nach diesen Lücken aber plausibel und authentisch begründen können. Es ist aber ein Fehler, aus längeren Urlauben direkt Kultur- und Bildungsreisen zu machen oder mit ähnlichen Beschönigungen alles als perfekt verkaufen zu wollen. Wenn du Irrtümer oder Abbrüche sinnvoll begründen kannst, zeigt das deine Fähigkeit zur Fehleranalyse und Selbstreflektion. Überlege dir, was die Motivation hinter dem Beginn oder der Beendigung einer Tätigkeit war. Die Antwort „Weiß ich nicht“ gehört beim Vorstellen des eigenen Lebenslaufs zu den häufigsten Fehlern im Bewerbungsgespräch.

Nicht gereizt auf Stressfragen beim Bewerbungsgespräch reagieren

Personaler wollen manchmal Fehler in einem Bewerbungsgesprächprovozieren. Dies ist aber in der Regel kein persönlicher Angriff sondern ein Test, wie du auf Stresssituationen reagierst. Auf Stressfragen, wie „Finden Sie nicht, dass Sie hier falsch sind?“, „Finden Sie nicht, dass es ein Fehler war, Sie zum Bewerbungsgesprächeinzuladen?“ oder Zweifel an deinem Lebenslauf, solltest du gelassen und ruhig reagieren und deine Sicht der Dinge darstellen. Reagier nicht patzig oder mit frechen Gegenfragen. Du kannst deinem Gegenüber auch in einer souveränen Art und Weise Grenzen bei zu persönlichen oder unzulässigen Fragen aufzeigen.

Keine eigenen Fragen vorbereitet? Das ist ein Fehler

Zeit für eigene Fragen im Vorstellungsgespräch ist meist am Ende des Gesprächs. Du solltest in Bewerbungsgesprächen deine eigene Fragen vorzubereiten, denn „wer fragt, führt“. Eigene Fragen zeigen, ob du dich gut vorbereitet hast und wirklich Interesse an dem Job hast. Fragen nach dem Gehalt oder der Urlaubsregelung sind beim ersten Bewerbungsgesprächnicht gern gesehen. Frage besser nach deinen Aufgabenstellungen und räume erste Unklarheiten aus dem Weg.

Auch am Ende des Bewerbungsgespräch Fehler vermeiden

Du solltest bis zur letzten Minute professionell und souverän sein. „Haben Sie eine Zigarette für mich?“ und „Wie stehen meine Chancen, die Stelle zu bekommen?“ sind unangemessene Fragen und Fehler, die einem positiven Bewerbungsgespräch schnell einen negativen Beigeschmack geben können. Zulässig und sogar erwünscht sind hingegen Fragen nach der nächsten Kontaktaufnahme und eine freundliche Verabschiedung.

Fazit zum Consulting-Interview

Wenn du alle oben beschriebenen Module intensiv vor den Interviews übst, bist du vor bösen Überraschungen sicher und kannst ganz entspannt deine Stärken ausspielen. Vergiss bei der ganzen Vorbereitung jedoch nicht, den Bewerbungstag auch zu nutzen, um herauszufinden, ob das Unternehmen der richtige Arbeitgeber für dich ist. Da deine 2-3 Interviewpartner kaum eine repräsentative Stichprobe für das ganze Unternehmen sind, empfiehlt es sich, den Tag über auch nach rechts und links zu schauen. Wie sympathisch erscheinen dir die Berater, die dir auf den Fluren oder in der Lobby begegnen? Sprich sie aktiv an und du wirst merken, ob sie eher gestresst und genervt abwinken oder ein ernsthaftes Interesse an dir haben – vielleicht geben sie dir gar einen Tipp für das nächste Interview. Falls du im Wartebereich oder in der Kaffee-Lounge auf andere Bewerber triffst, lerne sie kennen und finde heraus, ob sie einen Hintergrund haben, der dich beeindruckt oder eher langweilt – denn auch mit ihnen wirst du möglicherweise eines Tages sehr viel Zeit verbringen.

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