Erfahrungsbericht

BNP Paribas (Corporate Finance/M&A)

Unternehmen

BNP Paribas

Job-Titel

Unternehmen/ Praktikum

Standort

London

Zeitraum

April - August 2010

Position

Praktikant

Bewertung von

Anonym

Gesamtbewertung

Arbeitsatmosphäre

2

Wie interessant waren die Aufgaben?

3

Kooperation untereinander

2

Spaß

3

Unternehmenskultur

2

PRO:

  • Viel Verantwortung bei entsprechendem Einsatz
  • gute brand
  • Erfahrene Kollegen (viele Ex-BB.employees)
  • Lage der Bank

CONTRA:

  • unnötig lange Arbeitszeiten
  • schlechte Atmosphäre (durch wenige verursacht)
  • Perspektive bei VIE offer

Gesamtfazit

Insgesamt würde ich das Praktikum als Zwischenstation empfehlen, nicht allerdings für Praktikanten, die sich eine Analyst position erhoffen, da man nur eine VIE position erhalten kann. Oft habe ich mich gewundert wie enorm ich ausgenutzt worden bin, dass faule Kollegen ein freies Wochenende hatten. Die Wertschätzung gegenüber Praktikanten ist mäßig und gemessen am deal flow wird oft unnötige Arbeit (z. B. irrelevante updates) von Praktikanten verlangt. Anders sieht es im Bereich ECM aus, der mit M&A in einem office sitzt. Habe dort auch manchmal mit angepackt und würde jedem empfehlen sich dort zu bewerben. Trotz meines kritischen Fazits hatte ich großen Respekt bei meinen Kollegen. Allerdings spielt das keine Rolle, wenn im office kaum jemand pusht um Deals an Land zu ziehen. Wer also möglichst den kompletten Deal cycle mitbekommen möchte sollte eher Adressen wie DC Advisory Partners oder Lincoln in Erwägung ziehen.

Beschreibung der Arbeit

Ich war quiasi Springer zwischen FIG und Country Coverage M&A. Dabei war FIG aufgrund der Besonderheit der Financials gewöhnungsbedürftig, aber ok. Gearbeitet hat man auf Analyst Level und von den Aufgabenbereichen hat es sich nur unwesentlich zu einem Analyst unterschieden. D. h. die komplette Palette von Origination work und pitch zusammentackern bis hin zu Projektarbeit. Als Praktikant war ich derjenige mit am meisten face time und in der Regel musste ich min. 6 Tage die Woche arbeiten (oft am Wochenende alleine im office). Für FIG war ich direkt unter einem MD und hatte daher sehr viel exposure, aber auch mehr Druck. Bei general M&A hat man mit Analysten bis VPs zusammengearbeitet. Deal flow ist allerdings weitaus geringer als in Frankreich und die Atmosphäre war aufgrund von policies und internen Machtkämpfen nicht unbedingt die beste. Alles in allem jedoch ok.

Durchschnittliche Arbeitszeit

75 - 100 h

Stunden pro Woche

Karrieremöglichkeiten

In London werden Analysten überwiegend ab 2 Jahren full-time experience eingestellt. Nach erfolgreichen Praktikum wird ein VIE Vertrag angeboten (quasi ein Langzeitpraktikum mit gleicher Bezahlung wie Praktikanten und ohne oder nur geringem Bonusanspruch).

Atmosphäre

Die Unternehmenskultur war sehr starr und geprägt von einer inoffiziellen Unterscheidung zwischen Franzosen und Ausländern. Auf Junior-Ebene teilweise sehr nette Kollegen, aber auch schwierige Leute. Generell ist die Kultur eher mittelmäßig, aber nicht unbedingt schlecht.

Diese Persönlichkeit passt ins Unternehmen

Leute mit hoher Frustrationstoleranz, Kopfnicker, aber auch mit der Dynamik Dinge mit hoher Eigenverantwortung unter Zeitdruck erfolgreich zu Ende zu bringen

Empfehlung

Bewerbung erfolgt über das Online System. In der Regel gibt es ein Telefoninterview und dann ein face to face Interview. Die Bewerbung kann sehr lange unbeantwortet sein, da der dafür verantwortliche Associate sich nur widerwillig darum kümmert. Er ist auch Hauptinterviewpartner und sehr straight im Umgangston. Übliche Fragen wie DCF, multiples & Co. sollte man parat haben. Ein Brainteaser sollte auch nicht etwas völlig Neues sein. Selektion fast ausschließlich über target schools (bevorzugt die aus Frankreich).

Branche

Finance - Investment Banking

Unternehmens-Bereich

Beratung

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