Markant Trading Organsiation (Mangaement/EDV)

(4.2/5)   5 Votes
Art des Erfahrungsberichts:Unternehmen/ Praktikum
Unternehmen: Markant Trading Organsiation
Stadt: Hong Kong
Position: Paktikant
Beginn oder Zeitraum: Juli - Oktober 2000

Erfahrungsbericht Zusammenfassung Markant Trading Organsiation

Gesamtfazit

Auf jeden Fall wieder! Im großen und ganzen fällt mir nichts ein was ich ändern würde. Für Details fehlt mir das branchenspezifische Wissen.

Pro
- Betriebsklima - Stadt
Contra
- Hong Kong ist sehr teuer!
Gesamtbewertung
 

Beschreibung der Arbeit

Meine Hauptaufgabe in meinem Praktikum war, den Internetauftritt und das Intranet der Firma weiterzuentwickeln. Nebenbei sollte ich noch meinen Büropartner in die Geheimnisse von Netzwerken einführen, damit er den Internetauftritt und das Intranet pflegen kann, wenn ich wieder weg bin. Nachdem MTO eine relativ kleine Firma, ohne eigene EDV-Abteilung ist und mit den Themen Inter- und Intranet bisher wenig Erfahrung hatte, bekam ich keine strikten Vorgaben für meine Arbeit. Ich sollte mir einfach Gedanken machen wie man die Kunden informieren (Internet), und den Informationsfluss im Unternehmen fördern (Intranet), kann. Anfangs war das für mich etwas schwierig da ich wenig Anhaltspunkte hatte und natürlich auch nichts falsch machen wollte. Es war aber auf jeden Fall viel interessanter als die "typischen" Praktikantenjobs (Ablage, Kopieren, usw.).

Nebenbei bekam ich auch noch einige Sachen von dem "täglichen Geschäft" von MTO mit. So übersetzte ich z.B. einige Male Briefe vom Deutschen ins Englische oder Aufdrucke von Verpackungen oder kurze Bedinungsanleitungen vom Englischen ins Deutsche. Ich selbst habe mich schon oft über absolut unverständliche Bedienungsanleitungen geärgert. Jetzt ist mir aber klar wie schwer es ist eine druckreife Übersetzung ins Deutsche zu machen, vor allem wenn die Texte zuvor schon einmal vom Chinesischen ins Englische übersetzt wurden und Fehler enthielten.

Die Arbeitszeiten bei MTO waren von Montag bis Freitag von 9:00 bis 18:00 mit 75 Minuten Mittagspause, also insgesamt 38,75 Stunden/Wochen. In der Regel wurde aber länger gearbeitet. Überstunden werden nicht bezahlt, in vielen Firmen wird auch Samstags gearbeitet. Ich hatte den Eindruck das es für manche Chinesen im Büro sogar angenehmer ist als zu Hause. Im Büro gibt es z.B. Klimaanlagen oder aber auch viel mehr Platz als in den kleinen Wohnungen in denen oft Grossfamillien wohne.

Lernerfahrung und persönliche Entwicklung
 

Gehalt
 

Atmosphäre - Markant Trading Organsiation

Atmosphäre

Die chinesischen Mitarbeiter waren anfangs etwas schüchtern aber sehr nett. Insgesamt herrschte eine sehr gute Atmosphäre. Jeder sprach sich beim Vornamen an und hatte immer ein offenes Ohr für Probleme oder Wünsche.

Diese Persönlichkeit passt ins Unternehmen

Schwer zu sagen, aber auf Grund des sehr guten Klimas in der Firma wird es jedem leicht fallen sich zu integrieren.

Empfehlung

MTO bietet offiziell keine Programme, Stipendien oder Trainee-Ships an. Auf Anfrage gibt es aber 1-2 Praktikantenplätze pro Jahr. Am besten von der Homepage www.mto.com.hk eine email schicken. Emails werden garantiert beantwortet und sind viel billiger als Telefon.

Kooperation untereinander
 
Karrieremöglichkeiten
 
Spaß
 
Unternehmenskultur
 
Unternehmensumfeld
 

Die Stadt

Stadtbericht

Da es ziemlich schwierig ist hier in Deutschland eine "preiswerte" Unterkunft für Hong Kong zu finden, reiste ich eine Woche vor Praktikumsbeginn an. Nach einer etwas chaotischen Anreise (überbuchter Flug, Gepäck verloren) kam ich im Juli bei 32 Grad Celsius und Regen in Hong Kong an. Mein erstes Ziel war die kleine Insel Lamma die ca. 30 Bootsminuten südlich von Hong Kong liegt, da ich von verschiedenen Seiten gehört hatte das es dort noch am einfachsten ist, für Hong Kong Verhältnisse, günstig, sicher und sauber unterzukommen. Nach 2 Nächten im Hotel fand ich dann auch eine passable Wohnung. Für deutsche Verhältnisse war die Wohnung zwar für 4000 HK$/Monat (ca. 1200 DM) eine Frechheit (10m² inkl. Dusche/WC, kein Kleiderschrank, kein Ofen nur eine Mikrowelle), für Hong Kong allerdings in Ordnung. Alle Wohnungen in Hong Kong wären deutlich teurer und größtenteils auch noch schlechter gewesen. So musste ich also jeden Tag mit dem Schiff nach Hong Kong fahren was zur Taifun-Zeit (Juli/August) manchmal ganz schön Spannend sein kann.
Anfangs war ich von den Chinesen etwas enttäuscht. Ich kann mich noch gut an mein Jahr als Austausschüler in den USA erinnern. Dort stand ich damals im Mittelpunkt des Interesse und jeder wollte etwas von dem "Neuen" wissen. In Hong Kong war das anders. Die Chinesen sind zwar immer höflich aber auch sehr zurückhaltend Fremden gegenüber, da sie niemanden verletzten möchten. Dies kann auch mit ihrem, aus meinen Augen, schlechten Englisch zusammenhängen. Von einer ehemaligen Englischen Kronkolonie hatte ich mir mehr erwartet (es kam vor das ich z.B. aus einem Taxi wieder aussteigen musste, weil ich dem Fahrer nicht verständlich machen konnte wohin ich wollte) Deshalb war es für mich auch sehr schwer ausserhalb meiner Arbeit einen engen Kontakt zu Chinesen zu knüpfen. Gott sei Dank gab es aber noch den Deutschen mit dem ich mir das Büro teilte. Er hatte zwar auch relativ wenig Kontakt zu Chinesen (ausser zu seiner Freundin) aber er konnte mich anderen deutschen Praktikanten in Hong Kong vorstellen. Hierzu möchte ich folgendes sagen: Es ist zwar wiedersprüchlich wenn man ins Ausland geht um unter anderem anderen Kulturen kennen zu lernen und sich dann mit Deutschen trifft. Die Umstellung fällt aber viel einfacher wenn man Leute trifft die einem in ihrer Art irgendwie vertraut erscheinen. So kam es auch das ich mich mit mehreren deutschen Praktikanten anfreundetet und wir oft die Wochenenden gemeinsam verbrachten. Die Praktikanten haben sich eigentlich perfekt organisiert. Es gibt ein Liste mit ca. 50 Namen, Adressen, emails, Telefon, usw. von deutschen Praktikanten in Hong Kong und sogar eine Art Stammtisch. Wenn man es also erstmal geschafft hat jemanden aus dem Kreis der deutschen Praktikanten zu kennen, lernt man eigentlich immer wieder neue kennen. Hier muss man sich natürlich im klaren sein, dass dies in der Regel keine Freundschaften fürs Leben sind, da durch die zeitlich limitierten Praktikas ständig jemand Abreist aber auch wieder neue Praktikanten hinzu kommen.

Abschliessend kann ich nur sagen das ich es nur empfehlen kann ein Praktikum in Hong Kong zu machen. Nicht unbedingt aus finanzieller Sicht, da Hong Kong in fast allen Belangen sehr teuer ist aber es ist einfach ein tolles Erlebniss. Hong Kong hat ein unbeschreibliches Flair. Fast jeder der dort hinkommt hat nur ein Ziel: Viel Geld zu verdienen. Wenn man sich die Skyline oder die Büros (auch von deutschen Firmen in Hong Kong) ansieht ist es manchmal unglaublich wieviel Luxus es gibt. Auf der anderen Seite ist aber auch unmittelbar hinter der Fassade die Armut der Meisten erkennbar die es nicht geschafft haben und jetzt für einen Hungerlohn dazu beitragen das immer neue superlativen von Reichtum und Luxus in Hong Kong entstehen. Soziale Netze gibt es dort nicht! Ein Beispiel möchte ich hierfür noch nennen: Auf Hong Kongs Strassen gibt es nur 3 Arten von Autos: Lieferwägen, Taxen und Luxuskarossen en masse. Normalverdiener können sich in Hong Kong kein Auto leisten.



Bewertung Stadt
 

Das Interview

Beworben für

Praktikum

Ablauf des Interviews

Kein Vorstellungsgespräch. Kurzes Telefonat und einen Lebenslauf via email.


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