10 Tipps für die gelungene Performance auf Karrierenetzwerken

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Für die Jobsuche kommt’s auf Karrierenetzwerke an. Wie dein Profil überzeugt und unter allen anderen Profilen heraus sticht, erklären wir dir hier.

iPad und Kaffee
© slasnyi

via fotolia

Du verschickst deine Bewerbungen digital, füllst brav Online-Bewerbungsbögen aus und klickst dann nur noch auf „Senden“ - that’s it. Doch eine der häufigsten Antworten in Bezug auf Karrierenetzwerke lautet wahrscheinlich: „Ich habe da irgendwann mal ein Profil angelegt, bin aber nicht aktiv.“ Während fast alle unendlich viel Zeit beim Bildchen hochladen auf Instagram und Liken auf Facebook verbringen, behandeln wir die immer bedeutsameren beruflichen Netzwerke ganz schön stiefmütterlich. Mit unseren 10 Tipps für deine erstklassige Performance ist nun Schluss damit. Social Media ist Spielerei, die echten Chancen verbergen sich im Online Business Netzwerk. 

1. Karrierenetzwerke: Wohin soll die Reise gehen?

Vorab lassen wir die Katze aus dem Sack: natürlich empfehlen wir dir, dich nicht auf eines der professionellen Social Networks festzulegen. Die höchsten Chancen auf die dicksten Fische hast du bei der Verwendung mehrerer Netze, sozusagen. Feine Unterschiede gibt es allerdings schon, die du bei deinen Tätigkeiten dort jeweils bedenken solltest: Xing ist auf den deutschen Arbeitsmarkt konzentriert. Squeaker.net ist hingegen Marktführer im Bereich Consulting, welcher immer weiter ausgebaut wird. LinkedIn eignet sich vor allem für die internationale Jobsuche, hier sind die Big Player vertreten und hier  Markt der Möglichkeiten ist größer – kostet aber auch im Bezahl-Modus mindestens das Vierfache. Die Frage, welches Network du wählst und wie aktiv du dort jeweils bist, ist also auch eine Frage, wohin dein nächster Umzugswagen fahren soll – und ob es auch Containerfracht nach Übersee werden darf ...

2. So geht Networking: in der Gruppe bist du stark

Du pflegst das Karrierenetzwerk-Profil regelmäßig? Schön, schön - reicht aber wahrscheinlich nicht. Gefordert ist auch Eigeninitiative in Form von Beteiligung in den Gruppen und Networking. Alle Portale sind eben doch: soziale Netzwerke, die auch nach diesen Ritualen ticken. Mit anderen Worten: eine Jobsuche funktioniert hier nur dann, wenn du auch in den Zwischenzeiten dein Wissen und deine Netzwerke teilst. In den Gruppen finden praktische Insidergespräche statt, man tauscht sich aus, stellt Fragen, knüpft neue Kontakte – wie auf einer Messe. Nimm einfach mal eines deiner beruflichen Lieblingsthemen, finde deine passende Gruppe und bleibe da dann auch aktiv. Das Modell Stammtisch 2.0 wird dich begeistern und dir Türen öffnen. Und never forget: auch das Unternehmen deiner Träume, wie beispielsweise BainEY oder McKinsey hat wohmöglich eine Gruppe oder ein Karriereportal auf den Business Netzwerken.

3. Teilen ist schön

Mit dem Teilen von Inhalten, die für deine Kontakte im Feed oder für die Gruppen relevant sein können, steigt dein Einfluss im Network. Kurz: kannst du Spannendes erzählen, stehst du im Mittelpunkt. Und ja, der Mittelpunkt ist bei der Jobsuche gar keine schlechte Position. Ob du dich als Kurator oder Moderator einbringst, der Gespräche vorantreibt, entscheidest du. Wichtig ist vor allem redaktionelles Gespür: teilen andere mein Interesse am Thema? Welcher Beitrag interessiert welche Kontakte? Hier kannst du inhaltlich zeigen, was du vom Fach verstehst. Eine gewisse Seriosität dabei einmal vorausgesetzt – Späße sind was für Facebook. Befolgst du diesen Kommunikationstipp ein wenig, kannst du deinem Gesamteindruck bei Xing und Co. den nötigen Schliff geben und im Networking 2.0 brillieren.

4. 5-vor-12-Nogo: erst zur Jobsuche aktiv werden

Soziale Netzwerke versprechen Kommunikation. Das gilt auch für ein Business Network. Zum Kommunizieren gehören regelmäßige Beiträge aller Beteiligten, also auch von dir – vor allem, wenn du dort etwas erreichen willst. Da es eben keine Jobportale sind, genügt es nicht, sich mit einem fertigen Profil, soliden Lebenslauf und entspannten Foto zurückzulehnen. Das machst du bei Facebook ja auch nicht. Also: nicht erst suchen, wenn du den neuen top Job benötigst. Es hat sich gezeigt, dass aktive Profile viel eher erfolgreich sind. Hast du dir, wie bereits erwähnt, etwa in Gruppen einen Bekanntheitsgrad erarbeitet, kann es sogar sein, dass die Jobs zu dir kommen, ohne dass du dich dafür langmachen musst. Natürlich – denn dafür ist es ja auch da – tummeln sich auf Karrierenetzwerken die Recruiter.

5. Picture Perfect Candidate für die digitale Bewerbung

Das Karnevalskostüm war fesch, deine Katze ist so fotogen, der Stunt beim Kiten war einfach irre? Ein Glück, dass es für solche Fotos Instagram und Co. gibt. Denn auf Karrierenetzwerken haben sie rein gar nichts verloren. Hier musst du doch mal in ein anderes Kostüm schlüpfen und eine professionelle Maske aufsetzen. Ein ideales Bewerbungsbild fällt natürlich nur durch den Bonus in Sympathie und ansprechender Erscheinung auf. Natürlich solltest du gepflegt aussehen – in welchem Grad im Detail steht dir frei: kein Krawattenzwang. Frage dich selbst: wie möchtest du erscheinen? Wie soll welcher Personaler auf dich aufmerksam werden? Welche Stimmung bringst du in den nächsten Job ein?

6. Text Sells – der Slogan

Nenne es Motto oder Slogan, aber nutze es. Viele Karrierenetzwerke bieten dir einen Platz für einen Slogan, der eine knackige Zusammenfassung von dir, deiner Einstellung oder deinem Lebenslauf sein sollte. Das ist eine riesige Chance. Sicher, fast jeder tut sich schwer mit einer solchen Selbstreflexion. Aber es lohnt sich, diese dann vermutlich quälende Stunde zu investieren. Hier kannst du zum Beispiel schon auf einen beruflichen Fokus hinweisen. Oder du lässt eine deiner Hauptstärken durchscheinen? Fällt das Formulieren schwer, lass Freunde kritisch beurteilen, was du da schreibst. Bedenke dabei, welche Chancen dies birgt. Recruiter machen sich vorzugsweise schnell ein Bild von Kandidaten – da ist ein vorangestellter Slogan Gold wert.

7. Trick 17: Vanity URL

Du brauchst eine Vanity-URL. Klingt cool, aber was ist es? LinkedIn bietet den Service, eine Kurzform der URL, sprich der Adresse deines Profils zu gestalten, die dann knackig und einfach genug ist, um überhaupt lesbar zu sein und um sich schneller einzuprägen. Nebenbei sieht das natürlich gut aus und lässt sich dann einfach toll in deinen Lebenslauf einfügen. Diesen Service bieten auch Facebook und Twitter. Schön, wenn man sich das Leben mit kleinen Tricks leichter machen kann.

8. Empfehlungen – die gesunde Dosis Vitamin B

Beim Thema Empfehlungen denkst du als erstes an eine Verkaufsempfehlung deines letzten Amazon-Artikels? Ganz so weit davon entfernt sind wir tatsächlich nicht. Denn der Jobmarkt ist eben vor allem eines: ein Markt. Genau wie in deiner schriftlichen Bewerbung ein gutes Zeugnis oder Empfehlungsschreiben dein Können unterstreichen, setzen glaubhafte Empfehlungen in Karrierenetzwerken deinem Profil das Sahnehäubchen auf. Was dich von der Konkurrenz abhebt und ungleich glaubhafter macht, sind Empfehlungen oder Endorsements von Professoren, Chefs oder Kollegen, mit denen du verlinkt bist und die regelmäßig gefragt werden, ob du die von dir eingetragenen Kenntnisse tatsächlich mitbringst. So klappt die Jobsuche im Netzwerk gleich viel besser.

9. Hallo, hier bin ich: dein Profil verlangt nach SEO

Da dein Karrierenetzwerk-Auftritt wie eine kleine Webseite funktioniert, bietet sich die Gelegenheit, das Profil durch den Einsatz passender Keywords für Suchmaschinen zu optimieren - sprich einen kleinen SEO-Text zu verfassen. Kurz gesagt, hier sollten alle Begriffe auftauchen, mit denen du im Rahmen deiner Jobsuche assoziiert werden möchtest und solltest. Dann ist es für Personaler oder Leute aus deiner Umgebung leichter, dich im Netzwerk zu finden, gerade im Bezug auf deine Top Leistungen, Fähigkeiten und Wünsche. Erstmal erhöhst du damit deine Sichtbarkeit, aber auch gleich die Effektivität deines Einsatzes im Social Network. 

10. Facebook & Instagram vs. Karrierenetzwerke

Last but not least: Alles, was du dir feinsäuberlich auf Karrierenetzwerken aufgebaut hast, kannst du binnen Sekunden ganz einfach wieder zerstören. Facebook, Twitter und Co. lassen grüßen. Es wird keinen Recruiter geben, der sich bei ernsthaftem Interesse nicht auch einmal auf anderen Plattformen nach dir umschaut. Und da könnten sie lauern: die peinlichen Partybilder von vor drei Jahren oder der zugegebenermaßen blöde Kommentar zu einem delikaten Thema. Und im Nu ist deine gute Xing Performance dahin. Also: noch bevor du dich ernsthaft an das Aufpolieren deiner Profile in den Karrierenetzwerken machst, solltest du in deiner digitalen Vergangenheit gründlich aufräumen, die Privatsphäre auf Facebook und anderen Plattformen erhöhen und die schlimmsten Zeugnisse deiner Partys und Geschmacksverirrungen am besten gleich löschen.

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