Die dritte Seite: Negativbeispiel

(4.17/5)   3 Votes

Was Sie über mich wissen sollten

Was mir wichtig ist? Kreative Freiräume, die meinem vielschichtigen Charakter gebührenden Gestaltungsspielraum lassen, um neueste Ideen in die von mir bevorzugt betreuten Gebiete meiner Anstellung einbringen zu können. Perfektion bedeutet mir genauso viel wie Fantasie, die neue Lösungen erst möglich macht.

Was gewinnen Sie durch meine Einstellung? Sie bekommen einen unglaublich leistungsbereiten Berufseinsteiger, der zuverlässig und sehr flexibel ist. Ich werde ausdauernd und hochmotiviert arbeiten, um dem Unternehmen den nächsten Schritt vorwärts zu ermöglichen.

Warum Sie mir eine Chance geben sollten! Guter Nachwuchs ist auch für Ihr Unternehmen unverzichtbar. Wer heute nicht vorsorgt, wird morgen das Nachsehen haben. Binden Sie mich in Ihr High Potential Programm ein, um für die Herausforderung Zukunft  gerüstet zu sein.

Fazit: Viel Lärm um nichts, Selbstüberschätzung, Drückermentalität

Der Personaler kann aus der Überschrift der dritten Seite „Was Sie noch über mich wissen sollten“ entnehmen, dass ihn im Folgenden weitere Informationen über den Bewerber erwarten, die sich noch nicht aus dem Anschreiben herauslesen ließen. Schnell wird jedoch klar, dass diese Hoffnung enttäuscht wird. Statt klare Aussagen zu treffen und diese durch passende Beispiele zu untermauern, versteckt der Bewerber sich hinter Floskeln und erweckt so Befürchtungen, er neige auch im Berufsalltag zum Herumschwafeln.

Einzelne Formulierungen werden sich dann direkt gegen den Bewerber. „Sie bekommen einen außerordentlich leistungsbereiten Berufseinsteiger“ oder „Binden Sie mich in Ihr High Potential Portfolio ein“ erzeugen eher das Bild eines Marktschreiers als einer talentierten Nachwuchsführungskraft, da kein Beleg für die tatsächliche Qualifikation geliefert wird.

Verzweiflung wird dann durch den letzten Absatz offensichtlich. Sie ist in diesem Fall sehr kontraproduktiv, da auch hier wieder keine Begründung für die Aufforderung zur Anstellung geliefert wird.

Der Erkenntnisgewinn, den der Personaler also aus dieser dritten Seite des Lebenslaufs zieht, ist gleich null. Der Bewerber dokumentiert hier eindeutig, dass er nur wenig Mühe darauf verwandt hat, sich selbst und sein Stärkenprofil zu analysieren. Stattdessen flüchtet er sich in Phrasendrescherei, die abschreckend statt ansprechend wirkt. Mit dieser dritten Seite wirst du sicherlich nicht zum persönlichen Vorstellungsgespräch eingeladen werden.


  • »Ehrliche, kontrollierte und anonyme Erfahrungsberichte auf squeaker.net sind eine wichtige und sinnvolle Hilfe im Bewerbungsprozess bzw. bei der Auswahl interessanter Arbeitgeber.«

    Was unsere Mitglieder über uns sagen
  • »squeaker.net’s eigener, authentischer Stil, hohe Qualität des Netzwerkes und die Infos sind das Beste.«

    Was unsere Mitglieder über uns sagen
  • »Man sollte sich ein genaues Bild von jeder Firma machen bevor man sich bewirbt. Deshalb habe ich mich auf www.squeaker.net angemeldet.«

    Was unsere Mitglieder über uns sagen
  • »squeaker.net hat mir bei meinem Bewerbungsprozess sehr geholfen, das Insider-Wissen zu den Interviews und Unternehmen ist Gold wert!«

    Aly Zaazoua, Squeaker und angehender Praktikant bei Siemens Management Consulting
  • »Unabhängige Bewertungen und Erfahrungsberichte wie auf squeaker.net sind unbezahlbar.«

    Was unsere Mitglieder über uns sagen