Determinanten und regionale Einflüsse

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Die Wahl des Transportmittels

Die Wahl des Transportmittels wird insgesamt von starken Konstanten determiniert. So ist beispielsweise die Fahrt zur Arbeitsstätte in allen Regionen das wichtigste Motiv für die Fahrzeugnutzung. Die Bedeutung des Autos ist dort besonders hoch, wo es um die Verfügbarkeit öffentlicher Verkehrsangebote schlecht bestellt ist – vor allem in ländlichen Gebieten. Allerdings offenbart die Studie auch geografische Unterschiede: Während in deutschen Metropolregionen die Qualität des öffentlichen Personennahverkehrs von 97 Prozent der Befragten als „gut“ oder „sehr gut“ eingeschätzt wird, geben in Singapur 81 Prozent diese positive Bewertung ab. Dennoch halten in 71 Prozent der Deutschen am eigenen Fahrzeugs fest; in Singapur sind es nur 51 Prozent.

Oliver Wyman Studie Future Mobility umweltbewusste Großstädter

Regionale Mobilitätsbedürfnisse berücksichtigen

Für die Automobilindustrie sind die asiatischen Megacities mit ihrem hohen Anteil junger, technikorientierter Bewohner und einer investitionsfreudigen Verkehrspolitik ein sehr attraktives Umfeld für richtungsweisende Projekte zur IT-gestützten Verzahnung von Mobilitätsträgern. Um im Rennen um das optimale Mobilitätsangebot für die junge städtische Generation vorne dabei zu sein, ist rasches Handeln erforderlich. Zwar werden die Automobilhersteller noch lange Zeit in der Entwicklung und Produktion von Fahrzeugen ihr Kerngeschäft haben. Sie müssen zunehmend aber auch Erfahrungen mit dem Betrieb von Fahrzeugflotten in flexiblen Nutzungsmodellen sammeln und insbesondere die Fahrzeuge 3 mit anderen Mobilitätsservices vernetzen. Für den Markterfolg wird dabei der „Ease of Use“ ein entscheidendes Kriterium sein. Wollen Autohersteller auch künftig Mobilitätsanbieter Nummer 1 sein, sollten sie die Kontrolle über die Kundenschnittstelle halten und eine führende Rolle in Partnerschaften übernehmen. „Die Hersteller müssen nicht alle Optionen der Mobilität abdecken“, betont Bentenrieder. „Aber in der multimodalen Welt von morgen gilt es, sich weiterhin mit der attraktiven Option Automobil als der zentrale Ansprechpartner in der Mobilitätskette zu positionieren und damit die Rolle des Autos neu zu erfinden.“

Die Studie

Für die Studie „The Future of Mobility“ befragten Oliver Wyman und die ESB Business School Reutlingen rund 3.000 Personen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Shanghai und Singapur, welche Verkehrsmittel sie heute nutzen und wie sich ihr Mobilitätsverhalten künftig ändern wird. Berücksichtigt wurden dabei unter anderem steigende Kraftstoffpreise sowie verschiedene Anreize und Regulierungen wie Autobahnmaut für Pkw, Zufahrtsbeschränkungen für Städte oder die finanzielle Förderung von Elektroautos. Die Autoren entwickelten zwei Szenarien: Ein moderates, das unter anderem von einem Benzinpreis von 2,50 Euro je Liter bis zum Jahr 2030 und einem besser ausgebauten öffentlichen Personennahverkehr ausgeht. Das zweite, aggressivere Szenario hin zu nachhaltiger Mobilität unterstellt Kraftstoffkosten von 4 Euro pro Liter sowie weitere Belastungen wie City- und Autobahnmaut.

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Inhalt

  1. Einleitung: Oliver Wyman Studie Future Mobility
  2. Determinanten und regionale Einflüsse

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