Datenbändiger im Berateralltag

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08.11.2024
Köln
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Kein Unternehmen kann mehr ohne: Daten. Die Anzahl an digitalen und datenbasierten Geschäftsmodellen nimmt zu und macht unsere Welt noch komplexer. Die Komplexität ist eine Herausforderung, der sich auch Unternehmensberatungen stellen müssen.

Lünendonk hat über 100 Berater befragt und kommt in der neuen Studie „Consulting 4.0 – Mit Analytics ins digitale Beraterzeitalter“ zu Recht zu dem Ergebnis, dass technologieaffine Experten wie Data-Scientists oder IT-Spezialisten in der Consulting-Branche gefragt sind wie nie zuvor. Beratungsunternehmen müssen sich zwangsläufig mehr mit Datenanalyse und ihrer Interpretation auseinandersetzen, um die Effizienz und Effektivität der Beratungsleistung zu verbessern. Denn ihre Kunden benötigen Orientierung. Es ist die Aufgabe der Beratungen, sie bei der Entwicklung und dem Betrieb neuer digitaler Geschäftsmodelle zu unterstützen. Doch das erfordert auch auf Beraterseite den Einsatz modernster Analysetechnologien.

Wofür nutzen Berater aktuell Daten?

Über 90 Prozent der Berater wollen mit den Daten Transparenz für Kundenprobleme schaffen. Um den Markt zu verstehen, bedarf es komplexen Analysen. Doch Markt- und Wettbewerbsanalysen sind bislang mit einem extrem hohen Aufwand verbunden. Ebenso wie die sogenannte „Root Cause Analysis“, die die Problemursachen identifizieren soll. Der hohe Aufwand entsteht vor allem dadurch, dass Daten unterschiedliche Quellen und Formate aufweisen und sie teils manuell gesucht und ausgewertet werden müssen. Diese Aufgabe übernimmt häufig ein Junior-Berater, dem dann wenig Zeit bleibt, sich zusätzlich um die eigentliche Kundenberatung zu kümmern. Auf einer Skala von eins (geringer Aufwand) bis fünf (sehr hoher Aufwand) bewerten die Berater den Aufwand durchschnittlich mit 3,6. Damit statt in manueller Recherche und Analyse mehr Zeit in die eigentliche Strategieentwicklung investiert wird, ist eine Minimierung des Aufwands auf drei erwünscht. Durch einen insgesamt kürzeren Projektablauf könnten Beratungen mehr Projekte annehmen – sprich den Geschäftserfolg erhöhen. Das Datenmanagement sollte daher zu einem wichtigen Teil der Wertschöpfungskette von Beratungen werden. Es gilt, die richtigen Tools zu nutzen sowie Daten aus unterschiedlichen Quellen richtig zusammenzuführen und zu analysieren. Die Nachfrage nach analytischen Tools, die den Prozess optimieren ist dementsprechend hoch.

Hoher Bedarf an Technologieexperten

Als Datengrundlage dienen bisher allen Beratungsunternehmen Excel. Außerdem nutzen 90 Prozent ERP-Daten, 86 Prozent öffentlich zugängliche Datenquellen und 74 Prozent Kundendaten. Bei letzterem hapert es jedoch häufig. Nur ein Zehntel der Kunden liefert den Beratungen alle benötigten Daten. Neben neuen Tools auf der Beraterseite fehlen also auch passende Programme auf der Unternehmensseite. Rund ein Viertel der Befragten gab an, dass die Zeit für die Dateninterpretation fehlt, da die Aufbereitung und Visualisierung ein großes Problem sei. Wenn neue Programme in der Lage wären, Massendaten qualitativ zu dokumentieren, würden Zusammenhänge besser erkannt und die Qualität der Analyse erhöht werden. Zudem würden 35 Prozent der Studienteilnehmer gerne Social Media Daten in ihre Analysen mit einfließen lassen. Doch klassische Analysesysteme stoßen spätestens da an Grenzen. Zukünftig gefragt sind Online-Assessments, softwarebasierte Echtzeit-Prozessanalysen und Softwarelösungen für Geschäftsprozesse sowie Berater mit entsprechenden Technologie-Fähigkeiten. 

Als MINTler in die Beratung

Du studierst Informatik? Dann sind die Unternehmensberatungen ohne dich aufgeschmissen. Die digitale Transformation könnte dein Weg in die Beratung sein. Auf squeaker.net findest du weitere Informationen über Unternehmensberatungen und hast die Möglichkeit, dich direkt für Praktikumsplätze oder Direkteinstiege zu bewerben. 

Informationen zur Studie

Lünendonk versteht sich als europäisches Dienstleistungsunternehmen, das Marktforschungs-, Marktanalyse- und Marktberatungs-Dienstleistungen erbringt. Auf Basis von unabhängig erhobenen Forschungsergebnissen erstellt Lünendonk Studien, Prognosen und Konzepte für Branchen und Unternehmen. In Zusammenarbeit mit tableau hat Lünendonk 103 Geschäftsführer, Partner und weitere Führungskräfte mittelgroßer und großer Beratungsunternehmen befragt, wie wichtig digitale Beratungsangebote und moderne Analysetechnologien für ihren Beratungserfolg sind. 

4.0 ist Beratung neu gedacht!

Das Fazit: Beratungen müssen auf technologische Anforderungen des Kunden eingehen. Die Digitalisierung sorgt damit für erhebliche Veränderungen in der Consulting-Branche. Unabhängig vom Beraterfokus sind „Technologiekompetenz“, „Digitale Beratungsangebote“ oder „Software-tools zur Erkennung von Zusammenhängen“ unabdingbar für die Zukunft. Verborgene Potenziale müssen hervorgehoben und standardisierbare Prozesse automatisiert werden, um Wettbewerbsvorteile zu sichern und mehr Zeit in wertschöpfende Themen wie Strategieentwicklung investieren zu können. Die Kombination aus neuer Software und persönlicher Erfahrung maximiert so Gewinn und steigert die Ergebnisqualität für den Kunden.

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