Nomura (Debt Capital Market)

(4.2/5)   7 Votes
Art des Erfahrungsberichts:Unternehmen/ Einstiegsjob
Unternehmen: Nomura
Stadt: Hong Kong
Position: Trainee
Beginn oder Zeitraum: Juli - September 2001

Erfahrungsbericht Zusammenfassung Nomura

Gesamtfazit

Ich wuerde aufjedenfall das Praktikum wiederholen! Es macht super viel Spass, ist sehr lehrreich und Hong Kong ist ne nette Stadt.

Wenn ich CEO waere waer ich ja Japaner...

Pro
Besonders gut war: - interessante Arbeit - nette Kollegen - neue Erfahrungen
Contra
Nachteil: - teure Stadt (dafuer kann aber keiner was) - da gerade Sommer ist und die amerkanischen Banken nur schwach besetzt sind, gab es Tage an denen nichts gelaufen ist
Gesamtbewertung
 

Beschreibung der Arbeit

Ich arbeite im Debt Capital Market (Fixed Income Asia/Pacific) und dort primaer in der Origination, jedoch erhalte ich aufgaben von der Syndication und Securitisation.

Meine erste Aufgabe war es ein Pricing Tool fuer Primary Markets Issues zu bauen. Da die meisten Issues in USD oder EUR emittiert werden und Nomura ein japanische Bank ist, wollten wir sehen was die Emission in JPY Terms ist.

Danach habe ich mich den Spreads asiatischer Benchmarksbonds gewidmet und dort ein Spreadrechner fuer den Handel gebaut.

Neben diesen zeitraubenden Arbeiten (zum Teil sehr viel Copy und Paste) habe ich an verschiedenen Pitchbooks gearbeitet und Fragen ueber den europaeischen Kapitalmarkt beantwortet.

Der Arbeitstag begann um 8 mit einem Salesmeeting und endete fuer mich immer so um 7 (ich wurde um 7 immer nach Hause geschickt, meine Kollegen waren oft bis 10 oder laenger im Buero)

Die Aufgaben waren recht interessant, da ich im Job noch nicht sehr viel mit dem asiatischen Markt zu tun hatte. Ausserdem habe ich endlich mal ein wenig Visual Basic gelernt!

Lernerfahrung und persönliche Entwicklung
 

Gehalt
 

Atmosphäre - Nomura

Atmosphäre

Ich arbeite mit ausschliesslich Asianten zusammen, mein Chef ist aber Neuseelaender.
Als einziger Europaer geniesse ich eine gewisse Sonderstellung. Jeder will mir die chinesische Kultur (DimSum), die sich sehr uebers Essen definiert naeher bringen.
Ausserdem bin ich der Liebling der Kaffeemama geworden, die mir dauernd Kaffee und Getraenker bringt und mir dann immer die Schulter klopft.

Die Leute sind also sehr nett und zum Teil auch nach der Arbeit an Kontakt interssiert. Es wurde wie in jedem Handelsraum ziemlich viel gejoked und nebenher geredet.

Jedoch ist mir aufgefallen, dass in meiner Abteilung auf Teamarbeit nicht sehr viel wert gelegt wird. Waehrend in Deutschland Teamwork Nr. 1 ist, arbeitet hier jeder fuer sich, auch wenn der den Karren an die Wand faehrt.

Die Einrichtung ist OK. Ich habe zwar nur einen Bildschirm (von 4 in Deutschland ein Rueckschritt ;-)), aber auf mein Draengen hin habe ich eine tragbaren Bloomberg gekommen.
Ich bin also mit dem Markt verbunden!

Diese Persönlichkeit passt ins Unternehmen

Ich denke, jeder der im Ausland gearbeitet hat muss offen fuer Neues sein. Man muss die andere Kultur akzeptieren und an ihr auch interessiert sein. Vor allem bei Essen sollte man sich den Gegebenheiten anpassen koennen. Ich sage nur Mund auf und runter damit. (Hueherfuesse, Entenzungen oder Schweinehoden koennen auch lecker sein). Sehr toll finden sie es, wenn man mit Staebchen gesittet essen kann und nicht die Haelfte danaben geht.

Ausserdem sollte man ein fundiertes Wissen ueber den Kapitalmarkt, Computer (Bloomberg, Excel, Powerpoint) mitbringen. Arbeitserfahrung in einer Handelsabteilung waere schon gut.

Kooperation untereinander
 
Spaß
 
Unternehmenskultur
 
Unternehmensumfeld
 

Die Stadt

Stadtbericht

Hong ist einfach nur geil, aber sau teuer!

Ich wohne in einem Hotel in den Mid Levels und zahle schlappe 12.000 hkd (etwas uegber 3000 DM) fuer mein Hotel. Ein Bier ausserhalb der Happy Hour kostet zwischen 50 und 60 hkd und ein Cocktail ist fuer 70 zu haben.

Am Anfang macht man sich noch gedanken, dass ein Bier 15 DM kostet. Nach einer Weile ist es einem doch irgendwie egal. Nur am Ende kommt vielleicht auch bei mir das boese Erwachen.

Juli bis September sind wohl die heissten Monate. (Also ist es ganz gut, dass ich in einem klimatisierten Raum sitze) Kaum 5 Minuten vor der Tuer ist man bis auf die Socken durchgeschwitzt. Einen schoenen Nebeneffekt hat aber diese Zeit, Taifune! Jedesmal wenn ein Taifun bedrohlich auf Hong Kong zu steuert gibt es Taifun frei! (2 mal im Juli)

Abends gibt es auf HK Island zwei Gegenden, wo man gut weggehen und feiern kann (man trifft aber nur Europaer, Amis und Aussis dort). Chinesen gehen dort ungern hin, da die Laeden mit Philippininen uebersaeht sind, die auf nette Langnasen warten.

Am Wochenende kann man sich recht viel anschauen. Jedoch nach 5 Touritagen hat man alles gesehen! Der weitere Vorteil des Sommers ist, dass man sehr gut auf verschiedene Inseln fahren und dort die Straende geniessen kann!

Bewertung Stadt
 

Das Interview

Beworben für

Trainee

Ablauf des Interviews

Habe kein Gespraech gehabt!
Da es ein Bank to Bankaustausch ist musste ich lediglich eine Bewerbungsmappe fertig machen. Was man aber fuers Arbeitsvisum in Hong Kong benoetigt sind Arbeitsreferenzen und Beurteilungen auf Englisch.

Ich glaube auch nicht, dass Nomura generell Praktikanten nimmt, aber versuchen kann man es ja mal!


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