Erfahrungsbericht

Robert Bosch (Benchmarking)

Unternehmen

Robert Bosch

Job-Titel

Unternehmen/ Praktikum

Standort

Reutlingen

Zeitraum

April 2015 - April 2017

Position

Junior Projekt Manager

Bewertung von

Anonym

Gesamtbewertung

3

Lernerfahrung und persönliche Entwicklung

4

Arbeitsatmosphäre

4

Wie interessant waren die Aufgaben?

4

Kooperation untereinander

4

Karrieremöglichkeiten

2

Spaß

3

Unternehmenskultur

2

PRO:

  • Flexible Arbeitszeiten & Homeoffice möglich
  • Saubere und moderne Arbeitsplätze
  • Großzügige Zuzahlung bei der Kantine
  • Schnelle Verantwortungsübernahme

CONTRA:

  • Kaum Handlungsfreiraum
  • "Wir haben es immer schon so gemacht"-Kultur
  • Langsame Entscheidungswege & viel Bürokratie
  • Ab und zu weltfremde Ansichten

Gesamtfazit

Trotz der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens werden immer noch am meisten Ingenieure oder ITler gesucht. Studenten aus den WiWi oder BWL werden meines Erachtens zwar akzeptiert, jedoch nicht so gesucht und nicht so geachtet wie oben genannte.
Zwar ist Bosch immer noch ein angesehener und guter Arbeitgeber, jedoch ist dies auch mit einigen Einschränkungen verbunden (Standort!), über welche man sich bei einer langfristigen Karriereplanung Gedanken machen sollte.

Beschreibung der Arbeit

Ich bin für die 2 Jahre meines Studiums bei einer Abteilung beschäftigt gewesen. Am Anfang (ca. das erste Jahr) gab es eine steile Lernkurve, da diese Abteilung wie eine Art Inhouse Consulting für einen Geschäftsbereich fungiert. Im zweiten Jahr habe ich dann mehrere (Teil-)Projekte als Projektmanager betreut und konnte so meinen Erfahrungshorizont erweitern.
Laut Vertrag betrug die Arbeitszeit 35 Std/Wo, welche jedoch meistens nicht eingehalten werden konnten, da man in dieser Zeit dieselbe Arbeit leisten soll, wie Kollegen welche +45 Std/Wo arbeiten.

Durchschnittliche Arbeitszeit

42 Stunden pro Woche

Karrieremöglichkeiten

Da man als dualer Student als "extern" gekennzeichnet ist, gibt es bei Bosch eher keine Karrieremöglichkeiten, da vielerorts Einstellungsstopp herrscht. Stellen werden immer erst intern besetzt.
Als Student hat man keinen Zugriff auf das interne Weiterbildungssystem und muss Weiterbildungen über seinen Chef und die Studentenverwaltung beantragen. Dies führt leider dazu, dass Weiterbildungen eher die Ausnahme sind, da eine solche Investition nicht sinnvoll erscheint.
Leider ist einer der größten Kritikpunkte die zu starke Fokussierung auf den süddeutschen Raum, was eine andere Standortwahl fast unmöglich macht.

Atmosphäre

Ich war der jüngste in meiner Abteilung (Durchschnitt 50+), was nicht unbedingt negativ sein muss, jedoch eine andere Stimmung schafft als in einer gemischten Abteilung.
In meinen Projekten wurden teilweise sehr gute Erfolge erzielt und auch entsprechend dargestellt, jedoch von der Führungsriege eher als Selbstverständlichkeit erachtet und mit Lob wurde sich eher zurückgehalten.
Weiterhin wird zwar oft davon gesprochen, eigenständige Ideen zu entwickeln, jedoch werden diese dann (wenn überhaupt) eher zurückhaltend angenommen.

Diese Persönlichkeit passt ins Unternehmen

Jemand, der gerne einen vorgegebenen Handlungsrahmen hat, mit Bürokratie und starker Unternehmenspolitik gut zurecht kommt und dazu bereit ist (bei einer langfristigen Karriereplanung) in den Raum Stuttgart zu ziehen.
Vor allem (Wirtschafts-)Ingenieure und ITler.

Branche

Automobilindustrie

Unternehmens-Bereich

Beratung

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