Erfahrungsbericht

Porsche  (Entwicklung)

Unternehmen

Porsche 

Job-Titel

Unternehmen/ Praktikum

Standort

Weissach

Zeitraum

März - September 2009

Position

Praktikant

Bewertung von

Anonym

Gesamtbewertung

5

Lernerfahrung und persönliche Entwicklung

4

Arbeitsatmosphäre

5

Wie interessant waren die Aufgaben?

5

Kooperation untereinander

5

Karrieremöglichkeiten

5

Spaß

5

Unternehmenskultur

4

CEO

4

Environment

4

PRO:

  • Spannendes Aufgabenfeld durch viel aktives Fahren
  • Die beeindruckenden Fahrzeuge und der innige Kontakt dazu
  • Eine sehr produktive und angenehme Arbeitsatmosphäre
  • Hervorragende Reputation der Porsche AG

CONTRA:

  • Vergleichsweise geringes Gehalt
  • Weissach ist nicht der Nabel der Welt
  • Die Depression beim Besuch anderer Kantinen, nachdem man das Porsche Casino kennen und schätzen gelernt hat

Gesamtfazit

Das Praktikum war ein absolutes Traumpraktikum, nicht zuletzt, weil ich vorher als Werkstudent mir schon die Tätigkeit aussuchen konnte, die meinen Interessen am meisten entspricht. Ich wurde nicht enttäuscht. Der Abwechslungsreichtum und auch die Atmosphäre haben das für mich interessanteste Praktikum ergeben, das ich bisher durchlaufen durfte.

Beschreibung der Arbeit

Während meines Praktikums habe ich im Bereich Energiemanagement die Verbrauchsfahrten (Testgelände und Prüfstand) mitbegleitet und darüber übergreifend auch die Kostenbewertung der Prüfszenarien vorangetrieben.

Da die Vorbereitung häufig auch beinhaltete, dass die Fahrzeuge mit der entsprechenden Messelektronik ausgerüstet werden, war auch der technische Teil vergleichsweise anspruchsvoll. Es mussten die Messgeräte, Fahrerleitsysteme eingebaut sowie das Fahrzeug auf die entsprechenden Vorgabewerte aufgerüstet werden. Die Tests selbst umfassten dann verschiedene Fahrzyklen, wie sie auch vom Gesetzgeber vorgeschrieben sind. Da diese letztlich aber auf einem Rollenprüfstand gemessen werden, wird auf der Strecke die fahrzeugspezifische Fahrwiderstandskurve durch Ausrollen ermittelt. Weiterhin werden auf der Strecke auch Kundenverbräuche ermittelt, die dem tatsächlichen Fahrprofil der Kunden teilweise näher kommen als die synthetischen Prüfzyklen. Die Arbeiten sind teilweise sehr anspruchsvoll, insbesondere die analytische Unterstützung auch in ökonomischen Fragen sowie bei der Aufbereitung von Simulationsergebnissen. Gleichsam hat man auch viel Kontakt mit dem Fahrzeug, was einem als Autobegeisterten natürlich besondere Freude bereitet. Die Arbeitszeiten sind dabei vergleichsweise human, da man sich in weiten Teilen nach den Kollegen richtet. Eine gewisse Reisebereitschaft muss man zwar mitbringen, aber die Dienstreisen zu den Teststrecken machen auch großen Spaß.

Durchschnittliche Arbeitszeit

35 - 50 h

Stunden pro Woche

Karrieremöglichkeiten

Ich wurde in das Praktikantenförderprogramm Pole Position aufgenommen, wodurch einem eine besondere Betreuung auch nach dem Praktikum ermöglicht wird. Diese umfasst jährliche Events und eine besondere Aufmerksamkeit durch die Porsche Personalabteilung. Die Karrieremöglichkeiten, die mir skizziert wurden, fand ich allesamt sehr interessant und letztlich kam mir vorerst die Entscheidung zur Hochschulpromotion dazwischen.

Atmosphäre

Die Atmosphäre in der Abteilung war sehr angenehm und produktiv. Der Umgang mit den Kollegen im Büro wie auf der Strecke professionell aber auch vergleichsweise locker. So habe ich mir das auch im Vorfeld vorgestellt. Wer seine Aufgaben gut erfüllt, wird entsprechend seiner Fähigkeiten auch gewürdigt.

Diese Persönlichkeit passt ins Unternehmen

Ein aufgeschlossener Ingenieur, der eine ernsthafte Begeisterung für die Marke und das Produkt in sich trägt. Man wird gefördert aber auch gleichzeitig gefordert. Organisatorisches Talent ist von Nöten und die Extrameile muss auch mal gegangen werden.

Empfehlung

Porsche bietet das Pole Position Programm an, bei dem ich auch Mitglied war. Auf Vorschlag des Vorgesetzten wird ein erneutes Bewerbungsverfahren durchlaufen und der Praktikant wird im Nachgang gesondert betreut. Die Bewerbung auf eine Stelle kann für das Praktikum bereits direkt fruchten, einfacher geht es aber vermutlich über einen persönlichen Kontakt über Firmenkontaktmessen etc.

Branche

Automobilindustrie

Unternehmens-Bereich

Bildung, Forschung & Lehre

Die Stadt

Stadtbericht

Weissach ist leider nur ein kleines Dorf mit Kellern voller Praktikanten. Man muss sich etwas Mühe geben, um den Anschluss zu Stuttgart nicht zu verlieren. Dort pulsiert aber das Leben und die Stadt bietet einem vielfältige Möglichkeiten um den Abend und die Nacht zu nutzen. Die Verkehrsanbindung zur Wohnung sollte man auch in die Auswahl des Wohnorts mit einbeziehen. Aus Weissach ist die Anbindung eher schlecht, Leonberg ist ein vergleichsweise guter Trade-Off zwischen Arbeit und Freizeit.

Location Tipp

Ich glaube, dass man Stuttgart nicht weiter beschreiben muss. Die Theodor-Heuss ist überregional bekannt, Penthouse und Perkins Park sind auch noch für einige Alternativen und Insider-Tipps wie After Work am Donnerstag bekommt man von den Kollegen zu Hauf.

Bewertung Stadt
 

Das Interview

Beworben für

Praktikum

Erfolgreich?

Ja

Schwierigkeit der Bewerbung
 

Bewerbungsprozess

Erst ein Telefoninterview, dann ein persönliches Vorstellungsgespräch.

Ablauf des Interviews

Das Interview ist vergleichsweise wohlwollend, weil bei der Vorauswahl über die Qualifikation bereits recht stark gefiltert wird. Die Atmosphäre ist gelöst aber professionell, das Gespräch schlägt, sofern positiv begonnen, dann in einen Austausch über die Tätigkeiten als Praktikant um.

Interview-Fragen

Hat man es erst mal zum Bewerbungsgespräch geschafft, wird man mit technischen Fragen zum Automobil im Allgemeinen und zu Porsches im Speziellen konfrontiert. Hier zählen vor allem Neuerungen und Innovationen. Auch Kenndaten zu Porsche sollte man parat haben.

Einblicke und Insider-Tipps

Über Firmenkontaktmessen einen ersten Kontakt herstellen, schon eine Bewerbung dabei haben.

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