Interview zu Karrieremöglichkeiten für Mathematiker

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Der Mathematik-Professor und Geschäftsführer Dr. Luchsinger bietet verunsicherten Mathematik-Studenten Orientierung bei der Berufswahl und gibt Insider-Tipps für den erfolgreichen Einstieg nach dem Studium.

Erbsenzähler Wirtschaftsprüfer Auditor
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Der Berufseinstieg fällt vielen Mathematikern nicht leicht. Mangelnder Praxisbezug und fehlende Informationen zu den verschiedenen Berufsbildern und Karriereoptionen, etwa in der WirtschaftsprüfungVersicherung oder in der Finanzbranche, stellen Mathematik-Studenten oft vor die Frage „Was passiert nach dem Studium?“. Der Gründer und Geschäftsführer der Luchsinger Mathematics AG Herr Dr. Luchsinger beantwortet im squeaker.net-Interview diese und weitere Fragen von Studierenden und Absolventen.

Herr Dr. Luchsinger, worin, glauben Sie, liegt die Unsicherheit vieler Mathematik-Studenten bei der Berufswahl?

Diese Unsicherheit besteht nicht nur bei Mathematikern. Bei uns ist sicher speziell, dass man - außer beim Lehrerberuf oder der akademischen Laufbahn - kaum Vorstellungen hat, wie der Arbeitsalltag wirklich aussieht. Die Verunsicherung liegt vielleicht auch am Perfektionismus der Mathematiker, also an der Vorstellung, dass gleich der erste Job "der richtige Job" sein muss, der dann logisch zur gesamten späteren Karriere passt.

Mathematiker haben eine fundierte fachliche Ausbildung, doch auf welchen Beruf bereitet das Studium der Mathematik/Statistik genau vor?

Es gibt innerhalb des Mathematik-Studiums Spezialisierungen in der angewandten Mathematik, bei denen man eine gute Vorstellung von der späteren Arbeit bekommt. Beispiele sind die Numerik, Statistik und Finanz- und Versicherungsmathematik. Studenten der reinen Mathematik empfehle ich, dass sie in diesen Gebieten jedes Semester eine Vorlesung besuchen. Aber auch abgesehen von der angewandten Mathematik ist ein Mathematik-Studium eine gute Schule, denn man lernt, den Dingen auf den Grund zu gehen und Systeme zu analysieren. Die Berufsfelder sind, neben der gymnasialen Lehre und der akademischen Welt, vor allem BankenVersicherungen, Biostatistik, Data Mining und die ganze IT-Welt.

Warum fällt die Jobsuche nach dem Studium angewandten Mathematikern leichter als reinen Mathematikern?

In der Schweiz sehe ich da keine großen Unterschiede, das ist wohl in Deutschland anders. Der Grund liegt darin, dass Personen mit einer anwendungsbezogenen Spezialisierung direkt einsetzbar sind.

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Inhalt

  1. Einleitung: Berufseinstieg für Mathematiker
  2. Informationsquellen für Mathematik-Studenten

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