Informationsquellen für Mathematik-Studenten

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Welchen Wissen können Mathematiker einsetzen?

Unternehmensgründung für Mathematiker

In der Rubrik Alternative Karriere finden auch Mathematiker Anregungen für Karrieren abseits des Mainstreams sowie für die Gründung eines eigenen Unternehmens bzw. Start-ups.

Ein kluger Mann hat mal gesagt: "Ein Mathematiker kann entweder alles oder nichts." Von Absolventen der reinen Mathematik erwarte ich, dass sie sich intensiv mit Verallgemeinerungen auf einem immer höheren Abstraktionsgrad auseinandergesetzt haben, sodass sie schneller einen Überblick über neue Situationen haben und sich auch schneller in neue Techniken einarbeiten können. Ich empfehle Absolventen der reinen Mathematik, dass sie Respekt haben vor dem direkt anwendbaren Wissen ihrer Kollegen aus der angewandten Mathematik, welches in vielen Praxissituationen einen Vorsprung bedeuten kann.

Promotion oder Direkteinstieg? Welche Vorteile sehen Sie für Mathematiker?

Das ist eine schwere Frage. Wenn man keine akademische Karriere machen und in der Wirtschaft aufsteigen will, empfehle ich einen raschen Berufseinstieg ohne Promotion. Wer sich eine spätere (Teilzeit-)Lehrtätigkeit offenhalten will, macht besser den Doktor.

Mathematiker zeichnen sich durch ihr präzises Denken und ihr logisches Vorgehen aus. Welche weiteren Stärken würden Sie Mathematikern zuschreiben?

Das Denken ist wichtig. In Kombination mit bewusstem Nichtwissen kann es sehr gut sein. In einem gewissen Ausmaß stellt man Mathematiker ein, weil sie "denken können", nicht weil sie etwas wissen. Das ist dann ein Vorteil, wenn das "Wissen" zum Beispiel der Ökonomen nicht stimmt. Beispielsweise redeten und reden die Ökonomen vom risikolosen Zinssatz bei der Geldanlage (vor Griechenland und nach Griechenland - Skripte überarbeiten kann eben mühsam sein). Mathematiker wollen den Sachen auf den Grund gehen und können unterscheiden zwischen sicherem Wissen, provisorischen Annahmen und Hypothesen.

Sie haben selbst ein Mathematik-Studium absolviert. Hätten Sie sich nicht für eine akademische Karriere entschieden, wo würden Sie heute arbeiten?

Zuerst wollte ich Astronaut werden, dann Pilot (habe ich auch mal gemacht); später Politiker (bin ich auf Kreisebene), dann singe ich noch in einem russischen Chor in Zürich. Ich hatte immer eine Vorliebe für die kleinen und mittelständischen Betriebe und halte diese und ihre Träger für die zentralwichtigen Institutionen einer Gesellschaft. Ich arbeite nur in Teilzeit an der Uni Zürich und der Uni Basel und bin nebenbei auch Unternehmer, Sänger und politisch aktiv. Wenn ich mich ausschließlich in einem dieser Bereiche spezialisieren sollte, wäre mir das zu einseitig.

Dr. Luchsinger Gründer von Luchsinger Mathematics

Dr. Christoph James Luchsinger studierte Mathematik in Zürich, bevor er zum Doktor promovierte. Er hält Vorlesungen an den Universitäten Basel und Zürich und engagiert sich als Politiker auf Kreisebene.

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Inhalt

  1. Einleitung: Berufseinstieg für Mathematiker
  2. Informationsquellen für Mathematik-Studenten

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