Der SQUEAKER Ratgeber
Tabellarischer Lebenslauf
Ein tabellarischer Lebenslauf ist in Deutschland der Standard: Der Zeitraum steht links, der Inhalt rechts, alles in klaren Zeilen. Auf dieser Seite erfährst du, wie du ihn aufbaust, wie lang er sein darf und was in jeden Abschnitt gehört. Für Consulting-spezifische Formulierungen lohnt sich zusätzlich ein Blick auf die Consulting-CV Vorlagen.
Das Wichtigste zum tabellarischen Lebenslauf in Kürze
Ein tabellarischer Lebenslauf ordnet deine Stationen in zwei Spalten: links der Zeitraum, rechts der Inhalt. Studierende sollten eine Seite nutzen, Berufserfahrene maximal zwei.
Die Stationen stehen antichronologisch und folgen vier Blöcken: Bildung, Praktische Erfahrungen, Kenntnisse sowie Interessen & Engagement.
Was bedeutet tabellarisch im Lebenslauf?
Tabellarisch heißt, dass deine Stationen in Zeilen stehen. Links steht der Zeitraum, rechts die Tätigkeit oder Ausbildung. Weil jede Station gleich aufgebaut ist, findet die Leserin oder der Leser schnell die Informationen, die er sucht.
Wie baust du den Lebenslauf in Word auf?
Schritt 1: Tabelle mit zwei Spalten anlegen
Füge in Word eine Tabelle mit zwei Spalten ein. Die linke Spalte ist für Monate und Jahre, die rechte für Inhalte. Entferne die sichtbaren Linien, damit das Layout ruhig bleibt.
Schritt 2: Vier Blöcke bilden
Teile den Lebenslauf in Bildung, Praktische Erfahrungen, Kenntnisse und Interessen & Engagement. Jeder Block bekommt eine Überschrift über die volle Breite.
Schritt 3: Persönliche Daten und Foto platzieren
Die persönlichen Daten stehen oben. Ein Bewerbungsfoto ist in Deutschland freiwillig, viele Bewerber:innen fügen es aber weiterhin rechts neben den Daten ein. Details zur Wahl des Bildes findest du im Ratgeber Bewerbungsfoto für den Lebenslauf.
Wie lang darf ein tabellarischer Lebenslauf sein?
Studierende und Absolvent:innen sollten bei einer Seite bleiben. Mit mehrjähriger Berufserfahrung solltest du auf maximal zwei Seiten gehen, wenn jede Zeile etwas bringt.
In welcher Reihenfolge stehen die Stationen?
Innerhalb jedes Blocks gilt antichronologisch: Die aktuellste Station steht oben. Bei Studierenden folgt nach den persönlichen Daten die Ausbildung. Bei Berufserfahrenen steht die letzte Stelle an erster Stelle.
Wie weit zurück sollte ein tabellarischer Lebenslauf gehen?
Der Lebenslauf sollte lückenlos sein, muss aber nicht jede Station enthalten. Ältere Stationen fasst du knapp zusammen, aktuelle Stationen beschreibst du ausführlicher.
Was gehört in den Abschnitt Ausbildung?
Nenne Hochschule, Studiengang, Abschluss und Note. Schwerpunkt oder Abschlussarbeit kannst du ergänzen, wenn sie zur Stelle passen. Bei der Schule genügt der letzte Abschluss mit Note.
Wie stellst du Praktika und Weiterbildungen dar?
Praktika gehören in den Block Praktische Erfahrungen, wenn du noch keine Berufserfahrung hast. Nenne Unternehmen, Zeitraum und Tätigkeit wie bei einer Stelle. Weiterbildungen und Zertifikate nennst du mit Jahr im Block Kenntnisse, zum Beispiel ein Seminar oder ein Excel-Zertifikat.
Wie schreibst du Stichpunkte im tabellarischen Lebenslauf?
Nutze Stichworte statt ganzer Sätze. Pro Station reichen höchstens drei Stichpunkte, bei älteren Stationen einer. Beginne jeden Punkt mit einem Verb, zum Beispiel „analysiert“ oder „koordiniert“.
Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf?
Sprachen gibst du mit Niveau an, etwa Grundkenntnisse, fließend oder verhandlungssicher. Nenne nur Sprachen, die du wirklich beherrschst.
IT-Kenntnisse wie Excel, PowerPoint oder Programmiersprachen nennst du mit Niveau, zum Beispiel „sicher“ oder „Grundkenntnisse“. Excel und PowerPoint gehören bei vielen Consulting-Stellen zu den erwarteten Kenntnissen.
Gehören Hobbys und Engagement in den Lebenslauf?
Hobbys sollten konkret sein: zwei bis drei Angaben wie „Historische Romane“ wirken besser als „Lesen“.
Engagement zählt vor allem dann, wenn du Verantwortung übernommen hast, zum Beispiel als Teamleitung im Verein.
Wie gehst du mit Lücken im Lebenslauf um?
Eine Lücke wird im Lebenslauf erst ab etwa zwei Monaten relevant. Nenne den Grund dann sachlich, etwa „Auslandsaufenthalt“ oder „berufliche Neuorientierung“. Wie du Lücken im Gespräch erklärst, steht im Ratgeber Fehler im Lebenslauf.