Für die digitale Transformation brauchen Unternehmen Mitarbeiter mit neuen Qualifikationen. Insbesondere die Consulting-Branche sehnt sich nach Absolventen mit dem Problemlösungspotential der MINTler. Aber ist MINT die Lösung?

Deutschland: Ein Hundertstel

Ohne zusätzliche MINT-Absolventen wird es der Wirtschaft in Deutschland nicht gelingen, die Chancen von Künstlicher Intelligenz und Digitalisierung ganz auszuschöpfen. 2030 kommen vermutlich mehr als die Hälfte aller MINTler aus Indien oder China – aus Deutschland nur etwas mehr als ein Hundertstel. Warum juckt uns das? Weil sich durch die Digitalisierung fast jeder Arbeitsbereich verändert. Für den Nachwuchs heißt das etwa, „dass Skills im Bereich komplexe Analysen, Software und Programmiersprachen, vor allem aber die Fähigkeit, Daten zu interpretieren und in praktikable Lösungen zu verwandeln, noch wichtiger werden“, so Stephan Butscher, Chief Talent Officer bei Simon-Kucher & Partners.

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Simon Kucher

MINTler: The most wanted

Die vier Fachgebiete Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik erscheinen als Ausweg. Der Wandel, in dem sich ganze Wirtschaftszweige befinden, wird beratend begleitet – und angespornt – durch das Consulting. Eben hier sind aufgrund der digitalen Disruption MINT-Absolventen besonders willkommen. Die Unternehmensberatung verändert sich. Große Beratungen und Wirtschaftsprüfer gründen zum Beispiel digitale Auskopplungen und Start-ups, selbst Schnittstellen zu Kreativen wie der Werbebranche werden nötig. Mit anderen Worten: Wer sich für das Consulting interessiert, aber kein BWL-Studium hat – ist heute mehr als herzlich willkommen. So packst du den Quereinstieg ins Consulting.

Female Leadership

Apropos Willkommen: Vor allem Frauen fehlen im Consulting – und dort besonders in höheren Positionen. Ist der Frauenanteil im Einstiegslevel innerhalb dieser Branche heute bei immerhin 40% in Deutschland angekommen, sinkt er mit Besteigen der Karriereleiter wieder rapide ab. Und das weiß auch die Beraterbranche: ab da wird sozusagen nur noch mit „halber“ Kraft gearbeitet. Viele Unternehmen bieten daher heute flexible Arbeitsmodelle an – Stichwort: New Work.

Von STEM zu STEAM

In den USA heißt das Akronym nicht MINT, sondern STEM – für Science, Technology, Engineering, Mathematics. Doch wechselt man dort derzeit von STEM zu STEAM. Das ergänzende „A“ steht für Art, die Künste, oder einfach: Kreativität. Warum steht die Kunst neben den vier MINT-Fachrichtungen? Weil viele Probleme und Innovationen in der Digitalisierung heute breitere Lösungsansätze erfordern – zusätzlich zur rein logischen Denkweise auch Kreativität. Wonach klingt das? Yes, indeed, that’s Consulting: Wir sollten künftig von „MINKT“ sprechen und so die MINT-Ausbildung um die bildenden Künste erweitern.

Made in Germany

Das Studium in den technisch-naturwissenschaftlichen Fächern hat bei uns einen guten Ruf. Das liegt unter anderem am dualen System, das hier mehr als die Hälfte aller MINT-Absolventen „auf den Markt bringt“. Die zweigleisige Ausbildung ist auch im Ausland anerkannt und beliebt. Selbst in China und Indien wird die zweigleisige Bildungsform inzwischen kopiert. Beim Hochschulsystem dagegen liegt Deutschland klar hinter den USA mit ihren renommierten Elite-Unis. Wie kannst du dir dein Studium finanzieren? Wir verraten dir welche Unternehmen, Hochschulen und Branchenverbände Stipendien für MINTler anbieten. 

Kopfsache

Man kann das – die STEAM-Idee – sogar lokal im Gehirn verorten. Kurz zusammengefasst: Logik links, Kreativität rechts im Köpfchen. Neben der Ausschöpfung der eigenen ‚Rechenleistung‘ – also den ganzen Kopf zum Denken zu benutzen – hat die Sache aber einen ernsten Hintergrund. Grade in den USA führen die Automatisierung und der zunehmende Verlust von Arbeitsplätzen an Maschinen zu gesellschaftlichen Verwerfungen, die Menschen werden nachvollziehbar unzufrieden. Dies zeigt: Kreative Fähigkeiten sind am Ende schlicht lebensnotwendig. Rechner lösen Rechenaufgaben – Menschen dagegen sind erfinderisch. Also jetzt der Fachwechsel zu Freier Malerei? Nicht ganz. Aber jede Ausbildung sollte heute zumindest ein gestalterisches Element beinhalten.

Berufsweg: Disruption

Warum nicht mal den Horizont erweitern – oder neu erfinden? Eigentlich geht es genau darum: herkömmliche Perspektiven durch multidimensionale Sichtweisen zu erweitern. Out-of-the-box denken! Disruption als Chance sehen. Und die Digitalisierung als ein Tool, nicht als Zweck. Ganz praktisch heißt das: Als MINT-Absolvent stehen alle Wege offen. Vor allem der Weg „durch“ die Unternehmensberatung öffnet täglich neue Möglichkeiten – weil die Berater dabei sind, sich selbst neu zu erfinden. Egal woher Du kommst: MINT, MINKT, STEM oder STEAM, die Beraterbranche ist bereit, sich auf dich und dein disruptives Potential einzulassen.

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