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Von Anfang an authentisch sein

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Wie werden Arbeits- und Privatleben im Unternehmen in Balance gebracht?

Bei Roland Berger gibt es diverse Ansätze für den Projektalltag oder aber auch weitgreifender gedacht. Wahrscheinlich ist die Beratung eine der wenigen Branchen, die so viel Flexibilität bezüglich „remote working“ mit sich bringt. Auf meinem letzten Projekt haben wir jede Woche neu entschieden, wo wir arbeiten wollen: im Homeoffice, im Büro, beim Kunden oder beim Technologiepartner. Zusätzlich ist es möglich, sich längere Auszeiten zu nehmen – so habe ich zum Beispiel vorletzten Sommer eine Pause von meiner „normalen“ Projektarbeit gemacht und ein Social Fellowship absolviert, das von Roland Berger finanziell unterstützt wurde. Für drei Monate habe ich für eine soziale Organisation meiner Wahl gearbeitet und hier ganz andere Themen als sonst bearbeitet.

"Roland Berger zeichnet sich meiner Meinung nach dadurch aus, dass wir relativ viele Freiheiten für Eigeninitiativen haben und nicht alles in einen bestimmten Prozess gequetscht wird."

Wie fördert das Unternehmen die Karriere von Frauen im Consulting?

Es werden spezielle Trainings nur für Frauen angeboten, die sich genau darauf konzentrieren und sich mit Themen beschäftigen, die uns Frauen helfen. Neben fachlichen Trainings werden insbesondere Trainings rund um Softskills angeboten. Wir lernen dort unter anderem, wie wir authentisch Einfluss nehmen oder unser volles Potential ausschöpfen können. Ich nutze diese Trainings auch, um mich mit meinen Kolleginnen auszutauschen und zu vernetzen.

Werden Trainings, Workshops und Events für Frauen auf jeder Karrierestufe angeboten? 

Egal ob direkt nach dem Einstieg, mit ein paar Jahren Berufserfahrung oder als Partnerin – Roland Berger bietet für jede Karrierestufe etwas Spezielles an. Zum Beispiel bekommt man als Neueinsteigerin zusätzlich zur Mentorin oder dem Mentor eine Female Buddy, eine etwas erfahrenere Kollegin, zur Seite, die insbesondere in der Anfangszeit unterstützt. Eine andere Initiative ist das Coaching. Die letzten Monate habe ich an einem 1:1 Coaching teilgenommen und konnte hier verschiedene Themen mit einem ausgebildeten Coach besprechen. Auch die Partnerinnen, also unsere weibliche Führungsebene, veranstalten regelmäßig Events oder gründen Initiativen.

Wie gestaltet sich der Austausch im Netzwerk? Können sich Mitglieder lokal vernetzen oder digital?

Roland Berger zeichnet sich meiner Meinung nach dadurch aus, dass wir relativ viele Freiheiten für Eigeninitiativen haben und nicht alles in einen bestimmten Prozess gequetscht wird – so auch der Austausch in unserem Women@Roland Berger Netzwerk. Es gibt verschiedenste Events, Workshops und Initiativen – manche zentral organisiert durch unser HR-Team, manche von den Beraterinnen aus einem bestimmten Büro oder eines Bereichs getrieben. Ich kann aber auch ganz informell einer Kollegin einen virtuellen Coffee-Chat einstellen und sie um einen Austausch bitten, ohne, dass es dafür einen offiziellen Rahmen gibt. 

Welche Rolle nimmt Gender Parity in Projekten ein?

Für das Projektstaffing kommt es zunächst auf die Erfahrungen und Expertisen der Beraterinnen und Berater an. Es bringt nichts, ein Projekt nur für die Quote mit ausgeglichener Geschlechterparität zu staffen, wenn man dann nicht die Aufgabenstellung lösen kann, weil die entsprechenden Branchen- oder Fachkenntnisse fehlen. Nichtsdestotrotz bin ich davon überzeugt, dass Vielfalt allgemein und dementsprechend auch Geschlechtervielfalt die Qualität und den Erfolg von Teams steigern. Roland Berger als Unternehmen sieht es ebenso und lebt dies auf verschiedenen Ebenen, so auch beim Projektstaffing.

Ist die Erhöhung der Frauenquote ein strategisches Ziel für Sie?

Ja, den Anteil an Frauen in der Firma weiter zu erhöhen, ist ein strategisches Ziel, das sich das Management von Roland Berger bereits vor einiger Zeit gesetzt hat und dieses mit hoher Priorität verfolgt.

"Ich bin davon überzeugt, dass Vielfalt allgemein und dementsprechend auch Geschlechtervielfalt die Qualität und den Erfolg von Teams steigern."

Sind Sie der Meinung, dass der Einstieg in diesem Bereich für Frauen mit mehr Hindernissen verbunden ist als für Männer?

Grundsätzlich gelten die gleichen Anforderungen für Frauen und Männer im Recruiting. Auch später im Projektalltag wird bei der Bewertung der Performance kein Unterschied gemacht. Allerdings könnten Hindernisse im Einstieg auch persönlicher Art sein. Auch wenn wir auf einem guten Weg sind, gibt es natürlich Teams und Bereiche, in denen wir noch nicht so divers aufgestellt sind, wie wir es uns wünschen würden. So fällt es vielleicht einer Beraterin schwerer, ein weibliches Vorbild zu finden. Unser Female Buddy System und Women@Roland Berger Netzwerk wurden ins Leben gerufen, um dem entgegenzuwirken.

Wie haben Sie sich auf ihr erstes Vorstellungsgespräch vorbereitet und waren Sie direkt erfolgreich?

Ich haben mich direkt nach meinem Masterabschluss für den Festeinstieg beworben. Der Prozess damals und heute sieht vor, dass man alle Vorstellungsgespräche an einem Tag absolviert, ausgenommen von dem letzten Partnerinterview. Vorbereitet habe ich mich zusammen mit Mitstudierenden – gemeinsam sind wir Case Studies durchgegangen und haben uns gegenseitig auf die Probe gestellt. Das half mir mehr als nur darüber zu lesen.

"Den Anteil an Frauen in der Firma weiter zu erhöhen, ist ein strategisches Ziel, das sich das Management von Roland Berger bereits vor einiger Zeit gesetzt hat und dieses mit hoher Priorität verfolgt."

Welche drei Tipps würden Sie Absolventinnen geben, die gerade in die Consultingbranche einsteigen?

  • Früh ein Netzwerk aufbauen, um möglichst viel Sichtbarkeit zu erreichen
  • Von Anfang an authentisch sein und sich nicht verstellen
  • Selbstbewusst Ideen einbringen und nicht zurückschrecken

Welchen Tipp würden Sie jungen Frauen geben, die offen wären, eine Führungsposition zu übernehmen aber nicht den Mut haben, diesen Karriereweg einzuschlagen?

Finde eine Vertrauensperson in einer Führungsrolle, mit der du Ideen besprechen und schwierige Situationen durchspielen kannst, die aber auch die eigenen Ansätze mal hinterfragt. Observiere generell viel und frage immer nach, wie andere Führungskräfte Probleme oder Situationen gemeistert haben. Das hilft, um Sicherheit zu gewinnen und bringt neue Ideen.

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