Erfahrungsbericht

Accenture (Bewerbung Einstiegsposition)

Unternehmen

Accenture

Job-Titel

Bewerbung/ Bewerbung-Unternehmen

Standort

Düsseldorf

Zeitraum

2008

Position

Associate

Bewertung von

Anonym

Beworben für

Einstiegsposition

Gesamtbewertung

2

Schwierigkeit der Bewerbung

4

Rating Interviewee

2

Atmosphäre im Interview

3

Gesamtbewertung

2

Bewerbungsprozess

Also der Auswahltag beginnt um 8:30 uhr mit einer Begrüßung wo sich jeder kurz selbst vorstellen muss
(tipp: hierzu schon mal kurz üben wer man ist, was man macht und warum an zu Accenture will) -

Im Anschlus gibt es um 9 uhr ein präsentation über Accenture (ein bisschen langweilig - zumal die Führung durch die Büros interessanter ist).
Im Anschluss kommt um 9:30 das eAssessment. d.h. dass du am Computer sitzt und versuchst Aufgaben online zu lösen. Es gibt zwei Typen von Aufgaben.
Typ 1: du bekommst vier verschiedene dreistellige Zahlen diagonal untereinander gezeigt und hast gut 3,5 sec Zeit die zweitkleinste (!) herauszufinden - ist echt ne herausforderung zumal es ca. 40 Folgen sind.
Im Anschluss werden dir verschiedene Bilder gezeigt wo man z.B. ein Gruppe von Menschen am Tisch sieht und du sollst hierzu entsprechende Worte, die du mit diesen Bildern assozierst ankreuzen - hierzu hast du alle Zeit der Welt.

Nach dem eAssessement geht es 10:30 mit der einer Gruppenübung weiter. hierbei geht es um einen Beratungsfall, der nicht nach Plan läuft - sprich die vereinbarten Ziele wurden nicht eingehalten - vor Ort klappt die Umsetzung nicht etc. wichtig ist bei der Gruppenübung weniger das Ergebnis als viel mehr die rasche Findung eines Konsens. Dabei ist darauf zu achten, dass ein Jeder zu Wort kommen darf, es sei an dieser Stelle angemerkt, dass Accenture all die Leute nimmt, die gutes Teamwork zeigen plus es gibt KEINE festgelegte Anzahl an Leuten, die an einem Assessmenttag genommen werden. d.h. Accenture sucht keine Alphatierchen, keine grauen Mäuschen und keine Einzelkämpfer
Bei der Gruppenübung sollte ruhig die Flipchart etc. zur Verdeutlichtung der Ergebnisse eingesetzt werden.

Danach gibt es um 11:30 die Officeführung. Ist eine nette Location und sehenswert. Nach einer kurzen Pause geht es mit dem Wissenstransfer weiter.
Hierzu brauchst du die Theorie von Lutz von Rosenstiel.

Allen sei an dieser Stelle gesagt: lest nur die mitgelieferte Grafik von Accenture NICHT das Buch von Rosenstiel!!!

Alles andere ist Zeitverschwendung. Beim Wissenstransfer geht es darum, dass ein Kollege auf dich zukommt und dich um rat fragt, wie er einen Menschen zur Raison bringen kann, der ihm andauernd aus der Reihe tanzt. Du sollst ihm anhand der Rosentstiel-Grafik erklären wie man Menschen motiviert. Das Eigentliche bei der Übung ist aber, dass der Dialog von dir und dem Kollegen von einer 3. Person beobachtet wird. Du wirst dabei beobachtet wie gut du auf deinen Kollegen eingehen kannst (Stichwort: Empathie) - schaffst du es zuzuhören, schaffst du es zu motivieren und aufzubauen... sprich bei der Übung geht es um deine Menschlichkeit. ist eine nette Übung - doof ist allerdings dass dein Kollege sein problem spielt und du natürlich auch - was die ganze Übung zur Farce werden lässt... aber hey mein Tipp: keep smiling :o)

Gegen 13 Uhr gibt es Lunch, wobei du schauen solltest dass du mit den Accenture Leuten ins Quatschen kommst. Wirst natürlich auch hierbei wieder beobachtet - d.h.: Gute Tischmanieren, aber locker und natürlich bleiben - gerade ein Tipp an die Frauen: nicht unnatürlich hoch Lachen... fällt nur negativ auf
13:45 Uhr bekommt man eine Aufgabe gestellt, die man 2 h lang via Internet vorbereiten kann. Bei mir war es das Problem einer Autofirma, dass die Mitarbeiter nicht mehr produktiv sind - als Berater musste ich vergleiche finden und Lösungsmöglichkeiten finden. Musst in den 2 h auch eine Präsentation erstellen - diese allerdings auf Overheadfolien was ein bisschen unprofessionell ist - weil man sowas in real life doch eher auf Powerpoint machen würde.

Bevor du die Präsentation der Gruppe vortragen darfst geht es noch in ein persönliches Interview, wo du von Accenture Leuten zu deinem Lebenslauf gefragt wirst. Standardmäßig wird nach Brüchen in Studium und Praktika gefragt aber auch warum gerade DU zu Accenture willst.

Gegen 16:15 ist dann die Präsentation dran. Hasst 5 Minuten um deinen Vortrag vorzustellen, danach wirst du radikal zum stop gebracht
(Tipp: übe ein bisschen im voraus, so dass du ziemlich genau auf die 5 Minuten kommst, ansonsten immer Blickkontakt mit den Leuten halten, NICHT deine Folien vorlesenl - Diese dienen nur zur Unterstüzung und untermalen deine Ausführungen - du selbst musst dich verkaufen, d.h. auch klare Aussprache, sowie gute lässige Körperhaltung üben).
Danach hast du es geschafft und die Accenture Leute ziehen sich zur Beratung zurück. Derweil kannst du einen Berater über sein "erfolgreiches" Leben bei Accenture ausquetschen. Interessant ist die Frage wie ein so "super klasse Arbeigeber" wie Accenture es gerne sein möchte eine Fluktuationsquote von 20%!!! jährlich hat... klar ist die Beratungsbranche aber dennoch ist das verdammt viel.

Interview-Fragen

Gegen 17:45 bekommst du in privater Runde entweder ein Angebot oder eine Absage vorgelegt.

Einblicke und Insider-Tipps

Meine ehrliche Meinung als Mensch, der selber Recruitung und Personlwesen macht, ich habe selten einen so kindischen Auswahltag erlebt :) klar, mir hat es Spass gemacht und dir sicher auch - da alle ja super lieb und nett zu einander sind. Problem an der Sache ist: Dass Assessment die extrafunktionalen Fähigkeiten Menschen zum Vorschein bringen soll - bei Accenture geht es aber nur darum ob du ein guter Schauspieler bist oder nicht... Eigentlich schade, da sich die Leute dort schon Mühe geben....

Branche

Consulting - IT Consulting

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