McKinsey & Company (Bewerbung Praktikum)

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Organisation McKinsey & Company
Position Praktikum
Stadt München
Beworben für Praktikum
Wann? 2013
Erfolgreich? Ja
Schwierigkeit der Bewerbung
 
Bewertung des Interviewers
 
Atmosphäre im Interview
 
Gesamtbewertung
 

Bewerbungsprozess

Ich habe mit dem Insider-Dossier gearbeitet, sowie die Fälle in Hartensteins "Der Weg in die Unternehmensberatung" und die "Consulting-Praxis" durchgelesen. Darüber hinaus hatte mir ein Squeaker ein weiteres Case Book gemailt, in dem nochmal ungefähr 70 Cases drin stehen. Ich denke, dass Squeaker-Buch reicht auch schon aus, ich bin aber halt jemand, der gerne das Restrisiko soweit wie möglich minimiert.

Meiner Erfahrung nach bringt das bloße Lesen der Fälle bei Weitem nicht so viel, wie die richtige Interviewsituation. Entweder man kennt jemanden, der schon mal im Consulting war und "one on one" ein paar Cases mittrainieren kann. Alternativ dazu kann man auch hier im Forum nach Case-Partnern suchen. Mein erstes Case Interview hatte ich gleich bei BCG und bin auch prompt vollkommen untergegangen. Die Live-Erfahrung ist einfach anders als das Lesen eines Buches.

Die Erfahrung und das Feedback zu dem ersten Interview haben mir dann aber enorm geholfen. Das Gespräch drei Tage später bei McK und auch die folgenden bei anderen Top Tier Beratungen sind dann erfolgreich verlaufen. Vor diesem Hintergrund kann ich nur empfehlen, die Cases in einer Interviewsituation zu üben anstatt sie nur alleine durchzuarbeiten.

Interview-Fragen

Was McK angeht, war es bei mir so, dass alle Bewerber zunächst einmal in einen Konferenzraum geführt wurden. Dort haben wir dann ein paar Minuten gemeinsam auf die Interviewer gewartet. Die Zeit haben die meisten dazu genutzt, um sich die Lebensläufe der Berater, die uns in einer Mappe gegeben worden waren, zu überfliegen. Ich fand das ganz hilfreich, um mein Gegenüber besser einschätzen zu können und mich je nach Interviewer in einem bestimmten Licht darzustellen (Bsp. Hat er in seinem CV eher Hobbies im Sportbereich angegeben, dann erzähle ich natürlich mehr über meine Zeit als Tennisspieler, als über meine musischen Interessen.) Da stimmt dann schon mal die Chemie etwas mehr. Einigen Bewerbern konnte man aber auch am Gesichtsausdruck ansehen, dass sie im Kopf nochmal irgendwelche Frameworks durchgegangen sind. Ist meiner Meinung nach eher kontraproduktiv.
Schließlich sind dann die Interviewer gekommen und haben sich kurz vorgestellt, um sich ihren ersten Bewerber zu schnappen.

Den Mathe-/Logik-Test müssen nur Bewerber für eine Festanstellung ablegen (Habe übrigens von mehreren Leuten gehört, dass McK den Test selbst nicht so ernst nimmt und es nur darauf ankommt, nicht vollkommen zu versagen).

Man hat 2 Interviews. Der erste Teil ist jeweils allgemeinem CV-Geplänkel vorbehalten, nichts was man nicht aus dem Stehgreif beantworten kann. Außerdem wurde mir in beiden Interviews noch eine recht einfache Allgemeinwissens-Frage gestellt, die in Bezug zu meinem Lebenslauf stand (Auswirkungen von Chinas WTO-Beitritt auf China selbst und den Rest der Weltwirtschaft? Sie waren ja mal bei DaimlerChrysler, wer sitzt denn da eigentlich im Vorstand? Welches Ressort?).

Bevor wir dann zu den eigentlichen Cases gekommen sind, gab es noch jeweils einen (Standard-)Brainteaser (Wie groß ist der Winkel zwischen den Uhrzeigern um 15.15 Uhr? In A fahren alle 10 Min Busse nach B ab, sie brauchen für die Strecke 20 min, um dann 10 min Pause zu machen, bevor sie wieder zurückfahren, usw. Wieviele Busse kommen ihnen entgegen wenn sie mit einem Bus von A nach B und zurück fahren?).

Dann die Cases:
1. Interview: Sie sollen ein Controlling-Konzept für die BfA entwickeln, dass Performance-Indikatoren für die verschiedenen Leistungsbereiche der BfA enthält und einen Performance-Vergleich unter den einzelnen Arbeitsämtern ermöglicht. (1.Leistungsbereiche aufgezählt; 2. Pro Leistungsbereich ein bis zwei Kennzahlen entwickelt)

2. Interview: Wie kann man ein Unternehmen bewerten? (1. kurz alle möglichen Verfahren von Substanzwert bis Multiples aufgezählt; 2. das praxisrelevante Verfahren DCF näher erläutert) Ok, sie sind jetzt Vorstandsvorsitzender von BMW. Wer ist das eigentlich zur Zeit? Wie groß ist eigentlich der Umsatz von BMW (1. Du weißt es; 2. Du weißt den Umsatz eines anderen Automobilhersteller und leitest von da ab; 3. ... - Gesamtneuwagen im Jahr - Marktanteil BMW - ... - Umsatz) Die Unternehmensbewertung nach DCF ergibt einen Unternehmenswert der geringer ist als der Börsenwert von BMW. Was können sie tun? (Wie Cash Flows erhöhen? Wie Risiko reduzieren? Hebel weiter runterbrechen und konkrete Maßnahmen ableiten...).

Einblicke und Insider-Tipps

Die Case Interviews sind letztlich reine Übungssache. Man darf nicht vergessen, dass der Interviewer letztlich auch daran interessiert ist, dass der Bewerber Erfolg hat.

Entscheidend: Übung macht den Meister. Standard-Frameworks sind weniger wichtig als einfach ruhig und überlegt vorzugehen. Ich habe in meinem ersten Case Interview bei BCG die Erfahrung gemacht, dass man als Anfänger leicht Gefahr läuft, zu passiv zu sein und einfach nur zuzuhören, wie der Interviewer den Fall mehr oder weniger selbst löst. Stattdessen sollte man versuchen, das Heft selbst in der Hand zu behalten und den Interviewer durch die eigene Lösung zu "führen". Was das angeht, fanden es bei mir beide McK-Interviewer gut, dass ich einige Male eine Priorisierung vorgenommen habe, damit wir auch innerhalb der zur Verfügung stehenden Zeit fertig werden. Darüber hinaus hat es ihnen gut gefallen, dass ich auf Fragen nie sofort geantwortet habe, sondern mir immer einen Moment Zeit zum Nachdenken genommen. Obwohl ich Mathe-Lk hatte und auch im Studium recht gut in Mathe war, habe ich es nicht bereut, nochmal Primitiv-Mathe und Kopfrechnen zu üben, insbesondere Multiplizieren und Dividieren von großen Zahlen.

Feedback des Unternehmens

positiv

Branche

Consulting - Management Consulting


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