Roland Berger (Bewerbung Einstiegsposition)

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Organisation Roland Berger
Position Einstiegsposition
Beworben für Einstiegsposition
Wann? 2009

Bewerbungsprozess

Schriftliche Bewerbung zum Cross-Competence oder Competence Center Einstieg, Einladung zum ersten Interviewtag. Morgens zwei Interviews (ein Persönlichkeitsinterview, ein Fachinterview) und Analytiktest. Erster Cut. Nachmittags Gruppenpräsentation. Zweiter Cut. An einem anderen Tag ggf. drei Partnergespräche / Principalgespräche.

Ablauf des Interviews

Das Persönlichkeitsinterview wurde von einem Consultant und in meinem Fall zusätzlich von einer Mitarbeiterin aus dem Recruiting geführt. Sehr angenehme Atmosphäre, durch das Zusammenspiel der beiden Interviewer allerdings auch teilweise unerwartete, knackige Fragen.

Für das Fachinterview wurde extra ein Consultant geschickt, der in meinem Bereich zurzeit ein Projekt bearbeitet. Es scheint jedoch nicht immer der Fall zu sein, dass das Fachinterview im persönlichen Wunschbereich liegt. Ein kurzer Brainteaser, anschließend ein Case zu seinem derzeitigen Fall. Das Interview wurde teilweise in englisch geführt.

Der Analytiktest ist gut lösbar, eigentlich eher ein Intelligenztest mit verbalem Teil, analytischem Teil, mathematischen Teil und figuralem Teil.

Die Gruppenpräsentation ist meiner Meinung nach der schwierigste Teil. Wir waren zu fünft, hatten 60min. Vorbereitungszeit (immer unter Beobachtung) und haben dann ca. 60 min präsentiert. Da stehen dann fünf möchte-gern-Alphatiere vorn und wollen sich in der Vorbereitung alle als Teamleader, Strukturierer, etc. profilieren. Glaubt mir, es wird nicht funktionieren. Bei uns war es ein heilloses Durcheinander, da wir uns am Anfang nicht auf eine Struktur einigen konnten und so relativ chaotisch vorgegangen sind. Die Präsentation lief dann gut.

Die Partnerinterviews sollen den persönlichen Fit der Leute unter die Lupe nehmen, auch hier wurde aber nochmal Fachwissen zur Branche anhand von Cases bzw. konkreten Fragen abgefragt.

Interview-Fragen

Es wurde in meinem Fall viel Wert auf branchentypisches Wissen gelegt (Transportation). Wenn man einen entsprechend spezialisierten Hintergrund hat, muss man auf viele Fragen (auch detaillierter) in diesem Bereich gefasst sein. Entsprechend waren die Cases nicht unbedingt mit denen anderer Beratungen vergleichbar, da man sich nicht in fremde Branchen einarbeiten musste. Im Persönlichkeitsteil wurde auffallend viel dazu gefragt, wie man sich den Berateralltag vorstellt und ob man das wirklich machen möchte, warum etc.. Zusätzlich hat bei mir die Dame aus dem Recruiting mein Anschreiben zerlegt.

Die Gruppenpräsentation war marketinglastig (Produktportfolio und Marketingstrategie eines Unternehmens).

Einblicke und Insider-Tipps

Vorbereitung auf die Interviews wie bei anderen Beratungen auch. 1zu1 Situation in den Cases üben. Auf den Analytiktest muss man sicher meiner Meinung nach nicht groß vorbereiten. Es geht aber sicher gut, wenn man sich normale Intelligenztests im Internet ansieht.

Ansonsten würde ich mich für RBSC etwas detaillierter auf Kennzahlen, Bilanzen, etc. vorbereiten. Ich sollte z.B. die GuV eines Speditionsunternehmens aufstellen und analysieren.

Für die Gruppenpräsentation solltet ihr im Hinterkopf behalten, dass es hier extrem wichtig ist, die Ellenbogen auszufahren und sich zu zeigen. Versucht derjenige zu sein, der Struktur in das Ganze bringt und auch ansonsten gedankenschnell ist. Nicht unbedingt eine Führungsrolle ohne Verluste einnehmen, sich aber ganz klar in die Arbeit einbringen. Bei der Präsentation an sich ist es dann wichtig, eloquent und frei reden zu können, ein paar schöne Bilder gemalt zu haben und in der Vorbereitung kreative Ansätze gefunden zu haben.

Feedback des Unternehmens

Am gleichen Abend nach dem ersten Tag sehr ausführlich noch bevor Abfahrt.

Branche

Consulting - Management Consulting

Unternehmens-Bereich

Beratung


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