BMW Group (Internationale Strategie & CEO-Support)

Art des Erfahrungsberichts:Unternehmen/ Praktikum
Unternehmen: BMW Group
Stadt: München
Position: Praktikum
Beginn oder Zeitraum: Januar - Mai 2020

Erfahrungsbericht Zusammenfassung BMW Group

Gesamtfazit

Meine Zeit bei BMW war inhaltlich sehr interessant und aufschlussreich. Durch die Arbeit in der Strategieabteilung und dem Kontakt zur Führungsebene habe ich sehr viele Einblicke darüber bekommen, wie die Arbeit im Großkonzern abläuft. Dennoch habe ich gemerkt, dass ich als Person nicht zu dem institutionellen Kontext Großkonzern passe. Es herrscht ein enorm hoher Abstimmungsbedarf, bei welchem zu häufig Politik und zu selten Inhalte an erster Stelle stehe. Man kann als Einzelperson sehr wenig bewegen, was für mich langfristig sehr unbefriedigend wäre. Der Praktikumszeitraum von einem halben Jahr ist auch zu lang, da der zusätzlich Lerneffekt nach 3 Monaten recht gering ist. Im Vergleich zur externen Strategieberatung findet man zwar eine deutliche bessere Work-Life-Balance vor, arbeitet aber in einem sehr starren und undynamischen Arbeitsumfeld.
Ich kann die Stelle für Leute, welche großes Interesse an Strategiearbeit im Großkonzern und der Automobilindustrie haben, dennoch empfehlen.

Pro
Direkter Kontakt zur Führungsebene
Inhaltlich sehr spannend
Sehr nette und hilfsbereite Teamkollegen
Contra
Starre Konzernstruktur
Viele ad-hoc Aufgaben
Zu lange Praktikumsdauer
Gesamtbewertung
 

Beschreibung der Arbeit

Während meines Praktikums war ich im Bereich Financial Services unterwegs und habe im Bereich Internationale Strategie & CEO-Support gearbeitet. D.h., dass ich mich sowohl mit der strategischen Weiterentwicklung von Finanz- und Mobilitätsdienstleistungen, als auch die Auswirkungen der Digitalisierung und des veränderten Kundenverhaltens auf das Geschäftsmodell auseinandergesetzt habe. Dabei hat sich unsere Arbeit nicht auf Deutschland beschränkt, sondern auf alle relevanten Endkundenmärkte von BMW. Wichtige Themen waren dabei die zukünftige Rolle von Finanzierung, Leasing, Flottengeschäft und weiteren Mobilitätsdienstleistungen, wie Carsharing, Ridehailing oder Abo-Modellen. Die gesamte Arbeit der Abteilung stand unter der Prämisse, ein langfristiges Zielbild für den Geschäftsbereich Financial Services auszuarbeiten. Dafür haben wir beispielsweise eine Markt-, Wettbewerbs- und eine Umfeldanalyse durchgeführt. Auch haben wir mit externen Strategieberatern zusammengearbeitet.

Zudem habe ich als CEO-Support an Entscheidungsvorlagen und Dokumenten für die Führungsebene und den CEO, Herrn Thomas Wittig, mitgearbeitet. Der CEO-Support hat etwa ein Viertel der Tätigkeit ausgemacht, der Fokus lag also auf der Arbeit in der Strategieabteilung.

Im operativen Tagesgeschäft arbeitet man grundsätzlich dem Team, insbesondere dem eigenen Mentor, zu, übernimmt allerdings auch eigene Workstreams und kann gewisse Themen langfristig begleiten. Die Tätigkeiten umfassten größtenteils die Erstellung von Präsentationen und diverser Reports/Kalkulationen in Excel, Vorbereitung interner Unterlagen für die Führungsebene, Durchführung von spezifischen Recherchen zu Themen wie Leasing, Finanzierung und Mobilitätsdienstleistungen. Dabei war man also in aller Regel unterstützend mit Excel und PowerPoint unterwegs.

Durchschnittliche Arbeitszeit

40 Stunden pro Woche

Karrieremöglichkeiten

Der Einstieg in die Strategieabteilung findet grundsätzlich über zwei Wege statt:

1. Langjährige Erfahrung in der externen Beratung/Investmentbanking : Ca. die Hälfte der Kollegen hatte einen solchen Hintergrund (z.B. BCG, Accenture, Rothschild)
2. Langjährige Erfahrung im Unternehmen (mindestens 5 Jahre)

Ein Direkteinstieg nach dem Studium ist somit nicht möglich bzw. mir nicht bekannt. Nach einiger Zeit in der Strategieabteilung folgt bei guter Leistung dann der Schritt ins mittlere Management.
Ansonsten gibt es intern einige Weiterbildungsmöglichkeiten. Diese könnten allerdings weiter ausgebaut werden.

Lernerfahrung und persönliche Entwicklung
 

Atmosphäre - BMW Group

Atmosphäre

Die Kollegen waren alle sehr nett und hilfsbereit, es herrscht keine Ellenbogenmentalität. Auch abseits der Arbeit habe ich eine sehr kollegiale Arbeitsatmosphäre wahrgenommen. Insgesamt merkt man natürlich, dass es zwischen den Abteilungen ein gewisses Silo-Denken gibt und Verantwortung häufig weg geschoben wird. Auch innerhalb der eigenen Abteilung herrscht aufgrund der Konzerngröße ein riesiger Abstimmungsbedarf, da man ansonsten schnell den Überblick verliert. Dennoch glaube ich, dass bei BMW eine zu ausgeprägte Meeting-Kultur herrscht, welche unverhältnismäßig ist. Durch häufige Meetings, Jour-Fixes, etc., deren Mehrwert häufig sehr begrenzt ist, geht viel wertvolle Arbeitszeit verloren, die eher in die operative Projektarbeit investiert werden könnte.

Insgesamt hat sich die Abteilung aber große Mühe gegeben, mir ein möglichst interessantes und abwechslungsreiches Praktikum zu bieten, bei dem das Menschliche nicht zu kurz kommt.

Diese Persönlichkeit passt ins Unternehmen

Begeisterung für Automobilthemen, fachliche Kompetenz, Strukturiertheit, Offenheit, Selbstständigkeit und Humor

Arbeitsatmosphäre
 
Wie interessant waren die Aufgaben?
 
Kooperation untereinander
 
Karrieremöglichkeiten
 
Spaß
 
Unternehmenskultur
 

Branche

Automobilindustrie


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