Interview mit Nadja Peters, Director of Recruiting, zur Take Time bei McKinsey

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Wer sich für den Einstieg bei McKinsey entscheidet, weiß, dass die Arbeit als Berater kein klassischer 9-to-5-Job ist.

Persönliche Leidenschaften, Hobbies und Freunde müssen aber nicht unbedingt zu kurz kommen. McKinsey hat deshalb für jeden Consultant die so genannte Take Time eingeführt.

squeaker.net: Was ist Take Time? 

Nadja Peters: Take Time bedeutet, dass jeder Berater zusätzlich zu seinem regulären Urlaub noch zwei weitere Monate pro Jahr frei nehmen kann und damit die Möglichkeit hat, die eigene Jahresarbeitszeit innerhalb eines gewissen Rahmens selbst festzulegen. 

squeaker.net: Was ist denn das Neue an der Take Time? Das Prinzip ähnelt doch dem Sabbatical?! 

Nadja Peters: Das Neue an der "Take Time" ist, dass sie jedem Berater jederzeit zur Verfügung steht. Unsere Kollegen können sich einfach und unbürokratisch dafür entscheiden: Am Anfang des Jahres legen sie fest, ob und wie viel "Take Time" sie für die nächsten 12 Monate einplanen. Sie müssen die freien Tage nicht am Stück nehmen wie beim Sabbatical. Außerdem war ein Sabbatical tatsächlich immer eher eine Ausnahme - unsere "Take Time" soll Normalfall sein. Ein weiterer Vorteil gegenüber dem Sabbatical: Man ist während der "Take Time" weiterhin kranken- und sozialversichert. Und nicht zuletzt: Das Gehalt wird weiter gezahlt, angepasst natürlich. 

squeaker.net: Warum bietet McKinsey Take Time an? 

Nadja Peters: Wir haben unsere Mitarbeiter befragt und wollten von ihnen wissen, was sie sich von uns wünschen. Ergebnis: Ein Konzept wie das der "Take Time". Wir stellen Menschen ein, die tolle Qualifikationen haben und spannende Dinge in ihrem Leben machen. Wir möchten ihnen noch mehr Freiraum für diese Aktivitäten geben. Schon im Recruiting ist es für uns sehr wichtig, dass die Kandidaten nicht nur fachlich überzeugen, sondern auch darüber hinaus vielseitig interessiert und engagiert sind. Genau diese Interessen wollen wir weiter fördern, wenn sie als Berater bei uns an Bord sind. Deshalb bestärken wir unsere Mitarbeiter darin, ihre persönlichen Leidenschaften auch neben der Beratertätigkeit bei McKinsey weiter zu verfolgen. 

squeaker.net: Was verspricht sich McKinsey von der Take Time? 

Nadja Peters: Wir möchten jeden unserer Berater darin unterstützen, sich zu einer außergewöhnlichen und inspirierenden Führungspersönlichkeit weiter zu entwickeln. Dies kann nur gelingen, wenn er oder sie sich in vielerlei Hinsicht - auch neben ihrer Arbeit - entfalten kann. Dafür möchten wir mehr Freiräume schaffen.

McKinsey & Company  gehört zu den größten internationalen Beratungen, mit mittlerweile 7 Standorten in Deutschland. Von angehenden McKinsey-Beratern werden außergewöhnliche Problemlösungen erwartet – Wirtschaftswissen nicht mehr unbedingt.

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