Interview: Bewerbung bei Boston Consulting Group

Karriere bei BCG? Worauf das Recruiting-Team bei der Bewerbung achtet und wie man sich im Vorstellungsgespräch präsentieren sollte, verrät BCG-Partner und Managing Director Daniel Feldkamp.

Der Strategieberatung BCG geht es um mehr als nur gute Noten: Sie sucht neugierige Absolventen aller Fachrichtungen – Mediziner wie Maschinenbauer, Juristen und Japanologen, BWLer und Biologen. BCG-Partner und Managing Director Daniel Feldkamp erklärt, für wen BCG die richtige Wahl ist.

Herr Feldkamp, welche Eigenschaften sollte ein neuer Mitarbeiter mitbringen, um bei BCG glücklich und erfolgreich zu werden?

Wir suchen Mitarbeiter, die sich durch intellektuelle Neugier auszeichnen, Grenzen überwinden und beim Kunden wirklich etwas bewegen wollen. Teamarbeit, die eigene Meinung und Perspektive ab dem ersten Tag aktiv einzubringen sowie eigene Ideen und Ansätze stets kritisch zu hinterfragen, sind für uns selbstverständlich. Ein grundsätzliches Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen sowie Spaß an häufig wechselnden Themen und Aufgabenstellungen sind sicherlich weitere Voraussetzungen, um sich bei BCG wohl zu fühlen.

Wann sollte man sich definitiv nicht bei Ihnen bewerben?

Ein Bewerber sollte Lust darauf haben und die Arbeit nicht als Last, sondern als Chance sehen, viel in kurzer Zeit zu lernen. Diese Einstellung ist ein Muss – sonst sollte man sich die Bewerbung noch einmal überlegen.
Unsere Berater haben Freude an wirtschaftlichen Fragestellungen und Problemen. Arbeit bei BCG bedeutet viel reisen, internationales Arbeiten ist Alltag: Projekte in Südafrika oder China, Telefonkonferenzen mit Teams aus den USA oder Australien sind die Regel, nicht die Ausnahme. Zudem: Projektarbeit ist intensiv – Beratung kein „9 to 5″ Job.

Nennen Sie uns drei Dinge, die Sie im Vorstellungsgespräch positiv überraschen und etwas, das Ihnen in schlechter Erinnerung bleibt:

  • Ein Bewerber hat zum Beispiel ganz am Ende des Gesprächs fast beiläufig von einer sozialen Einrichtung in Afrika erzählt, die er selber gegründet hat und in die er unheimlich viel Engagement gesteckt hat – alles auf eigene Initiative und ohne Bezahlung. Derjenige hat sich einfach dafür begeistert und es dann parallel zu seinem Studium gemacht und vorangetrieben.
  • Ich habe zum Beispiel mit BCG ein Jahr in Los Angeles verbracht und habe die USA auch darüber hinaus recht häufig bereist. Wenn man dann mit einem Kandidaten ein tiefer gehendes, intensives Gespräch über Kulturunterschiede zwischen Deutschland und den USA oder über die Einzigartigkeit der Stadt Los Angeles führen kann, bleibt das in Erinnerung.
  • Beeindruckt bin ich zudem von Bewerbern, die den Interviewprozess bei BCG ein zweites Mal durchlaufen. Ich sehe immer wieder Kandidaten in Interviews, bei denen es leider beim ersten Mal für ein Praktikum oder eine Festanstellung nicht geklappt hat, die sich aber dann mit einigem zeitlichen Abstand noch einmal bei uns bewerben. Viele davon sind sehr begeistert von unserer Unternehmenskultur: Sie wollen „nur zu BCG” und können das auch gut begründen. Dieses Dranbleiben, diese Hartnäckigkeit gefällt mir.

Negativ fallen sicherlich Kandidaten auf, die zu selbstsicher bis arrogant auftreten. Ich kann mich noch gut an einen Kandidaten erinnern, der mir recht offensiv mitgeteilt hat, dass er sowieso ein Angebot bei einer der Top-Beratungen bekommen wird, und es daher gar nicht so wichtig ist, ob es heute bei BCG klappt oder nicht. Im Verlauf des Gesprächs ist dann schnell klar geworden, dass die Selbstsicherheit nur gespielt war. Zudem lief seine Bearbeitung der Fallstudie auch noch ziemlich schlecht. Ein Gespräch also, an das ich mich nicht so gerne zurückerinnere.

Welche außergewöhnlichen Situationen haben Sie mit Bewerbern erlebt?

Natürlich gibt es so einige Anekdoten, die sich im Laufe der Jahre angesammelt haben. Viele davon sind zum Glück zum Schmunzeln. Einer unserer Kandidaten war beispielsweise zu Beginn des Interviews extrem nervös. Wir haben es dann ganz ruhig angehen lassen und ein wirklich gutes Gespräch geführt. Auch seine Antworten in der Fallstudie waren sehr gut. Das hat der Kandidat selber natürlich auch gemerkt, ist sicherer geworden und war am Ende des Interviews ganz gelöst. Bei der Verabschiedung rutschte ihm dann aber ein kleines Wort aus dem Mund, das uns beide überraschte: du. Der Bewerber duzte mich ganz plötzlich, wahrscheinlich aus Zufriedenheit über das gut gelaufene Interview. Ein verzeihbarer Fehler.

Welche Dinge reizen Sie heute an Ihrem Job?

Die Arbeit ist unheimlich abwechslungsreich, Langeweile oder das Gefühl auf der Stelle zu treten kommen nicht auf. Meine Heimat bei BCG habe ich in der Praxisgruppe ‘Industrial Goods’ gefunden und berate hauptsächlich Kunden aus den Bereichen Bergbau sowie Maschinen- und Anlagenbau. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit diesen – teilweise sehr verschiedenen Kunden – macht großen Spaß und ich entwickle mich dabei persönlich schnell weiter. 

Zudem war ich als Recruiting Director bei BCG in München gemeinsam mit unserem Recruiting Team dafür verantwortlich, aus einer sehr großen Zahl an Bewerbungen die Besten für BCG auszusuchen – eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe, da ich so die Zukunft von BCG direkt beeinflussen kann. Ich führe selber sehr viele Gespräche mit Kandidaten und lerne dabei auch, wie sich die Wünsche und Vorstellungen von Berufseinsteigern in den letzten Jahren verändert haben. Sie fordern beispielsweise eher Projektinhalte, die sie interessieren, die sie sinnvoll finden und mehr Flexibilität. Sie wollen individuell entscheiden, wohin ihre Karriere eigentlich gehen soll.

 

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Als Antwort auf die verschiedenen Vorstellungen von Bewerbern bietet BCG das optionale Einstiegsprogramm “Individual Career” an. Hier können Bewerber zwischen den drei Schwerpunkten Vielfalt (mindestens vier Projekte in verschiedenen Industrien), Spezialisierung (mindestens drei Projekte in einer Praxisgruppe) oder Internationalität (zwei Projekte im Ausland) wählen.

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