Diversity bei Roland Berger: Katja Ingenhaag

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Consulting for Graduates
08.11.2024
Köln
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Die großen Beratungen haben Diversity Management zum Teil ihres Personalmanagements gemacht und fördern soziale, kulturelle und ethnische Vielfalt. Wir haben mit unterschiedlichen Menschen aus verschiedenen Beratungen gesprochen. Sie unterscheiden sich vom klassischen Berater:innen-Stereotyp, das noch in vielen Köpfen lebt  und in vielen Teams noch immer die Mehrheit darstellt. Wie fühlt sich das an und was unternimmt die Consulting-Branche, um Diversity zu fördern? Wir haben offene Antworten und spannende Insights zu diesen Fragen.

Diversität bedeutet für mich, dass eine Gruppe verschiedenster Persönlichkeiten zusammentrifft und von ihrer Vielfältigkeit profitieren kann. Diese Vielfältigkeit kann für mich durch die Herkunft, den fachlichen Hintergrund, die religiöse oder sexuelle Orientierung oder das Geschlecht gegeben sein. 

Als Teil des des Analytics-Teams bei Roland Berger erlebe ich täglich einen sehr diversen Beratungsalltag. Unser Team zeichnet sich durch einen sehr vielfältigen fachlichen Hintergrund aus und kann dadurch voneinander profitieren. So habe ich zum Beispiel Kolleg:innen mit einem Hintergrund in Informatik, den Ingenieurswissenschaften oder der Ökonomie. Auch kulturell ist unser Team vielfältig. Zuletzt haben wir außerdem einen starken Zuwachs weiblicher Kolleginnen erleben können. 

Als Mathematikerin bin ich im Consulting mit meinem Hintergrund eher in der Minderheit. Insbesondere außerhalb des Analytics-Teams ist das Consulting verstärkt durch Kolleg:innen mit einem eher betriebswirtschaftsnahen Hintergrund geprägt. Darüber hinaus ist die Verteilung der Geschlechter noch nicht ausgeglichen – hier sind meine männ­lichen Kollegen aktuell noch in der Mehrheit.

Insbesondere beim Einstieg in die Beratung konnte ich große Unterschiede durch meinen fachlichen Hintergrund feststellen. So musste ich meine betriebswirtschaftlichen Kenntnisse ausbauen, konnte im Gegenzug aber stets von meinen analytischen & quantitativen Fähigkeiten profitieren.  Zum Glück habe ich noch keine Nachteile dadurch erlebt. 

Natürlich gibt es Bereiche, in denen man dazulernen muss – insbesondere beim Einstieg in die Beratung mit einem mathematischen oder rein naturwissenschaftlichen Hintergrund. Dies macht für mich aber einen gewissen Reiz aus, da man viele neue Perspektiven kennenlernt und täglich dazulernen kann.

 

SQUEAKER

Katja Ingenhaag ist seit 2019 als Analytics-Beraterin bei Roland Berger in München tätig. Hier unterstützt sie die strategischen Entscheidungen ihrer Kunden durch daten­gestützte Analysen. Ihr Studium der Mathematik absolvierte sie an der RWTH Aachen und der Université de Montpellier. In ihrer Freizeit bereist sie gerne Frankreich und verbringt viel Zeit in den Bergen beim Wandern & Skifahren.

Wir haben bei Roland Berger ein sehr starkes Netzwerk unter weiblichen Kolleginnen. Dieser Austausch ist besonders hilfreich für Kolleginnen, die in eher männlich geprägten Teams arbeiten. Auch ich war zwischen­zeitlich für kurze Zeit das einzige weibliche Mitglied meines Teams und habe von dem Netzwerk und dem Austausch sehr profi­tieren können.

Als Einsteiger:in ist es in meinen Augen zunächst einmal wichtig, dass man Vielfältigkeit mit positiven Assoziationen verbindet. Hierbei hilft es, sich bewusst zu machen, dass die eigene Diversität positiv zu einem Ergebnis beitragen kann. Durch erste Erfolge kann man weiteres Selbstvertrauen schöpfen. Sollte es dennoch einmal zu Unsicher­heiten kommen, kann ein Gespräch mit einer Vertrauensperson helfen. Grundsätzlich sollte man Verständnis für die gegenseitige Situation schaffen und stets offen auf seine Mitmenschen zugehen.

Die Beratungsbranche hat erkannt, dass vielfältige Teams besonders erfolgsversprechend sind. Zum Aufbau dieser Diversität ist gegenseitige Akzeptanz zentral – diese kann und sollte auf allen Ebenen bestehen und vorgelebt werden. Alle Mitarbeitenden sollten gleichermaßen gehört und geachtet werden,
eine Beratung lebt nun einmal durch sie. Wir bei Roland Berger befinden uns bereits auf dem richtigen Weg, z.B. durch Women@Roland Berger, unser starkes Netzwerk für weibliche Kolleginnen und unsere globale LGBTQ+ Community „Just be“.

Aktuelles aus unserem Magazin:
Portrait eines Deloitte Consultants vor farbigem Pride-Hintergrund in Regenbogenfarben. Niclas trägt einen blauen Anzug und lächelt in die Kamera.
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Pride Initiative von Deloitte

Niclas arbeitet im Bereich Identity & Access Management bei Deloitte und engagiert sich neben seiner Tätigkeit als Consultant aktiv in der Pride Initiative. Im Interview spricht er über die Sichtbarkeit der queeren Community, besondere Momente sowie Herausforderungen rund um den CSD und warum die Pride Initiative bei Deloitte für ihn persönlich weit mehr als nur ein Netzwerk ist.

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Abstrakte Illustration in Regenbogenfarben als Symbol für Pride, Vielfalt und Inklusion im Consulting.
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Pride im Consulting: Wie Diversity wirklich gelebt wird

Vielfalt im Consulting zeigt sich längst nicht mehr nur in Lebensläufen oder Studiengängen. Unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Hintergründe prägen heute viele Teams und verändern, wie Beratung funktioniert. Gleichzeitig hält sich das klassische Bild der Branche in vielen Köpfen weiterhin hartnäckig. Wie divers ist Consulting also wirklich? Und was braucht es, damit Vielfalt nicht nur sichtbar ist, sondern auch gelebt wird?

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Interview
Warum Quantentechnologie Unternehmen schon heute verändert

Aaron ist Senior Technology Consultant bei BearingPoint im Bereich Quantentechnologien. Er unterstützt Unternehmen dabei, komplexe Quantentechnologien greifbar, planbar und nutzbar zu machen. Im Interview spricht er über aktuelle Anwendungsfelder, die Relevanz für Unternehmen und darüber, wie die Schnittstelle zwischen Forschung und Business in der Praxis aussieht.

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André ist Senior Manager bei BearingPoint in der Microsoft Practice und unterstützt Kund:innen bei der Umsetzung von AI- und Cloud-Lösungen auf Basis von Microsoft-Technologien. Im Interview spricht er über aktuelle Entwicklungen rund um AI, die Bedeutung einer soliden Daten- und IT-Basis und seine Projektarbeit im Consulting.

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Selbstbewusste Frau in Führungsposition steht mit verschränkten Armen in einem modernen Bürogebäude – Consulting und Leadership.
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Frauen in Führungspositionen: Die Lage in Deutschland – und im Consulting

Frauen in Führungspositionen sind in Deutschland nach wie vor die Ausnahme: Nur knapp 29 Prozent aller Führungskräfte sind weiblich – und im Consulting sind es in der obersten Hierarchieebene sogar nur 14,5 Prozent. Im internationalen Vergleich hinkt Deutschland deutlich hinterher, der EU-Durchschnitt liegt bei 35,2 Prozent. Gründe dafür sind unter anderem klassische Rollenbilder, männlich geprägte Netzwerke und starre Führungsmodelle. Doch gerade im Consulting gibt es zunehmend gezielte Förderprogramme – von McKinsey bis Roland Berger –, die Frauen aktiv auf dem Weg in die Führungsetage unterstützen.

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