Frau Karriere

PwC: Frauen machen Karriere!

In der Consulting-Branche arbeiten immer noch viel weniger Frauen als Männer. Ulrike Moritz hat den Einstieg als Beraterin bei PwC erfolgreich geschafft. Im Interview verrät sie ihre persönlichen Karriere-Tipps für Frauen.

squeaker.net-Mitglied Ulrike Moritz hatte schon als Studentin das feste Ziel, später als Consultant bei einem großen Unternehmen zu arbeiten. Heute ist sie erfolgreiche Beraterin bei der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC, die für die squeaker.net-Mitglieder zu den attraktivsten Arbeitgebern zählt. Im Gespräch mit squeaker.net berichtet Ulrike von ihren Erfahrungen mit Frauenförderung, verrät ihre Meinung zur Frauenquote und gibt dir Insider-Tipps für den Berufseinstieg.

Ulrike Moritz:

Ulrike, du arbeitest als Unternehmensberaterin bei PwC. Welche Erfahrungen hast du bisher als Frau im Consulting gemacht?

Oft heißt es ja, dass es Frauen in der „Männerdomäne“ Unternehmensberatung schwer haben und mit Nachteilen zu kämpfen hätten. Ich habe andere Erfahrungen gemacht. Was wirklich zählt, ist die eigene Leistung, nicht das Geschlecht. Mein Arbeitgeber weiß, dass Mitarbeiter nur dann leistungsfähig bleiben, wenn auch ein angemessener Ausgleich möglich ist. Aus diesem Grund wird hier viel in Work-Life-Balance-Programme investiert, darunter auch Angebote speziell für Frauen.

Hast du während deines Studiums oder Berufseinstiegs Förderprogramme für Frauen in Anspruch genommen?

Nein. Während meines Studiums gab es an meiner Uni keine Förderprogramme speziell für Frauen. Ich habe stattdessen an Programmen teilgenommen, die mich meinem Ziel – nämlich als Consultant zu arbeiten – näher gebracht haben. Dazu gehörte die Arbeit in einer studentischen Unternehmensberatung sowie Workshops und Gespräche bei meinen Wunscharbeitgebern. Dennoch kann ein Netzwerk unter Frauen sehr hilfreich sein. Das Programm women@PwC etwa unterstützt gezielt Frauen bei ihrer persönlichen Karriere.

Was glaubst du, warum Frauen in deutschen Chefetagen immer noch unterrepräsentiert sind?

Hauptgrund ist sicherlich das Problem der Frauen, Privat- und Berufsleben unter einen Hut zu bekommen. Der Spruch „Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau“ kommt nicht von ungefähr. Noch immer sind in weiten Teilen unserer Gesellschaft die Rollen klassisch verteilt: Von der Frau wird erwartet, dass sie ihrem Mann den Rücken freihält, damit der sich voll auf den Beruf konzentrieren kann. Dass so wenige Frauen auf den Chefsesseln sitzen, liegt auf keinen Fall daran, dass Frauen das nicht könnten. Viel eher scheint mir, dass Frauen noch immer den Großteil der Verantwortung für die Organisation des Privatlebens tragen und sich deshalb nicht komplett auf die eigene Karriere konzentrieren können. An diesem Punkt sollten auf Frauen zugeschnittene Förderprogramme ansetzen.

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Welche Unterstützung brauchen Frauen deiner Meinung nach, um Kinder & Karriere unter einen Hut zu kriegen?

Damit die Kombination aus Kindern & Karriere klappt, ist es wichtig, den Frauen Flexibilität im Beruf zu ermöglichen. Dazu gehört sowohl Flexibilität in der Arbeitszeit als auch im Arbeitsort. Die Unterstützung in der Betreuung der Kinder durch Betriebskindergärten oder Kooperationen können die Organisation von Familie und Beruf erleichtern. Und auch in Teilzeit sind heutzutage Karrieren möglich.

Braucht Deutschland eine Frauenquote?

Ich persönlich halte eine feste Quote für den falschen Weg. Ich möchte einen Job bekommen, weil ich die richtige Person dafür bin, nicht weil durch mich eine Quote erfüllt werden kann. Eine Quote wird den Respekt vor der Leistung der Frauen nicht erhöhen. Entscheidend ist, dass ein Umdenken stattfindet. Die „best person for the job“ ist eben nicht immer ein Mann.

Was sind deine persönlichen Karriere-Tipps für Frauen – allgemein und im Consulting?

Generell gilt: Wer erfolgreich sein will, sollte ein klares Ziel vor Augen haben und kontinuierlich darauf hinarbeiten. Nutzt die Chance, mit potenziellen Arbeitgebern auf Messen oder in Workshops ins Gespräch zu kommen, am besten gleich mit fertiger Bewerbungsmappe und personalisiertem Anschreiben. Ein sicheres, selbstbewusstes Auftreten überzeugt meist mehr als die Hochschulnoten. Glaubt an Euch und Eure Fähigkeiten! Habt Ihr dann den Berufseinstieg geschafft, kommuniziert Eure Ziele gegenüber Euren Vorgesetzten. Baut Euch ein weites Netzwerk auf und stellt sicher, dass Euer Einsatz für das Unternehmen wahrgenommen wird – so bleibt Ihr Eurem Chef auch in der nächsten Gehaltsrunde im Gedächtnis.

Ulrike Moritz hat bereits während ihres Studiums in einer studentischen Unternehmensberatung gearbeitet. Nach Abschluss ihres BWL-Studiums zog sie nach Frankfurt am Main und arbeitet dort seit Mitte 2011 als Consultant bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC.

Ulrike Moritz:

Ulrike Moritz hat bereits während ihres Studiums in einer studentischen Unternehmensberatung gearbeitet. Nach Abschluss ihres BWL-Studiums zog sie nach Frankfurt am Main und arbeitet dort seit Mitte 2011 als Consultant bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC.

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