Karriere in Law-Firms

Langeweile vs. Stress

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Die richtige Balance zwischen zu hoher und zu geringer Arbeitsbelastung zu finden, stellt gerade Neueinsteiger oft vor große Herausforderungen. Dabei gilt, dass ein paar goldene Grundregeln den Weg zur perfekten Work-Life-Balance erleichtern können.

Balance, Ausgleich, Gleichgewicht
© alphaspirit

via fotolia

„Zu wenig zu tun“

Was ist schlimmer: Berge voll Arbeit und Schuften bis in die Nacht hinein oder keine Aufgaben und gähnende Langeweile? Die Antwort auf diese Frage ist nicht einfach und hängt vom jeweiligen Kontext ab. In jedem Falle ist es aber keine angenehme Situation, wenn du als First-Year-Associate keine Arbeit bekommst. Dies liegt nicht unbedingt an der aufkommenden Langeweile - du wirst dich sicher mithilfe von Spiegel-Online, Amazon oder anderen Aktivitäten für eine gewisse Weile die Zeit vertreiben können. Das Problem ist ein anderes: Wenn du nichts zu tun hast, kann dies ein Zeichen dafür sein, dass deine Arbeitskraft nicht unbedingt gebraucht wird oder – noch unerfreulicher – dass dir absichtlich keine bzw. wenige Aufgaben anvertraut werden. Es gilt daher, einen dauerhaften Zustand der „Arbeitslosigkeit“ unbedingt zu vermeiden.

Beispiel Fachbereich Banking

In deinem Team (Partner P und vier Associates inkl. dir) läuft momentan ein zeitraubendes Mandat: Dein Team berät die Big Bank, die bei einer großen Transaktion dem Käufer (der NewCo) ein Akquisitionsfinanzierungsdarlehen gibt. Du hast in diesem Mandat, das nun seit drei Tagen läuft, bislang lediglich kleinere Aufgaben erledigt. Es ist nun Mittwoch 19.00 Uhr und du hast einen weiteren – aus deiner Sicht eher unbedeutenden – kleinen Mark Up (Überarbeitung eines Textes) beendet. Du fühlst dich nicht richtig in die Transaktion integriert, da du bereits in den letzten Tagen deine „Unterbelastung“ und deinen Arbeitswillen gegenüber mehreren Teammitgliedern geäußert hatten. Aus deinem Nebenzimmern hörst du viele Telefonate deiner Kollegen, denen du einzelne Begriffe wie „Senior“, „Mezz“, „Warrants“ und „PIK-Element“ entnehmen können. Es scheint also „rund zu gehen“. Alle - außer dir - scheinen voll beschäftigt zu sein.

Tipp

Da du dich noch in der Probezeit befindest, möchtest du einerseits nicht unbedingt zu oft und deutlich zu erkennen geben, dass du nichts zu tun hast, also anscheinend entbehrlich bist. Andererseits möchtest du dich einbringen und an der Transaktion teilhaben, um sowohl Präsenz zu zeigen als auch am konkreten Fall zu lernen. Nur in Extremsituationen solltest du dem Partner mitteilen, dass du keine Arbeit bekommst. Es ist besser, sich mit einem der federführenden Associate-Kollegen in Verbindung zu setzen. Belasse es dabei nicht bei der einfachen Frage „Kann ich noch etwas tun?“. Zeige vielmehr deinen Willen, Verantwortung zu übernehmen, sowie dein Interesse für die Transaktion und deren Gesamtzusammenhang. Wer in seiner Anfangszeit immer nur um kleine Aufträge bittet, wird auch keine anderen bekommen.

Wenn du allerdings schon einige Monate dabei bist und dein Team gut einschätzen kannst, solltest du neue Arbeitsaufträge auch nicht erzwingen. Du musst natürlich schauen, dass du über einen längeren Zeitraum gesehen ungefähr auf eine ähnliche Anzahl an billable hours (Arbeitsstunden, die dem Mandanten in Rechnung gestellt werden) kommst wie deine Kollegen. Wenn dies allerdings der Fall ist und bei dir am frühen Abend einmal kein Auftrag mehr auf dem Tisch liegt, der noch am nächsten Morgen erledigt sein muss, dann solltest du auch einfach nach Hause gehen. Es bringt nichts, „Work-Life-Balance“ immer einzufordern, dann aber bei entsprechendem Freiraum doch den Bürostuhl vorzuziehen.

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