MBA-Erfahrungsberichte

Spezielle Informationen über die Albert-Ludwig-Universität

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Kolleggebäude der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Image by Joergens.mi via Wikimedia

Was für Auswirkungen hatte die Anmeldung bei der Albert-Ludwigs-Universität?

Ich habe zeitnah sehr gute Jobangebote bekommen. Ausschlaggebend für diese Jobangebote war meiner Meinung nach der Name Raffelhüschen in meinem Lebenslauf. Zudem darf man hinzufügen, dass man an der Albert-Ludwigs-Eliteuniversität studiert, da die Uni zur Exzellenz-Initiative in Deutschland gehört. Ich kann nur feststellen, dass die Personaler, mit denen ich im Vorstellungsgespräch zu tun hatte, im Detail nicht wissen, was ein Bachelor-, Master- oder MBA-Degree ist. Gerade der Terminus MBA ist für viele schwer positionierbar: Aber sie lesen den Namen Raffelhüschen oder Kessler, der für die Steuerbranche immens wichtig ist, oder Blaurock, der wiederum eine Koryphäe im juristischen Bereich ist. Eigentlich kann man hier von einem „People Business“ sprechen: Namen tauchen im Lebenslauf auf, die für die jeweilige Branche eine Bedeutung haben und dementsprechend läuft das Bewerbungsgespräch völlig anders ab. Ich wurde nicht nach meinen Noten gefragt. Ich habe mich auf Führungspositionen beworben, mit denen eine Personalverantwortung von über 300 Menschen verbunden war, ohne vorher einen ähnlichen Job gemacht zu haben – im Bewerbungsgespräch wurde ich gefragt, ob ich mich nicht zu Höherem berufen fühle und was ich in dem Unternehmen wolle. Es war höchstwahrscheinlich auch eine für Bewerbungsgespräche typisch provozierende Frage, ich hatte dennoch den Eindruck, dass meine Interviewer sich explizit auf die Elite-Universität bezogen haben. Genauso habe ich es dann auch in meinen Lebenslauf geschrieben und das kann ich nur empfehlen. Das Wort Elite und der Name Raffelhüschen haben mehr gezogen, als der eigentliche Abschluss MBA!

Gibt es besonders positive oder negative Erfahrungen, die Sie an der Hochschule in Freiburg gesammelt haben?

Im Vergleich zur normalen Universität hat man es sehr leicht. Die ewige Warterei, die im normalen Studium zur Routine gehört, sei es im Dekanat oder vor den Türen der Professoren, entfällt. Man hat keine Probleme an Bücher heranzukommen, die an der konventionellen Bibliothek eventuell ausgeliehen oder gar versteckt wurden. Ich habe Erinnerungen an Vorlesungen in Audimax-Hörsälen, in denen 600-800 Studenten saßen und dem Professor zuhören wollten. In Freiburg ist dies völlig anders: Man bekommt für das Geld, was man bezahlt, auch einen Full-Service. Zu Beginn einer jeden Präsenzphase wird eine Klausur geschrieben über die vorige Präsenzphase. Insgesamt hat man sechs Präsenzwochen. Zusätzlich müssen Einsendeaufgaben bewältigt werden. Bei diesen Einsendeaufgaben wird natürlich auch Sekundärliteratur angegeben. Diese Literatur ist immer downloadbar als PDF-File. Man hat einen Online-Zugang, eine Art schwarzes Brett, über den sich die Studenten austauschen können, man hat einen Teletutor, der die komplette Technik erklärt. Es gibt einen Ansprechpartner, der permanent erreichbar ist über Handy. Sollte ich Probleme haben beim Verfassen meiner Masterarbeit in Bezug auf Literatur, dann kümmert sich die Uni darum, dass mir die fehlenden Seiten eingescannt und zugeschickt werden. Bei den Präsenzphasen ist für Verpflegung gesorgt.

Mensa der Albert-Ludwigs-Universität
Image by Michael Schmalenstroer via Wikimedia

Würden Sie das Studium noch mal machen?

Auf jeden Fall! Das Studium ist so ausgelegt, dass ich nur die Seminare belegen muss, die mich weiterbringen. Im Studium in Paderborn habe ich einige Scheine eher mit unterdurchschnittlichem Erfolg erhalten. In Freiburg habe ich selten schlechter als sehr gut abgeschnitten, weil ich mich hier mit Themen befassen konnte, die genau auf mich und meine Arbeitssituation zugeschnitten waren – und das ohne gefühlte Anstrengung. Der Lehrstuhl gibt an, dass man sich ungefähr 20 Stunden pro Woche mit dem Studium befassen müsste, um die Einsendeaufgaben zu bearbeiten. Ich habe noch nie mehr als zwei Stunden pro Woche investiert. Kritik kam dann von meinen älteren Kommilitonen, die aus dem Lernprozess schon sehr viel länger raus waren als ich.

Wird Ihnen Ihr Netzwerk in Zukunft weiterhelfen können?

Das hat es ja schon. Letztendlich hätte ich mich zu solch einem frühen Zeitpunkt nicht beworben. Ein Kommilitone hat mir geraten, mich aus dem Studium heraus zu bewerben. Er macht gerade einen ähnlichen Job wie den, auf den ich mich beworben habe. Ich glaube, der wichtigste Effekt für mich ist der Name der Universität. Ein Programm ist immer nur so gut, wie der Name oder der Lehrstuhl, der dahintersteht.

Herr Kosellek, vielen Dank für das aufschlussreiche Gespräch.

Das Interview führte Benjamin Küster für squeaker.net (2010).

Homepage der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg

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Inhalt

  1. Einleitung: Universität Freiburg
  2. Spezielle Informationen über die Albert-Ludwig-Universität

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