Fazit

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Entschlossenes Vorgehen notwendig

Oliver Wyman Maschinenbau 2015 China Deutschland Internationaler Vergleich

Die Situation weist deutliche Parallelen zum Wettbewerb mit japanischen Maschinen- und Anlagenbauern in den 1980er-Jahren auf. Viele Jahre verharmlost stachen die Japaner zuerst die amerikanischen Wettbewerber aus und eroberten dann in einigen Marktsegmenten große Teile des Weltmarkts. Im Wettbewerb mit China kommt eine zusätzliche Bedrohung hinzu. Im Gegensatz zu ihren japanischen Pendants streben chinesische Unternehmen Firmenkäufe an, durch die westliche Unternehmen künftig auch in ihren Stammmärkten gefährdet sein könnten. Zwar sind die Übernahmegesetze in Europa und auch in Deutschland zunehmend restriktiver geworden und komplette Akquisitionen nicht zu erwarten. Dennoch werden chinesische Unternehmen versuchen, Einfluss zu nehmen, zum Beispiel durch den Aufkauf von Schulden oder den Erwerb von Minderheitsbeteiligungen. Kapital ist ausreichend vorhanden.

Für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau stellt die wachsende Marktmacht China in den nächsten Jahren die größte Herausforderung dar. Es gilt, die strategischen Schachzüge der chinesischen Anbieter zu verstehen und zu kontern. Dies erfordert nach den überwiegend operativen Optimierungsmaßnahmen in den Boomjahren und in Zeiten der Krise ein langfristigeres Denken. Die Unternehmen müssen eine fundierte Standortbestimmung vornehmen, ihre Ziele für die nächsten Jahre klar definieren, die Richtung festlegen, die sie für das Erreichen dieser Ziele einschlagen wollen, und ihre Geschäftsmodelle entsprechend weiterentwickeln. „Für deutsche Maschinen- und Anlagenbauer ist es jetzt an der Zeit, sich auf den chinesischen Wettbewerb einzustellen und ihre Organisation schlagkräftig aufzustellen“, erklärt Berater Kautzsch. „Auch die Japan-Offensive wurde in den 1980er- und 1990er-Jahren letztlich erfolgreich abgewehrt.“ 

Über die Studie

Für die Studie „Maschinenbau 2015“ befragte Oliver Wyman Geschäftsführer und Vorstände von führenden deutschen Maschinen- und Anlagenbauern sowie Komponentenherstellern. Die Studie untersucht Erfolgsfaktoren der Wachstumsperiode 2002 bis 2008, den Verlauf und die Auswirkungen der Krise sowie strukturelle Veränderungen und Branchentrends bis zum Jahr 2015. Im Ergebnis zeigt sich, welchen zentralen Herausforderungen sich die Unternehmen stellen müssen und wie Geschäftsmodell und Strategie weiterentwickelt werden können.


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