Notwendige Sourcing-Reorganisation

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Kleine Ursachen große Wirkung

Von den Top-Performern zu lernen heißt, Einkaufsabteilungen ganzheitlich entlang aller relevanten Dimensionen – Strategie, Mitarbeiter, Organisation, Prozesse, Systeme – zu betrachten und weiterzuentwickeln. „Der Einkauf muss als Ganzes zusammenspielen“, so Sitte. „Um ein maximales Ergebnis zu erzielen, gilt es Verbesserungen in den einzelnen Bereichen systematisch aufeinander abzustimmen.“ Mitarbeiter in neuen Tools zu schulen, mit denen mehr Transparenz bei Lieferantenangeboten entsteht, nutzt nur, wenn das IT-System die für die Analysen benötigten Daten auch zur Verfügung stellt. Die Transparenz wiederum bleibt ohne Wirkung, wenn die Einkäufer diese in Verhandlungen nicht geschickt nutzen. Und eine sauber definierte Low-Cost-Country-Einkaufsstrategie macht nur dann Sinn, wenn sie auch von Einkäufern mit Leben gefüllt werden kann, die gut genug Englisch sprechen.

Deshalb müssen die jeweiligen Schwächen im Detail ermittelt und systematisch ausgewertet werden. Steht fest, an welchen Stellen der größte Nachholbedarf besteht, lässt sich in der Regel mit wenig Aufwand schnell eine deutliche Steigerung der Gesamtperformance erzielen. Dazu gehört beispielsweise, den Einkauf frühzeitig in die Produktentwicklung einzubeziehen. Auf diese Weise können seine kommerziellen Möglichkeiten weitaus besser ausgeschöpft werden. Zeiten wirtschaftlicher Stabilität müssen konsequent dazu genutzt werden, um über die optimale Organisation und Aufstellung der Einkaufsabteilung nachzudenken, Prozesse gezielt weiterzuentwickeln und den Einkauf dadurch nachhaltig auf bessere Ergebnisse auszurichten. „Es geht nicht darum, den Einkauf neu zu erfinden“, betont Berater Heiss. „Häufig muss nur an kleinen Rädchen gedreht werden, um enorme Wirkung zu erzielen.“

Die Studie

Die Studie Im Rahmen des „Purchasing Best Practice Benchmarking“ hat Oliver Wyman untersucht, welchen Einfluss der Reifegrad von Einkaufsorganisationen auf deren Leistungsfähigkeit hat. Entlang der Dimensionen Strategie, Mitarbeiter, Organisation, Prozesse und Systeme wurde mithilfe eines umfangreichen Fragenkatalogs ermittelt, wie gut eine Einkaufsabteilung im Vergleich zu Unternehmen innerhalb, aber auch außerhalb der eigenen Branche aufgestellt ist. Im Anschluss wurde analysiert, wie sich ein hoher Reifegrad auf die erzielten Ergebnisse auswirkt. Befragt wurden rund 300 Einkaufsleiter produzierender Unternehmen in Deutschland.

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Inhalt

  1. Einleitung: Von den Besten lernen
  2. Notwendige Sourcing-Reorganisation

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