Einblicke

Insider Interview: Bewerbung bei E.ON Inhouse Consulting (ECON)

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Die Inhouse-Beratung von E.ON sucht Consulting-Talente. Geschäftsführer und Recruiting Director Dr. Martin Endress verrät, worauf ECON beim Anschreiben und im Case Interview achtet und was die Arbeit im Inhouse Consulting ausmacht.

Von 80 auf 90 Berater vergrößert sich das Team von E.ON Inhouse Consulting (ECON) dieses Jahr und die junge Inhouse-Beratung von E.ON will weiter wachsen. Gefragt sind Bewerber, die sich für Energiethemen begeistern und im Case Interview zu kreativen Lösungen kommen. Was du bei der Consulting-Bewerbung für die Energiebranche noch beachten solltest und welche Karriere-Vorteile dir die Inhouse-Beratung bietet, erklärt Dr. Martin Endress, Mitglied der Geschäftsleitung und Recruiting Director.

Insider-Tipp: Zeitpunkt der Bewerbung

Dr. Martin Endress: "Wir führen das ganze Jahr über Bewerbungsgespräche. Idealerweise bewirbt man sich 3-6 Monate, bevor man eine Stelle antreten möchte."

Herr Dr. Endress, warum sollte man sich bei E.ON Inhouse Consulting bewerben?

Potenzielle Bewerber sollten sich 2 Fragen stellen:

  1. Begeistere ich mich für die Energiewirtschaft?
  2. Habe ich Lust, für ein großes Unternehmen wie E.ON zu arbeiten?

Wenn man beide Fragen bejaht, kann eine Bewerbung bei E.ON Inhouse Consulting der richtige Schritt sein. Ich habe mich nach 10 Jahren als Berater bei BCG auch wegen der spannenden Projekt-Pipeline für ECON entschieden. Unsere Berater-Teams arbeiten an Projekten zu allen Wertschöpfungsstufen, z.B. das Upgrade der Vertriebsfunktionen und -fähigkeiten oder die Zusammenführung unserer Kraftwerkseinheiten für nukleare, fossile und erneuerbare Energien. ECON begleitet zunehmend Projeke auch exklusiv, ohne Kollaboration mit externen Beratungen.
Wir sind natürlich auch eine Talentschmiede für den Konzern: Bei uns gibt es kein klassisches 'Up or Out' oder begrenzte Plätze, sondern man kann selbst beeinflussen, wann man in die Linie wechseln möchte. Es herrscht eine kollegiale, kameradschaftliche Kultur. Innerhalb der Beratung kennt man alle nach 2 Wochen. Die Kollegen stellen sich proaktiv vor, kommen einfach ins Büro und auch mit den meisten Kunden ist man schnell per du, denn man hat ja den gleichen Mitarbeiterausweis – das ist einfach ein anderes Arbeiten. Nach 3-5 Jahren entscheidet sich die überwiegende Mehrheit unserer Consultants für einen Wechsel in die Linie; die Mindestverweildauer in der Beratung beträgt 18 Monate. In der Beratungszeit kann man Personen und Einheiten kennenlernen und sich eine Reputation aufbauen; vor allem als Projektleiter hat man anschließend sehr gute Exit-Optionen in den Konzern.
Eine weitere Motivation für meinen Wechsel zu E.ON Inhouse Consulting war, dass ich aufgrund meiner Familienplanung nicht von Jahr zu Jahr denken, sondern mich längerfristig und stabiler aufstellen wollte. Ich wollte wissen, wo ich in 5 Jahren arbeite. Unsere Inhouse-Beratung bietet im Vergleich zu anderen eine bessere Work Life Balance durch einen deutlich anderen Rhythmus: Die Arbeitszeiten sind geringer und vorhersehbarer als bei den meisten externen Beratungen, die Wochenenden sind grundsätzlich frei. Zudem sind 70 Prozent unserer Projekte Heimprojekte in Düsseldorf oder Essen; die anderen sind im Rest von Deutschland und im europäischen Ausland angesiedelt, etwa in Italien oder Spanien, das weiteste Reiseziel ist die Türkei.

Nennen Sie bitte 3 Dinge, die Sie an einer Bewerbung überzeugen:

  1. Ein klassisches Beraterprofil: Dazu gehören sehr gute Problemlösungsfähigkeiten, analytische Stärke, sehr gute Kommunikationsfähigkeiten, Pragmatismus und Umsetzungsstärke. Idealerweise bringt der Kandidat bereits Beratungserfahrung mit, die als Begründung allein aber nicht ausreicht. Manchmal erhalten wir Bewerbungen ohne Anschreiben, die die Motivation nicht verdeutlichen. Wir wollen aber wissen: Warum geht's zu uns? Warum Energiewirtschaft, warum ECON?
  2. Die Bewerbungsunterlagen müssen die Passion für Energiethemen belegen. Wir rekrutieren etwa 'fifty-fifty', d.h. 50 Prozent Wirtschaftswissenschaftler, 50 Prozent (Wirtschafts-)Ingenieure, (Wirtschafts-)Informatiker, Mathematiker und Naturwissenschaftler. Bewerber anderer Fachrichtungen, z.B. Juristen oder Politologen, laden wir sehr selektiv ein, wenn sie sich bereits intensiv mit Energiefragen beschäftigt haben und quantitative Fähigkeiten nachweisen können.
  3. Außerdem sind uns ein sehr gutes Abitur und hervorragende Uni-Abschlüsse wichtig. Wir rekrutieren erst ab Master-Level und achten beim Lebenslauf auch auf gute Hochschulen und Stipendien. Auslandserfahrung kann auch ein Vorteil sein, da unser Berater-Team mit 25 Prozent einen sehr hohen internationalen Anteil hat. Das Management kommuniziert ausschließlich auf Englisch und auch bei allen internen Meetings wird Englisch gesprochen.

Vorstellungsgespräch & Case Interview

Wenn E.ON Inhouse Consulting dich zum Vorstellungsgespräch einlädt, erwarten dich gleich 3 davon. Jeder Bewerbertag beginnt um 9 Uhr mit einer Willkommenspräsentation zu ECON, auf die 3 'one-on-one'-Gespräche pro Kandidat folgen. Jedes Gespräch dauert eine Stunde: In der ersten halben Stunde geht es um deinen Werdegang, deine Motivation, aktuelle Energiethemen aus der Tagespresse und deine Fragen; die zweite halbe Stunde ist reserviert für die Lösung und Präsentation einer Case Study mit dem Schwerpunkt Energiewirtschaft. Auch als angehender Praktikant solltest du dich gründlich vorbereiten, denn deine Chancen, nach einem erfolgreichen Praktikum bei ECON übernommen zu werden, sind sehr hoch.

Worüber freuen Sie sich im Vorstellungsgespräch?

Ganz wichtig ist uns eine kollegiale Umgangskultur: Wie geht der Bewerber mit unserem Recruting Team um? Ist er auskunftsfreudig und extrovertiert? Zeigt er Führungspersönlichkeit, ist er sowohl strukturiert als auch kreativ? Versteht er sich gut mit dem gesamten Team? Außerdem interessiert uns: Ist er vorbereitet auf Fragen zu E.ON? Kennt er die gegenwärtige Geschäftslage und ggf. Geschäftsberichte? Ob sich jemand wirklich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt hat, verraten auch seine Bewerberfragen: Ich freue mich, wenn der Kandidat uns im Gespräch auch ein wenig fordert und sich Gedanken zur Entwicklung unserer Beratung macht, etwa zur Frage: Wie geht es weiter mit ECON?

3 Insider-Tipps zum Case Interview

Dr. Martin Endress, Geschäftsführer & Recruiting Director bei E.ON Inhouse Consulting:

  1. "Bewerber sollten ihr Zeitmanagement im Blick behalten und nicht vergessen: Die Uhr läuft. Zu gemütlich sollte man also nicht an den Case herangehen, sondern schon bei der Vorbereitung versuchen, immer in 25 Minuten zu einer Lösung zu kommen. Wenn man während des Case Interviews merkt, dass man sich in Details verliert, sollte man diese lieber fallen lassen oder kurz abschließen. Man kann auch ruhig den Interviewer fragen: 'Führt uns das zu weit weg? Soll ich lieber noch die anderen 2 Punkte ausführen?' 
  2. Zur Vorbereitung auf das Case Interview sollten Bewerber Rechenoperationen auf einem Blatt Papier und ohne Taschenrechner üben. Man sollte sicher multiplizieren und dividieren sowie Prozentrechnung und Dreisätze beherrschen. Oft ist auch ein kurzes Brainstorming als Kreativübung gefragt – hier sollte man ankündigen, dass man nun etwas freier denkt und erste Hypothesen aufstellt.
  3. Am besten ist man vorbereitet, wenn man verschiedene Cases mit jemand anderem oder in einer Gruppe durchgespielt hat. Andere können besser beurteilen: Wie kommuniziert man das Ergebnis? Wirkt die Präsentation sicher?"

Case Training

squeaker.net-Tipp: Consulting Cases zum Üben findest du auf squeaker.net und im Insider-Dossier: Consulting Case Training. Im Forum findest du Case-Partner, die dich bei der Vorbereitung auf die Fallstudien unterstützen.

Welche außergewöhnlichen Situationen haben Sie mit Bewerbern erlebt?

Jeder Kandidat sollte vorher überlegen: Wie differenziere ich mich von anderen Bewerbern? Es reicht nicht, nur 'alles ok' gemacht zu haben. Jeder sollte über sein 'gewisses Etwas' nachdenken und entsprechende Geschichten für das Vorstellungsgespräch vorbereiten. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Anekdote eines Kandidaten, der in Südafrika studiert hatte, aber im Winter unbedingt Skifahren wollte. Kurzerhand hatte er darum in einem Hotel in Sankt Moritz angerufen und sich dort als Kellner beworben; da er sehr gut Englisch und Französisch sprach, bekam er am Telefon direkt eine Zusage. Das hat mich beeindruckt.


Mehr über E.ON Inhouse Consulting (ECON)

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