Die großen Beratungen haben Diversity Management zum Teil ihres Personalmanagements gemacht und fördern soziale, kulturelle und ethnische Vielfalt. Wir haben mit unterschiedlichen Menschen aus verschiedenen Beratungen gesprochen. Sie unterscheiden sich vom klassischen Berater:innen-Stereotyp, das noch in vielen Köpfen lebt  und in vielen Teams noch immer die Mehrheit darstellt. Wie fühlt sich das an und was unternimmt die Consulting-Branche, um Diversity zu fördern? Wir haben offene Antworten und spannende Insights zu diesen Fragen.

Diversity bedeutet für mich nicht nur das Vorhandensein unterschiedlicher Meinungen und unterschiedlicher Denkweisen, sondern auch die Integration verschiedener Gedanken. Sie schafft nur dann einen echten Mehrwert, wenn aus unterschiedlichen Sichtweisen Synergien entstehen.

Ich erlebe im Beratungsalltag vor allem Personen mit unterschiedlichen akademischen Hintergründen und viele Sprachtalente mit teilweise sehr diversen Hobbies im Privatleben.

Als Asiatin (Chinesin), die nicht in Deutschland aufgewachsen ist, gehöre ich hier einer Minderheit an. Ich bin in China geboren und in der chinesischen Kultur aufgewachsen und kam vor 4 Jahren für mein Masterstudium nach Deutschland.

Manchmal macht sich das im Beratungsalltag bemerkbar. Wenn neue Kolleg:innen oder Kund:innen mich sehen, gehen viele zunächst davon aus, dass ich eine Beraterin bin, die im Shanghaier oder im Londoner Büro von Roland Berger sitzt.

Ich würde sagen, es ist generell eine Herausforderung, die lokale Kultur in einem fremden Land vollständig zu verstehen und sich in sie zu integrieren. Aber ich habe im professionellen Umfeld bislang noch keine Nachteile erlebt und meiner Meinung nach bietet die Unternehmensberatung in dieser Hinsicht genau die richtige Gelegenheit – durch eine Reihe von vielfältigen Projekten und die Zusammenarbeit mit interessanten Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund.

Sandy Xiao, geboren und aufgewachsen in China, seit 2017 in Deutschland. Nach ihrem MSc Management an der EBS Universität in Oestrich Winkel ist sie seit Anfang 2021 als Junior Consultant bei Roland Berger im Pharma/Life Science Team tätig. In ihrer Freizeit geht sie am liebsten Longboarden, Wandern und
Surfen.

Ich habe einen natürlichen Vorteil bei international ausgerichteten Projekten, insbesondere mit Schwerpunkt Asien oder China. Dies ist besonders wertvoll, da Asien, und insbesondere China, für internationale Unternehmen oder Investoren im Bereich Gesundheitswesen/Lifescience immer attraktiver geworden ist.

Mein Tipp für Einsteiger:innen in einer ähnlichen Situation: Sei authentisch, sei neugierig, bringe deine Perspektive ein und schaffe Synergien – Roland Berger ist der richtige Ort, um offen zu sein und alle deine Fragen zu stellen.

Neben der Zusammenstellung vielfältiger Teams finde ich es wichtig, dass Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund auch bei den finalen Projektergebnissen noch mehr zum Vorschein kommen.

 

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