MBA-Erfahrungsberichte

Eindrücke von 12 Monaten MBA in Leipzig

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Studenten auf dem Campus der HHL
Image by Handelshochsschule Leipzig

Was war in deinem Jahr in Leipzig während des MBA-Studiums besonders positiv?

Positiv war die Internationalität meiner Kommilitonen. Wir hatten eine Klassenstärke von 35 und insgesamt 15 verschiedene Nationalitäten. Außerdem empfand ich den Praxisbezug der Seminare und Vorlesungen beispielhaft. Gerade bei der Case-Study-Bearbeitung lernt man in kleinen Teams zu arbeiten, andere Menschen mit anderen Vorstellungen zu akzeptieren. Interessant hierbei ist wiederum, dass hier an der HHL Menschen mit sehr unterschiedlichen Backgrounds aufeinander prallen: Physiker, Architekten und Wirtschaftswissenschaftler. Es entstehen bei der Zusammenarbeit Synergien, die in meinem vorherigen Studium nicht ansatzweise freigesetzt wurden. Des Weiteren ist die Präsentation der Ergebnisse eine wichtige Erfahrung für mich gewesen. Meine englischen Sprachleistungen haben sich erheblich verbessert und auch mein Vortragsstil.

Negatives?

Die hohe Arbeitsbelastung war unumgänglich, aber nichtsdestotrotz eine eher negative Erfahrung. Beispielsweise hatten wir von Montag bis Donnerstag ein Blockseminar bis spätnachmittags und mussten uns auf das Seminar bzw. auf die Case-Studies vorbereiten. Freitags hatten wir eine Klausur. Die Vorbereitungszeit für die Klausur war denkbar knapp. Natürlich ist mir klar, dass man in der Kürze der Zeit von 12 Monaten, einen extrem strammen Terminplan erstellen muss. Allerdings könnte man Klausurtermine durchaus mit einer größeren Vorlaufzeit organisieren.

Würdest du das MBA-Studium an der HHL nochmal machen?

Auf jeden Fall! Wenn ich mich heutzutage mit der Sona von vor einem Jahr vergleiche, bemerke ich extrem große Unterschiede. Ich habe heute viel mehr Vertrauen in meine Arbeit. Die Erfahrung an der HHL hat mir gezeigt, wie heterogen eine Klasse sein kann. Mein Fachwissen ist gewachsen, meine persönlichen Soft Skills haben sich verbessert.

Wie sieht denn dein Netzwerk aus?

Neben meinen 34 Kommilitonen aus dem MBA-Programm, gab es noch zwei Masterprogramme und ein Doktoranden-Programm. Ich habe auch Menschen aus den anderen Programmen kennengelernt, habe viele Kontakte geknüpft und bin überzeugt, dass mir meine Kontakte auf jeden Fall weiterhelfen werden, wenn ich Fragen habe oder Informationen benötige.

Gibt es Insider-Informationen zum Studium in Leipzig, die du loswerden möchtest?

Sucht euch auf jeden Fall eine Wohnung in der Nähe des Campus, da es wirklich unangenehm ist, nachts um zwei noch den Nachhauseweg antreten zu müssen, wenn man gerade die letzte Case Study bei einem Komilitonen fertiggestellt hat. Wen das Thema Finance besonders interessiert, sollte die Vorlesungen bei Professor Schwetzler besuchen. Mit seinen Vorlesungen war ich besonders zufrieden. Er ist wirklich eine Koryphäe auf seinem Gebiet. Allgemein sollte man eine hohe  Motivation  mitbringen und willig sein, ein hohes Arbeitspensum abzuleisten.

Wie hoch war denn dein Arbeitspensum?

Das ist sehr unterschiedlich. Es gab Wochen, in denen ich 16 Stunden pro Tag, sieben Tage die Woche gelernt habe. Über das ganze Jahr würde ich den Durchschnitt auf mindestens 10 bis 12 Stunden pro Tag beziffern.

Hattet ihr überhaupt keine Ferien während eures Studiums?

Im ersten Semester hatten wir von Weihnachten bis Silvester frei. Zwischen dem dritten und vierten Semester hätten wir eigentlich auch eine Woche freigehabt. Allerdings fand an diesem Wochenende die Negotation Challenge statt. Dies ist ein Verhandlungswettbewerb, der von den Studenten der Harvard Law School und der Handelshochschule Leipzig organisiert wird. In diesem Jahr war das Thema Mergers & Acquisition.

Sona, wir danken dir für das aufschlussreiche Gespräch.

Das Interview führte Benjamin Küster für squeaker.net (2010).

Homepage der HHL

 

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Inhalt

  1. Einleitung: HHL Leipzig
  2. Der GMAT für den MBA an der HHL
  3. Eindrücke von 12 Monaten MBA in Leipzig

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